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Smart-City-Spezialist dataMatters entwickelt Warnsystem

Das Kölner Startup dataMatters, eine Ausgründung der RWTH Aachen, die auf die Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Realwirtschaft spezialisiert ist, hat ein KI-gestützes Smart-City-System entwickelt, das vor Starkregen- und Hochwasserereignissen warnen soll. Laut Unternehmen ist das kommunale Operating System (urbanOS) bereits serienreif und jederzeit einsatzbereit.

von | 30.07.25

Überschwemmung im städtischen Raum
Bild: Pixabay/Hermann
dataMatters

Das Schutzsystem funktioniert dreistufig. Erstens wird eine Wetterstation mit Regenmesser auf der höchsten Erhebung in einer Region in Betrieb genommen. Zweitens werden Wasserstandssensoren an Flüssen und Brücken angebracht. Und drittens werden andere Sensoren an Gullydeckeln, Sinkkästen und in der Kanalisation montiert, die automatisch auf Blätter, Müll und sonstige Verstopfungen kontrollieren, die den reibungslosen Ablauf großer Wassermassen verhindern könnten. Genau dies, ein verstopfter Abwasserschacht, der übergelaufen ist, so dass Geröllmassen auf die Gleise gespült wurden, ist Polizeiangaben zufolge die Ursache für die Katastrophe im Landkreis Biberach.

Das dataMatters-System ist laut Unternehmen bis zur Serienreife entwickelt und kann jederzeit zum Einsatz kommen. Es richtet sich in erster Linie an Städte und Gemeinden, kann nach Angaben des Kölner Startups jedoch auch entlang gefährdeter Bahnstrecken oder Straßen eingesetzt werden. Die dataMatters GmbH hat kürzlich unter dem Namen urbanOS das wie es heißt, „weltweit erste Smart-City-Betriebssystem“ vorgestellt. Es erreicht rund zwei Drittel aller deutschen Hauszustell-Postleitzahlgebiete über die Spezialfunknorm LoRaWAN*.

Als Anwendungsgebiete benennen die Entwickler die Optimierung der Verkehrsführung, Abfallwirtschaft, Energieversorgung, ÖPNV, Parkraumüberwachung, Belebung der Innenstadt und auch die Funktion als Frühwarnsystem vor Hochwasser und Überschwemmungen.

Funktionsdarstellung als Animationsfilm

Das kommunale Operating System (urbanOS) soll auf einem Mehr-Schichten-Modell basieren: Sensoren erfassen, was tatsächlich los ist (zum Beispiel Starkregen, verstopfte Gullys, zu hohe Temperaturen etc.), übermitteln diese Informationen an einen Datenraum, wo sie mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet werden. Die Ergebnisse erscheinen laut dataMatters praktisch verzögerungsfrei auf den Smartphones der Verantwortungsträger, so dass diese wie bei herannahenden Katastrophen rasch reagieren können. In 25 Städten und Gemeinden soll urbanOS schon im Einsatz sein. Die Deutsche Bahn gehöre jedoch nicht dazu.

Über dataMatters

dataMatters (www.datamatters.io) ist auf die Nutzung Künstlicher Intelligenz in der Realwirtschaft spezialisiert. Einsatzgebiete: Smart City, Smart Factory, Industrie 4.0, Smart Building, IoT, Maschinen- und Anlagenbau, Gesundheitswesen, Agrarwirtschaft u.v.a.m. Dabei werden über Sensoren Daten aus dem realen Betrieb erfasst, in Daten¬räumen gesammelt und dort mittels KI-Software analysiert bzw. an KI-Systeme der Firmenkunden zur Weiter-verarbeitung über¬geben. Anhand der Ergebnisse lässt sich der Betrieb effizienter, nachhaltiger und wirtschaftlicher führen. Anwendungs¬¬beispiele: Park¬raum¬bewirt¬schaftung, Frühwarnsysteme für Anomalien wie beispielsweise Extrem¬wetter, Maschinen¬verschleiß oder Rohrbruch, Heizungs-/Beleuchtungs¬automatisierung in Gebäuden, CO2-Footprint-Erfassung anhand realer Daten und vieles mehr. So greifen bspw. Kommu¬nen gerne auf dataMatters zurück, um die urbane Lebensqualität und Nach¬haltigkeit zu erhöhen. Dr.-Ing. Dipl.-Wirt. Ing. Daniel Trauth hat dataMatters aus der RWTH Aachen aus¬gegründet und zu einem inter¬nationalen Player an der Schnitt¬stelle zwischen Realwirtschaft und KI geführt. Er wurde hierfür mit über 20 Ehrungen (RWTH Spin-off Award 2019, digitalPioneer 2020 u.v.a.m.) ausgezeichnet.

 

Weitere Infos

 

(Quelle: dataMatters)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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