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Wohnungen heizen mit Abwärme aus Algenzucht

Klimafreundliche Wärmenetze werden in Zukunft nicht allein auf Großkraftwerken basieren, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Wärmequellen einbinden. In Gustavsberg bei Stockholm wird künftig überschüssige Wärme aus der Algenzucht des Chemieunternehmens AstaReal genutzt, um bis zu 2.500 Wohnungen mit Fernwärme zu versorgen.   Innovative Anlage von Vattenfall nutzt dabei Abwärme aus dem Produktionsprozess, die sonst verloren gehen […]

von | 02.11.22

Klimafreundliche Wärmenetze werden in Zukunft nicht allein auf Großkraftwerken basieren, sondern eine Vielzahl unterschiedlicher Wärmequellen einbinden. In Gustavsberg bei Stockholm wird künftig überschüssige Wärme aus der Algenzucht des Chemieunternehmens AstaReal genutzt, um bis zu 2.500 Wohnungen mit Fernwärme zu versorgen.

 

Innovative Anlage von Vattenfall nutzt dabei Abwärme aus dem Produktionsprozess, die sonst verloren gehen würde

„Der Produktionsprozess von AstaReal ist energieintensiv und erfordert sowohl Strom als auch Kühlung“, erklärt Kurosh Beradari, Vertriebs- und Marketingdirektor bei Vattenfall Heat in Schweden. „Die überschüssige Wärme wird nun zum Heizen von Häusern und Gebäuden genutzt. Die Bewohner von Gustavsberg decken nun mehr als 20 % ihres Wärmebedarfs mit der neuen Technologie.“

Die Entwicklung der Wärmenetze läuft darauf hinaus, Abwärme – etwa aus Rechenzentren, Abwasser oder industriellen Prozessen oder Abfällen – in Zukunft konsequenter zur Wärmeerzeugung zu nutzen als bislang. Die neue Lösung in Gustavsberg ermöglicht es nun, überschüssige Wärme aus dem Produktionsprozess effizient zurückzugewinnen – mehr als 15 Mio. Kilowattstunden pro Jahr.

Woher genau stammt diese Abwärme? AstaReal aus Gustavsberg ist das erste Unternehmen der Welt, das natürliches Astaxanthin erfolgreich in großem Maßstab produziert. Dieser Phytonährstoff wird weltweit als Nahrungsergänzungsmittel für Menschen und Tiere verwendet.

„Die Produktion von natürlichem Astaxanthin erfolgt durch die Kultivierung von Algen in einzigartigen Indoor-Photobioreaktoren. Daher ist es für uns wichtig, Strom und Kühlung so effizient wie möglich zu nutzen“, sagt Peter Worsöe, CEO von AstaReal AB. „Unsere erweiterte Partnerschaft mit Vattenfall steht in vollem Einklang mit unserem Bestreben, die Algen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft so nachhaltig wie möglich zu züchten. Wir freuen uns sehr, dass das Projekt zur Rückgewinnung von überschüssiger Wärme nun in Betrieb ist.“

„Die technische Lösung ist nun vorhanden, und wir werden auch in Zukunft für den Betrieb und die Verwaltung verantwortlich sein. Wir sind stolz auf die Zusammenarbeit mit AstaReal, die mit der Wärmerückgewinnung Pionierarbeit geleistet haben – eine bahnbrechende Lösung, von der sowohl das Unternehmen als auch die Region profitieren werden”, sagt Lars Blomberg, verantwortlich für Industriekunden bei Vattenfall Network Solutions.

Vattenfall und AstaReal haben eine umfassende Partnerschaft für die Energielösungen von AstaReal. Neben der Wärmerückgewinnungsanlage besitzt und verwaltet Vattenfall auch Hochspannungsanlagen wie Transformatoren und Schaltanlagen und versorgt AstaReal mit klimaneutralem Strom. Die Anlage wurde außerdem mit einem neuen, deutlich klimafreundlicheren Kältemittel als bei früheren Lösungen aufgerüstet.

(Quelle: Vattenfall)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Algen als Nahrungsergänzungsmittel

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