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SuedLink: Bundesnetzagentur gibt grünes Licht für zwei weitere Abschnitte

Die Bundesnetzagentur hat am 28. Mai zwei zusätzliche Abschnitte der SuedLink-Gleichstromtrasse genehmigt. Damit dürfen die Projektträger TenneT und TransnetBW die Abschnitte wie geplant ausbauen. Die genehmigten Strecken verlaufen zwischen Brunsbüttel, Wilster und Wewelsfleth sowie zwischen Edemissen und Strodthagen. Der überwiegende Teil der Leitung wird als Erdkabel realisiert.

von | 17.06.25

Kabeltrommel
Quelle: Pixabay

Als Herzstück der deutschen Energiewende besteht SuedLink aus zwei parallel verlaufenden Gleichstromtrassen: Projekt 3 verbindet Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) mit Großgartach/Leingarten (Baden-Württemberg), während Projekt 4 von Wilster (Schleswig-Holstein) nach Bergrheinfeld (Bayern) führt. Beide Leitungen sind größtenteils als Erdkabel konzipiert und verlaufen über weite Strecken parallel. TenneT und TransnetBW sind für Planung, Bau und Betrieb verantwortlich.

Abschnitt Brunsbüttel–Wilster–Wewelsfleth

Dieser Streckenteil bildet den Beginn von SuedLink. Die Projekte 3 und 4 führen anfangs getrennt, treffen aber innerhalb dieses genehmigten Bereichs aufeinander und verlaufen fortan parallel. Die gesamte Strecke liegt in Schleswig-Holstein. Projekt 3 umfasst etwa 14 km, Projekt 4 rund 8 km. Nur ein kleiner Teilabschnitt zur Anbindung des Konverters Brunsbüttel ans Umspannwerk wird als Freileitung gebaut, der Rest als Erdkabel.

Der Verlauf von Projekt 3 startet beim Umspannwerk Brunsbüttel, verläuft über Brunsbüttel, Büttel, nördlich an Sankt Margarethen vorbei, weiter nach Siethwende und dann südlich nach Brokdorf. Das Ende des Abschnitts ist nahe der Gemeinde Wewelsfleth. Projekt 4 beginnt beim Umspannwerk Wilster und führt südlich in Richtung Brokdorf, wo es auf Projekt 3 trifft. Beide enden nördlich der Bundesstraße 431. Die vollständigen Planfeststellungsbeschlüsse sind seit dem 16. Juni 2025 unter www.netzausbau.de/vorhaben3-a1 und www.netzausbau.de/vorhaben4-a1 zu finden.

Abschnitt Edemissen–Strodthagen–Landesgrenze Niedersachsen/Hessen

Dieser Teil beginnt im Stadtgebiet Einbeck (zwischen Edemissen und Strodthagen) und zieht sich in südlicher Richtung bis zur hessischen Grenze bei Friedland. Die Leitung quert dabei den Süden Niedersachsens und unterquert bei Rosdorf (südlich von Göttingen) sowohl die ICE-Bahnstrecke als auch die Autobahn A7. Das Ende dieses Abschnitts liegt westlich von Friedland an der Landesgrenze. Der entsprechende Beschluss wird am 27. Juni 2025 veröffentlicht und ist dann unter http://www.netzausbau.de/vorhaben3-c1 und http://www.netzausbau.de/vorhaben4-c1 abrufbar.

Die Bundesnetzagentur informiert zudem laufend über den Fortschritt beim Ausbau des Stromnetzes:

Zur BNetzA

 

(Quelle: Bundesnetzagentur)


 

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Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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