SuedOstLink, eine geplante Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ), ist eines der größten europäischen Energieinfrastrukturprojekte. Das Vorhaben soll vor allem Windstrom aus Nord- und Ostdeutschland in den Süden des Landes transportieren und die EU hat es als „Projekt von gemeinsamem Interesse“ eingestuft.
Die Trasse verläuft überwiegend unterirdisch von Wolmirstedt in Sachsen-Anhalt bis nach Bayern. Ziel des Projekts ist es, die Versorgungssicherheit zu erhöhen und den Anteil fossiler Energieträger zu verringern. Die geplante Gesamtlänge beträgt rund 540 km. Ein Schwerpunkt der Baumaßnahmen liegt im Abschnitt D3b der Trasse. Dieser rund zwei km lange Abschnitt verläuft von der Bundesautobahn A92 bis zur Schaltanlage Isar im Landkreis Landshut durch die Gemeinden Essenbach und Niederaichbach. Er bildet den südlichen Endpunkt des SuedOstLink und stellt die Verbindung zum bestehenden Übertragungsnetz her. Dort werden bis zu 4 GW Übertragungskapazität über zwei Konverteranlagen eingespeist.
Arbeitsschritte im einzelnen
Die Muffengruben bestehen aus mehreren passgenau vorgefertigten Betonelementen mit integriertem Auftriebsschutz, Öffnungen für Kabelschutzrohre und Montagemöglichkeiten für Muffenträger. Innerhalb der Muffengruben können die Kabel unter kontrollierten Bedingungen mechanisch und elektrisch miteinander verbunden, isoliert und abgeschirmt werden.
Zum Hochwasserschutz wurden auf den Wandoberkanten zusätzliche Schutzsysteme installiert. Die Montage der bis zu 35 t schweren Elemente erfolgte mithilfe eines Mobilkrans. Nach Abschluss der Kabelverbindungen werden die Gruben verfüllt und die Flächen rekultiviert, sodass sie wieder landwirtschaftlich genutzt werden können.
Der Netzanschluss des SuedOstLink für den Hauptabschnitt (Vorhaben 5) ist für 2027 vorgesehen. Die Erweiterung (Vorhaben 5a) soll bis 2030 in Betrieb gehen.
(Quelle: Kleihues Betonbauteile)
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