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Trimet startet Abwärme-Einspeisung ins Iqony-Fernwärmenetz

Am 3. Februar starteten die Trimet Aluminium SE und die Iqony Fernwärme GmbH offiziell die Einspeisung industrieller Abwärme aus der Essener Aluminiumhütte in das Fernwärmenetz von Iqony. Die klimaneutrale Energie soll die umweltfreundliche Wärmeversorgung in der Region weiter verbessern.

von | 06.02.26

v.l.n.r.: R.-M. Opitz (Projektingenieur, Iqony); M. Ohl (Sprecher der Geschäftsführung Iqony); Dr. R. Düssel (Werksleiter Essen, Trimet Aluminium); Dr. A. Lützerath (technischer Vorstand, Trimet Aluminium); A. van Haaren (Projektleiter, Trimet Aluminium)
Foto: Steag Iqony

Trimet plant, am Standort Essen künftig jedes Jahr rund 31.000 MW/h unvermeidbare Prozesswärme aus den Elektrolyseöfen in das Fernwärmenetz von Iqony einzuspeisen, das Kundinnen und Kunden in Bottrop, Essen und Gelsenkirchen mit Wärme versorgt. Diese Menge deckt den Bedarf von über als 5.500 Haushalten.

„Mit diesem Projekt zeigen Trimet und Iqony, was gelebte Kreislaufwirtschaft in einer Industrienation ist. Statt industrielle Abwärme ungenutzt verpuffen zu lassen, wird sie in Wärmenetzen wiederverwertet“, so Matthias Ohl, Sprecher der Geschäftsführung der Iqony Fernwärme. „Für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist Abwärme ein wichtiger Baustein. Unsere Kundinnen und Kunden im Ruhrgebiet profitieren schon jetzt von einer Fernwärme, die zu fast 70 % auf klimaneutrale Quellen setzt – gerade auch dank der Nutzung von Abwärme. Die Wärme-Kooperation mit Trimet macht unsere Fernwärme also noch zukunftsfitter.“

Auch Trimet-Vorstandsmitglied Dr. Andreas Lützerath hebt die Bedeutung der Kooperation hervor:

„Dass wir mit der Abwärme unserer Anlagen ab heute Tausende Wohnungen heizen, ist ein Meilenstein für unser Unternehmen und für die Region. Hier wird deutlich, wie Innovationen die grüne Transformation voranbringen. Mit der Flexibilisierung der Aluminiumerzeugung kommen wir den Klimaschutzzielen näher, stärken die Zukunftsfähigkeit unserer Produktionsstandorte und leisten gemeinsam mit Iqony einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit.“

Millioneninvestition in klimafreundliche Wärme

Ermöglicht wird das Projekt durch die Umrüstung der Aluminiumproduktion bei Trimet auf eine flexible Anpassung an die schwankende Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen. An den Elektrolyseöfen installierte Wärmetauscher fangen die beim Produktionsprozess entstehende Hitze auf. Über vier Ventilatorstationen wird sie an ein Rohrbündel mit Wasser weitergeleitet, das sich auf etwa 130 °C erhitzt. Dieses Wasser gelangt unter Druck durch ein 1,6 km langes Rohrsystem auf dem Werksgelände zur Energiezentrale. Dort geht Wärme an das Fernwärmenetz über.

Zur Verbindung mit dem öffentlichen Netz errichtete Iqony zusätzlich eine rund 700 m lange Leitung vom Anschluss an der Energiezentrale bis zum Übergabepunkt außerhalb des Werks. Insgesamt zirkulieren in der neuen Anlage etwa 36 Kubikmeter Wasser.
Bereits 2023 hatten Trimet und Iqony eine auf 20 Jahre angelegte Kooperation über die Nutzung der Prozessabwärme vereinbart. Nach dem erfolgreichen Abschluss aller Umrüstungs- und Infrastrukturarbeiten läuft derzeit der Probebetrieb, bevor das System in den Regelbetrieb übergeht. Beide Unternehmen investierten zusammen einen hohen einstelligen Millionenbetrag in das Projekt.

(Quelle: Steag Iqony)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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