Generic filters
FS Logoi

Thyssengas: Dr. Stefanie Kesting neue Vorsitzende der Geschäftsführung

Zum Jahreswechsel wird Dr. Stefanie Kesting Vorsitzende der Geschäftsführung (CEO) von Thyssengas. Sie folgt auf Dr. Thomas Gößmann, der das Unternehmen nach neun Jahren verlässt und in den Ruhestand geht.

von | 15.10.25

: Führungswechsel bei Thyssengas: Dr. Stefanie Kesting übernimmt den Vorsitz der Geschäftsführung von Dr. Thomas Gößmann
Bildrechte: Thyssengas GmbH

„Dr. Stefanie Kesting steht für Kompetenz, Gestaltungswillen und ein tiefes Verständnis der energiewirtschaftlichen Herausforderungen. Zudem verfügt sie über fundiertes Fachwissen im Zukunftsfeld Wasserstoff – eine Kombination, die Thyssengas entscheidend voranbringen wird. Ich bin überzeugt, dass Stefanie Kesting das Unternehmen mit ihrer Erfahrung und Innovationskraft bedeutend weiterentwickeln und erfolgreich in die Zukunft führen wird”, betont Hilko Schomerus, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Thyssengas GmbH.

Die Energiemanagerin Dr. Stefanie Kesting (48) wird zum 1. Januar 2026 Vorsitzende der Geschäftsführung (CEO) von Thyssengas. Als in der Energiebranche bekannte Führungspersönlichkeit verfügt Kesting über eine tiefe Kenntnis und ausgewiesene Erfahrung nicht nur in der Erdgas- und Elektrizitätswirtschaft, sondern auch bei Projekten entlang der Wertschöpfungsketten der zukünftig im Rahmen der Energietransformation ebenfalls verstärkt zu transportierenden Gase: Wasserstoff, Biomethan und CO2.

„Die Transformation hin zu Wasserstoff und anderen grünen Gasen ist eine der größten Aufgaben und zugleich Chancen unserer Zeit. Ich freue mich, in dieser bedeutenden Phase die Verantwortung für Thyssengas übernehmen zu dürfen. Der Aufbau des Wasserstoff-Kernnetzes und der Hochlauf dieses neuen Energiemarkts sind entscheidend, um die Energiewende erfolgreich zu gestalten und den Industriestandort Deutschland zu sichern. Gemeinsam mit dem starken Team von Thyssengas möchte ich diesen Prozess aktiv mitgestalten“, so Dr. Stefanie Kesting anlässlich ihrer Berufung als CEO von Thyssengas.

Kesting übernimmt die Aufgabe von Dr. Thomas Gößmann (64), der die Thyssengas nach rund neun Jahren in den Ruhestand verlässt.

Dr. Thomas Gößmann. Bildrechte: Thyssengas GmbH

„Nach vielen intensiven und herausfordernden Jahren bei Thyssengas blicke ich mit großer Dankbarkeit auf dieseZeitzurück. Ich durfte das Unternehmen in einer Phase führen, in der sich der regulierte Fernleitungsnetzbetrieb stark gewandelt hat. Besonders stolz bin ich darauf, dass wir als Branche beim Thema Wasserstoff früh Verantwortung übernommen und das Wasserstoff-Kernnetz auf den Weg gebracht haben. Für die weitere Gestaltung dieser Transformation wünsche ich meiner Nachfolgerin alles Gute“, sagt Dr. Thomas Gößmann.

Dr. Stefanie Kesting verfügt über langjährige Führungserfahrung in der Energiewirtschaft. Nach Stationen bei DNV, E.ON und Uniper ist sie derzeit Mitglied des Boards of Directors und Geschäftsführerin im Geschäftsfeld Energy Project Solutions beim Anlagenhersteller Neumann & Esser. Hier ist sie unter anderem als Geschäftsführerin des Biogas-Unternehmens ARCANUM Energy Systems GmbH & Co. KG in Holzwickede und des dezentral integrierten Wasserstoffproduktions-Unternehmens H2HS im Kreis Heinsberg in Verantwortung. Sie ist zusätzlich anerkannte internationale Aufsichtsrätin, so z.B. aktuell als Aufsichtsratsmitglied für den finnischen Energiekonzern Fortum und das portugiesisch-stämmige energieintensive Glas-Produktionsunternehmen BA Glass tätig.

Ein besonderer Schwerpunkt ihrer energiewirtschaftlichen Management-Expertise liegt seit vielen Jahren auf den Themen erneuerbare Gase und CO2-Technologien. So war sie ab 2017 zusätzlich viele Jahre Gründungspräsidentin und Vorstandsmitglied des heute wichtigsten europäischen CCU-Verbandes „CO2 Value Europe“. Die studierte Diplomkauffrau und promovierte Volkswirtin ist Autorin zahlreicher Publikationen. Für ihre Dissertation zur Regulierung des Zugangs zu den europäischen Ferntransportnetzen im europäischen Gasmarkt wurde sie u.a. 2006 mit dem GEE Preis des Berliner Energieforums ausgezeichnet.

(Quelle: Thyssengas)

 


 

Lesen Sie auch:

Dr. Thomas Gößmann als Vorstandsvorsitzender des FNB Gas wiedergewählt

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser

Die Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH hat ein korrosionsgeschütztes Kanalrohr mit integriertem Wärmetauscher auf den Markt gebracht. Das Rohr gewinnt Wärme direkt aus dem durchfließenden Abwasser, ohne den Kanalbetrieb einzuschränken. Städte und Gemeinden erhalten damit eine zusätzliche Option für die kommunale Wärmeplanung.

mehr lesen
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

mehr lesen
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten

Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden.

mehr lesen
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher

Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) hat am 7. Juli ihr aktuelles Juli-Update der Gas-Szenarien veröffentlicht. Die Modellanalysen zeigen: Technisch ist eine Befüllung der deutschen Gasspeicher bis zum 1. November 2026 auf den gebuchten Stand* von 76 % weiterhin möglich. Ob dieses Niveau tatsächlich erreicht wird, hängt jedoch entscheidend von den Marktbedingungen ab. Die derzeitigen Preisentwicklungen setzen kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas und gefährden damit die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter.

mehr lesen
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten

Erneut kräftig investiert hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband im vergangenen Jahr in seine Infrastruktur: 107 Mio. Euro für die Wasserversorgung und 58 Mio. Euro im Bereich der Abwasserbeseitigung. Die Zahlen gehen aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am 30. Juni beschlossen hat. Gegenüber 2024 entspricht dies nochmals einer leichten Steigerung.

mehr lesen

Publikationen zum Thema