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Wasserstoffverbindung zwischen den Niederlanden und Belgien vereinbart

Hynetwork, eine Tochtergesellschaft der niederländischen Gasunie, und Fluxys Hydrogen, eine Tochtergesellschaft von Fluxys Belgium, haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um gemeinsam eine grenzüberschreitende Wasserstoffverbindung zwischen den Niederlanden und Belgien zu entwickeln.

von | 29.04.26

Helmie Botter, Direktorin für Wasserstofftransport bei Gasunie, und Ben De Waele, Direktor bei Fluxys Hydrogen.
Quelle: Fluxys

Soweit möglich, wird diese Verbindung bestehende Erdgasleitungen nutzen, die für den Wasserstofftransport umgerüstet werden. Beide Unternehmen streben an, diese Verbindung um das Jahr 2030 herum zu realisieren.

Der Grenzpunkt bei Zandvliet, zwischen Zeeland und Antwerpen, wird als erste strategische bidirektionale Verbindung in Betracht gezogen, die wichtige Import- und Produktionsstandorte mit Industrieclustern verbindet, darunter den Nordseehafen und den Hafen von Rotterdam in den Niederlanden sowie die Häfen von Antwerpen und Gent in Belgien. Diese Verbindung unterstützt das Ziel, ein integriertes, offenes und zugängliches Wasserstofftransportnetz in Nordwesteuropa zu schaffen, das darauf abzielt, die Energieunabhängigkeit zu stärken und die Industrie zu dekarbonisieren. Darüber hinaus ermöglicht die Vereinbarung auch die Entwicklung weiterer Grenzübergänge.

Vereinbarungen für einen sicheren und zuverlässigen Wasserstofftransport

Die Vereinbarung stellt einen wichtigen Schritt hin zu einer weiteren intensiven Zusammenarbeit dar. In der Vereinbarung stimmen beide Unternehmen wesentliche technische und organisatorische Aspekte ab, darunter Planung, Standort, Kapazität und weitere Spezifikationen. Solche Vereinbarungen sind notwendig, um einen sicheren und zuverlässigen grenzüberschreitenden Wasserstofftransport zu gewährleisten.

Diese Initiative zwischen Hynetwork und Fluxys Hydrogen kann als starkes Signal an den internationalen Wasserstoffmarkt gewertet werden, dass der Aufbau eines grenzüberschreitenden Wasserstoffnetzes in vollem Gange ist.

Helmie Botter, Direktorin für Wasserstofftransport bei Gasunie: „Für einen gut funktionierenden Wasserstoffmarkt in Nordwesteuropa sind grenzüberschreitender Handel und Transport von Wasserstoff unerlässlich. Mit dieser Infrastruktur ermöglichen wir den Wasserstofftransport zwischen den Niederlanden und Belgien. Unser Ziel ist ein integrierter Wasserstoffmarkt. Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Gasunie und anderen Netzbetreibern gestalten wir den grenzüberschreitenden Transport so einfach wie möglich und ermöglichen so der Industrie in Europa die Dekarbonisierung. Das ist letztlich der Grund, warum wir dies tun.“

Ben De Waele, Direktor bei Fluxys Hydrogen: „Wir bauen bereits eine multimodale Infrastruktur zwischen Zelzate und dem Hafengebiet von Antwerpen auf. Mit dieser Vereinbarung sorgen wir gemeinsam für den Aufbau einer bidirektionalen Wasserstofftransportinfrastruktur zwischen Belgien und den Niederlanden. Darüber hinaus arbeiten wir auch an einer Pipeline-Infrastruktur in Richtung anderer Nachbarländer, um zur Entwicklung eines nordwesteuropäischen Wasserstoffnetzes beizutragen.“

(Quelle: Fluxys)

Veranstaltungshinweis: 17. Symposium Pipelinetechnik

Das Symposium Pipelinetechnik von 3R und TÜV Rheinland steht seit Jahren für fachlichen Tiefgang, Erfahrungsaustausch und erstklassige Branchennetzwerke. Auch in diesem Jahr überzeugt die Veranstaltung mit einem aktuellen Programm für Fachkräfte aus der Pipelinetechnik, der Öl- und Gasversorgung sowie dem Anlagenbau. Wer technische Entwicklungen, regulatorische Trends, praxisnahe Lösungsansätze und juristische Einordnung aus erster Hand kennenlernen möchte, findet hier die passende Plattform.

Das 17. Symposium findet statt am 18. Juni 2026 im zentral gelegenen RuhrCongress Bochum. Passend zum Thema H2-Hochlauf referiert dort u.a. Dr. Gundula Stadie (OMV AG, Wien) über das Thema “Neubau eines Elektrolyseurs und einer Wasserstoffpipeline in Österreich”.

Inhaltsüberblick des Vortrags: Zur Dekarbonisierung der eigenen Wasserstoffproduktion der OMV wurde im Mai 2025 die finale Investment-Entscheidung zum Bau eines 140 MW-Elektrolyseurs getroffen. Dieser soll in Bruck an der Leitha gebaut werden und mit einer Pipeline mit der Raffinerie verbunden werden. Diese Wasserstoff-Pipeline wird die erste sein, die gemäß der ÖVGW Richtlinie HE 200 gebaut wird. Als Route konnte auf die bestehende Planung einer Rohöl-Leitung von Bratislava nach Wien zurückgegriffen werden. Es werden in diesem Vortrag die Herausforderungen in Bezug auf die Nutzung der bestehenden Trasse, Planung etc. vorgestellt.

Das vollständige Programm des 17. Symposium Pipelinetechnik, das auch eine begleitende Fachausstellung präsentiert, finden Sie hier.
Direkt zur Anmeldung gelangen Sie hier.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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