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Wasserstoff-Leitung HYBOR: Baugrunduntersuchungen und Kartierungen starten

Für die geplante Wasserstoff-Pipeline HYBOR ist in allen betroffenen Bundesländern – Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen – das Scoping-Verfahren gestartet. In diesem frühen Verfahrensschritt wird gemeinsam mit den zuständigen Behörden sowie Trägern öffentlicher Belange der Untersuchungsrahmen für die weiteren Umweltprüfungen festgelegt. Damit wird die Grundlage für die anschließende Umweltverträglichkeitsprüfung und das Planfeststellungsverfahren geschaffen.

von | 24.04.26

Die Karte zeigt den Trassenverlauf der HYBOR-Pipeline. Quelle: Gascade Gastransport GmbH

Pipeline in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen stärkt Industriestandort Ostdeutschland

Bereits seit Ende 2025 laufen entlang der geplanten Trasse vorbereitende Untersuchungen. Dazu zählen umweltfachliche Kartierungen von Flora und Fauna sowie Baugrunduntersuchungen. Ziel ist es, die örtlichen Gegebenheiten frühzeitig zu erfassen und die weitere Planung verantwortungsvoll an Natur- und Standortbedingungen auszurichten.

Die Ergebnisse der Untersuchungen und des Scopings fließen in die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren ein, dessen Einleitung im kommenden Jahr vorgesehen ist. Die rund 120 km lange Wasserstoff-Leitung HYBOR soll von Bobbau in Sachsen-Anhalt über Sachsen bis Rückersdorf in Thüringen verlaufen. Sie ist Teil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes und soll bis 2029 fertiggestellt werden. Das Projekt wird von der GASCADE im Rahmen des Infrastruktur-Programms „Flow – making hydrogen happen“ umgesetzt.

HYBOR verbindet bestehende Leitungen, die künftig auf den Transport von Wasserstoff umgestellt werden, und schließt damit eine wichtige Lücke im entstehenden Wasserstoffnetz. So kann Wasserstoff künftig zuverlässig in die Region transportiert und an Industrie, Speicher und weitere Abnehmer weitergeleitet werden. Die Leitung leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer klimaneutralen Energieversorgung in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen.

(Quelle: Gascade Gastransport GmbH)

Veranstaltungshinweis: 17. Symposium Pipelinetechnik

Das Symposium Pipelinetechnik von 3R und TÜV Rheinland steht seit Jahren für fachlichen Tiefgang, Erfahrungsaustausch und erstklassige Branchennetzwerke. Auch in diesem Jahr überzeugt die Veranstaltung mit einem aktuellen Programm für Fachkräfte aus der Pipelinetechnik, der Öl- und Gasversorgung sowie dem Anlagenbau. Wer technische Entwicklungen, regulatorische Trends, praxisnahe Lösungsansätze und juristische Einordnung aus erster Hand kennenlernen möchte, findet hier die passende Plattform.

Das 17. Symposium findet statt am 18. Juni 2026 im zentral gelegenen RuhrCongress Bochum. Passend zum Thema H2-Hochlauf referiert dort u.a. Dr. Gundula Stadie (OMV AG, Wien) über das Thema “Neubau eines Elektrolyseurs und einer Wasserstoffpipeline in Österreich”.

Inhaltsüberblick des Vortrags: Zur Dekarbonisierung der eigenen Wasserstoffproduktion der OMV wurde im Mai 2025 die finale Investment-Entscheidung zum Bau eines 140 MW-Elektrolyseurs getroffen. Dieser soll in Bruck an der Leitha gebaut werden und mit einer Pipeline mit der Raffinerie verbunden werden. Diese Wasserstoff-Pipeline wird die erste sein, die gemäß der ÖVGW Richtlinie HE 200 gebaut wird. Als Route konnte auf die bestehende Planung einer Rohöl-Leitung von Bratislava nach Wien zurückgegriffen werden. Es werden in diesem Vortrag die Herausforderungen in Bezug auf die Nutzung der bestehenden Trasse, Planung etc. vorgestellt.

Das vollständige Programm des 17. Symposium Pipelinetechnik, das auch eine begleitende Fachausstellung präsentiert, finden Sie hier.
Direkt zur Anmeldung gelangen Sie hier.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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