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Wasserstoff-Kernnetz: 400 Kilometer in Betrieb genommen

Die Gascade Gastransport GmbH hat rund 400 km bestehende Erdgas-Leitungen auf den Transport von Wasserstoff umgestellt. Im Rahmen des Programms „Flow – making hydrogen happen“ fand die initiale Befüllung der ersten Pipeline-Abschnitte statt. Die H2-Infrastruktur steht damit nun dem Markt zur Verfügung.

von | 12.12.25

Der erste Abschnitt des Projekts Flow – making hydrogen happen wurde mit Wasserstoff befüllt
Quelle: Gascade

Die Nord-Süd-Achse (vom Ostseeraum bis nach Sachsen-Anhalt), die im Rahmen des Programms Flow – making hydrogen happen entstanden ist, bildet den zentralen Abschnitt des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes. Das vom Gasfernleitungsnetz Gascade umgesetzte Projekt wird international als Beispiel für die schnelle und kosteneffiziente Nutzung bestehender Gasinfrastruktur im H2-Transport betrachtet. Die erfolgreiche Umstellung von 400 km Leitung mit einem Durchmesser von 1,4 m gilt als technischer Meilenstein. Sie legt die Grundlage für eine großvolumige, zentrale Wasserstoffversorgung in Deutschland.

Geschäftsführer Ulrich Benterbusch hebt die technische Dimension des Projekts hervor und betont die Chancen, die daraus für die Energie- und Industriebranche entstehen. Er sieht in der Umrüstung einen entscheidenden Beitrag zur Planungssicherheit des Wasserstoffhochlaufs und zur nachhaltigen Reduktion industrieller CO₂-Emissionen.

Grundstein für Anbindung von Industriezentren

Branchenexperten bewerten das Projekt als wichtigen Impuls für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen Wasserstoffwirtschaft und als Stärkung des Industriestandortes Ostdeutschland.

„Flow – making hydrogen happen ist mehr als ein technisches Projekt“, so Geschäftsführer Christoph von dem Bussche. „Es ist ein Versprechen für die Zukunft. Im Jahr 2025 schaffen wir die Voraussetzungen, um Wasserstoff aus dem europäischen Ostseeraum, internationale Wasserstoff-Importe über den Hafen Rostock sowie grünen Wasserstoff, der an der Ostseeküste – insbesondere am Standort Lubmin – produziert wird, aufnehmen zu können. Dabei denken wir die Vernetzung mit unseren europäischen Nachbarn von Anfang an mit. Denn nur gemeinsam gelingt der Aufbau einer starken grenzüberschreitenden Wasserstoff-Wirtschaft.“

Die Inbetriebnahme des ersten Abschnitts von Flow – making hydrogen happen gilt (neben der Stärkung der ostdeutschen Industrie) auch als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer zukünftigen Kernnetzanbindung der süddeutschen Industriezentren bis 2029. Das Vorhaben sieht darüber hinaus den Ausbau und die Umstellung von Leitungen nach Polen, Tschechien sowie in Richtung Bayern und Österreich vor.

Weitere Informationen:
www.flow-hydrogen.com

(Quelle: Gascade)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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