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Spatenstich beim Reallabor H2-Wyhlen für mehr grünen Wasserstoff

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Bauarbeiten am Wasserkraftwerk in Wyhlen begonnen, wo die zweite Power-to-Gas-Anlage Ende 2025 in die Produktion gehen soll.

von | 11.06.24

In Wyhlen soll Ende 2025 die zweite Power-to-Gas-Anlage die Produktion aufnehmen
Foto: EnBW

Naturenergie und EnBW wollen die Produktion grünen Wasserstoffs am Wasserkraftwerk in Wyhlen um fünf MW erweitern. Das Reallabor von naturenergie ist Teil der umfangreichen Forschungsarbeiten der EnBW zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft. Die neue Produktionsanlage entsteht im Rahmen des staatlich geförderten Energiewende-Projekts „Reallabor H2-Wyhlen“. Der Bund unterstützt diesen Neubau mit 7,5 Mio. Euro.

Wichtiger Baustein in der Konzernstrategie

Zusammen mit den Partnerunternehmen des Reallabors schwang Bürgermeister Dr. Tobias Benz heute den Spaten. „Ich freue mich über das vielfältige und zukunftsgerichtete Engagement von naturenergie in unserer Gemeinde“, erklärte er. Das Reallabor H2-Wyhlen sei ein besonderes Aushängeschild für Grenzach-Wyhlen. Es biete vielfältige Anknüpfungspunkte. Für die Industriegemeinde sei die Produktion grünen Wasserstoffs von zentraler Bedeutung.

Dr. Jörg Reichert, Vorsitzender der Geschäftsleitung von naturenergie, betonte die Pionierrolle seines Unternehmens sowie dessen starke Verwurzelung in der Region. Prof. Dr. Wolfram Münch, Leiter Forschung & Entwicklung bei EnBW, ordnete das Reallabor H2-Wyhlen in die Konzernstrategie ein: „Gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften gestaltet die EnBW den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft aktiv mit. Konzernweit gibt es bereits eine Vielzahl an Wasserstoffprojekten, von der Logistik bis zur Produktion. Das Reallabor H2-Wyhlen leistet einen wichtigen Beitrag, um künftig auch größere Mengen Wasserstoff CO2-frei erzeugen zu können.“

Pro Jahr 700 Tonnen Wasserstoff zusätzlich

Ende 2025 soll die neue Anlage in den Betrieb gehen – und dann bis zu 700 t Wasserstoff jährlich produzieren. Für die Elektrolyse verwendet sie Ökostrom aus dem benachbarten Wasserkraftwerk. Damit ergänzt sie die seit 2018 bestehende erste Power-to-Gas-Anlage. Diese hat ein Megawatt Leistung und ist nach einem längeren Stillstand nun wieder betriebsbereit.

Der Neubau der Wasserstoffanlage ist nicht das einzige Projekt am Standort. naturenergie will das Kraftwerksareal zu einem Energie-Campus ausbauen. Im April erfolgte der Spatenstich für eine neue Heizzentrale. Im Herbst beginnt der Bau einer neuen Geländezufahrt. Außerdem soll in den kommenden Jahren ein neues Büro- und Werkstattgebäude entstehen.

(Quelle: EnBW)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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