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Stadt Hamminkeln und Gelsenwasser gründen Stadtwerke

Wie die Stadt Hamminkeln (unterer Niederrhein) und Gelsenwasser (Gelsenwasser AG und Gelsenwasser Energienetze GmbH, GWN) am 9. Januar bekanntgegeben haben, besiegelten beide Unternehmen mit der Gründung von Stadtwerken kurz vor Jahresende offiziell ihre Zusammenarbeit. Vor der Realisierung steht noch die Genehmigung durch die Kommunalaufsicht aus. Dachgesellschaft des Kooperationsprojekts ist die Hamminkeln Beteiligungs GmbH, die zu 100 % der Stadt gehört.

von | 10.01.25

Am Jahresende besiegelten Gelsenwasser und die Stadt Hammwinkel ihre Zusammenarbeit
Quelle: pixabay
Gelsenwasser und die Stadt Hammwinkel arbeiten zusammen

„Nach der Grundsatzüberlegung zur Gründung von Stadtwerken war Gelsenwasser für uns der erste Ansprechpartner für die Bereiche Abwasser und Gasnetz. Die Gespräche bis zur Gründung waren von großem Vertrauen und gutem, inhaltlichem Verständnis geprägt. Daher freuen uns sehr auf eine konstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit im Sinne der Bürgerinnen und Bürger in Hamminkeln“, so Bürgermeister Bernd Romanski.

Handlungsfeld Abwasser

Laut der Kooperationspartner wird die Zusammenarbeit zum einen den Abwasserbereich betreffen, wobei das Abwassernetz im Eigentum der Stadt verbleiben soll, während Betrieb, Substanzerhalt und Neuinvestition bei der neu gegründeten Stadtwerke Hamminkeln GmbH & Co. KG liegen sollen. Die Stadt ist über die Dachgesellschaft zu 51 % an dieser Gesellschaft beteiligt, Gelsenwasser zu 49 %. Ziel der neuen Gesellschaft sei es, „durch die nötigen Investitionen in Hamminkeln langfristig die gesetzliche Aufgabe der Abwasserentsorgung nachhaltig zu gewährleisten“. Nicht-hauptamtliche Geschäftsführer des Stadtwerks werden Robert Graaf (Kämmerer der Stadt Hamminkeln) und Tobias Dilkaute (Gelsenwasser). Für den Abwasserbetrieb stellt die Stadt das Personal.

„Nicht nur für Hamminkeln, sondern für die Abwasserbranche ist dies ein wichtiges Projekt“, so Dr. Agnes Janda, Leiterin Abwasser bei Gelsenwasser, zur Zusammenarbeit. „Wir haben in den nächsten Jahren die Chance zu zeigen, welche Mehrwerte eine solche Kooperation für Substanzerhalt und Modernisierung in der Daseinsvorsorge Abwasser hat.“

Handlungsfelder Wärme- und Energiewende

Ein weiterer Schwerpunkt der Stadtwerke Hamminkeln soll die Wärme- und Energiewende werden. Ziel sei es, mittels eines entsprechenden Ausbaus der Netzinfrastruktur „den Ausbau erneuerbarer Energien wie Wind und Photovoltaik voranzutreiben“. Geplant sei dies „ebenso für die Gasnetzinfrastruktur, die Gelsenwasser gemeinsam mit der Stadt in den Stadtwerken transformieren“ werde.

Die Kooperationspartnern sehen im Rahmen des Projekts je eine Kommanditgesellschaft für das Gas- und Stromnetz vor: „Die Stadtwerke Hamminkeln GmbH & Co. KG wird 100 % der Anteile an der Stadtwerke Hamminkeln Gasnetz GmbH & Co. KG kaufen, die GWN gegründet hat. Damit ist die Stadt Hamminkeln über die Stadtwerke-Gesellschaft zu 51 % am Gasnetz beteiligt, das bereits an GWN rückverpachtet wurde“, wie die Kooperationspartner informieren.

(Quelle: Gelsenwasser)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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