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Zehn Jahre Rädlinger primus line in Australien: Ein Rückblick

Die Gründung einer Niederlassung in Australien, trotz begrenzter Erfahrung im Heimatmarkt mit grabenlosen Technologien, war ein ambitionierter Schritt der Rädlinger primus line GmbH im Jahr 2016. Nach über zwei Jahren Vorbereitung, darunter Überzeugungsarbeit bei Netzbetreibern und erste Projekte, wagte das deutsche Unternehmen den Sprung Richtung „Down Under“.

von | 06.12.24

Im Jahr 2016 wagte Rädlinger primus line den Sprung auf den australischen Markt
Quelle: pixabay

Einstieg in den australischen Markt

Andreas Gross, heute Leiter internationaler Wasserprojekte bei Primus Line, erkundete 2013 auf der Messe „International No-Dig“ in Sydney den Markt. Die Bedingungen in Australien – hohes Bewusstsein für Wasserschutz, strenge Standards und bestehende Erfahrungen mit grabenlosen Technologien – boten ideale Voraussetzungen für die Einführung der Primus Line® Technologie zur Sanierung von Druckrohrleitungen. Der Messebesuch führte zum ersten Projekt, das Ende 2013 in Neuseeland umgesetzt wurde.

Erste Erfolge, Niederlassung und Expansion

2014 markierte den Markteintritt: Präsentationen auf Messen, Zertifizierung lokaler Installationsunternehmen und erste Projekte, wie die Sanierung einer 460 Meter langen Trinkwasserleitung in Lismore, New South Wales.

Der deutsche Hauptsitz unterstützte den Aufbau, während Andreas Gross regelmäßig durch australische Metropolen reiste, um Netzbetreiber zu gewinnen. Eine Delegation von Urban Utilities überzeugte sich 2014 in Deutschland von der Technologie, was zur Anpassung von Komponenten an australische Normen führte.

2016 entschied sich die Geschäftsführung für eine lokale Präsenz. Unterstützt von der Deutsch-Australischen Außenhandelskammer und einem wachsenden Partnernetzwerk steigerte sich die Zahl der Projekte. Sydney Water setzte Primus Line nach umfassenden Tests und Schulungen seit 2017 eigenständig ein.

Partnerschaften, Wachstum und Zukunftsperspektiven

Seit 2019 leitet Heiko Manzke die Aktivitäten vor Ort. Projekte wie die Sanierung von Abwasserdruckleitungen oder ein innovatives 3-in-1-Projekt unterstreichen die Vielseitigkeit der Technologie. Ein Meilenstein war der Vertrag mit Interflow, einem führenden Anbieter von Wasserinfrastruktur, der während der Pandemie Lagerkapazitäten für Notfallprojekte bereitstellte.

Mit erweiterten Partnerschaften und neuen Anwendungen, wie oberirdischen Leitungen im Bergbau, baut Primus Line seine Marktposition weiter aus. Über 70 realisierte Projekte, darunter rekordverdächtige Längen wie 1.400 Meter am Stück, zeigen die Leistungsfähigkeit der Technologie. Die Anerkennung durch Branchenpreise unterstreicht den Erfolg.

Australien und Neuseeland bieten aufgrund ihrer hohen Standards und Offenheit für innovative Lösungen hervorragende Chancen. Das Rundum-Paket aus deutschem Qualitätsprodukt und erstklassigem Service überzeugt Netzbetreiber nachhaltig.

Projekte in Australien und Neuseeland

  • Insgesamt mehr als 70 realisierte Projekte
  • Längste sanierte Strecke: rund 3.000 m in der Ann Street in Brisbane mit Urban Utilities
  • Längster Einzug am Stück: 1.400 m am Mount Cole für GWM Water
  • Bevorzugte Anwendungen: Sanierungen von Leitungen in sensiblen Umgebungen wie Kulturerbestätten, Innenstädten, unter Bahngleisen, Straßen oder Flüssen
  • Auszeichnungen:
    – „ASTT Trenchless Rehabilitation Project of the Year” 2019 für eine Notfallsanierung unter dem Biggera Creek an der Gold Coast: Dank gebündelter materieller und personeller Ressourcen diverser Primus Line Installationspartner konnte die Sanierung nach nur einem Arbeitstag abgeschlossen werden.
    – „Infrastructure Project Innovation“ der AWA VIC Water Awards für das Projekt am Mount Cole 2022 in Victoria: Dabei wurden knapp 1.400 m Rohwasserleitung in einem schwer zugänglichen, sensiblen Gebiet saniert

 

(Quelle: Rädlinger primus line)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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