PROGRAMM
Der Wirkungsnachweis des kathodischen Korrosionsschutzes: Neuste Erkenntnisse aus dem DVGW-Forschungsvorhaben
Im Rahmen des DVGW-Forschungsvorhabens NEMEK wurden neue Methoden für den Wirkungsnachweis des kathodischen Korrosionsschutzes sowohl unter definierten Randbedingungen an einer simulierten Rohrleitung als auch an Rohrleitungsanlagen der Projektpartner untersucht. Die Verfahren Intensiv-, Reduktions- und Korrelationsmessung sowie der Current Magnetometry Inspection konnten so hinsichtlich des Wirkungsnachweises miteinander verglichen werden. Die verschiedenen Verfahren werden dargelegt und die Schlussfolgerungen der umfangreichen Untersuchungen erläutert.
Planung, Auslegung, Genehmigung und Inbetriebnahme von Erderanlagen
Der Vortrag behandelt fachliche und organisatorische Aspekte des Erderbaus über alle Projektphasen hinweg. Bearbeitet werden die technischen Anforderungen an die Planung, Auslegung, Genehmigung und Inbetriebnahme von Erderanlagen. Im Fokus stehen die Anforderungen an standort- und bautechnische Kriterien, Messmethoden zur Bodenwiderstandsmessung und deren Zusammenhang zum erzielten Erdausbreitungswiederstand. Darüber hinaus werden wiederkehrende Herausforderungen im Genehmigungsprozess thematisiert. Die Inbetriebnahme wird abschließend als maßgeblicher Bewertungs- und Nachweisprozess zur Beurteilung der normkonformen Funktionstüchtigkeit der Erdungsanlage eingeordnet.
IMPULSVORTRAG: Praktische Frequenzanalyse ohne großen Aufwand. Die stärksten AC-Anteile in MiniLog2 Aufzeichnungen (1 ms) schnell erkennen
Im Impulsvortrag wird anhand echter 1 bis 30 Minuten langer Aufzeichnungen (jeweils mit 1 ms Abtastrate) aufgezeigt, wie man nicht nur die Potentiale (Ein/Aus) und die Wechselspannung dokumentiert, sondern dabei auch gleich jede einzelne Frequenz in der Wechselspannung nach Größe und Anteil herausfindet. Statt „wir haben 12 Volt AC“, sieht man sofort die einzelnen „Übeltäter“ wie beispielsweise 16,6 Hz-Bahnbeeinflussung, 50 Hz-Hochspannungsbeeinflussung und 100 Hz-Brückengleichrichter-Einspeisung. Einfach in der Praxis umsetzbar, ohne komplizierte Theorie.
Kontinuierliche Messung des spezifischen Bodenwiderstands
Einsatz intelligenter Robotikhunde im KKS
Feldpersonal für KKS-Messungen wird knapp, und der Nachweis nach DIN EN ISO 15589-1 muss trotzdem erbracht werden. Ein autonomer Inspektionsroboter übernimmt diese Aufgabe: Er bewegt sich eigenständig über die Trasse, erfasst durch direkten Erdkontakt Potentialgradienten und berechnet das IR-freie Potential. Der normative Wirksamkeitsnachweis gelingt so auch dort, wo qualifiziertes Personal fehlt oder ein sicherer Einsatz nicht möglich ist. Die Basis: Current Magnetometry Inspection (CMI), entwickelt in Deutschland, bewährt auf über 10.000 km Pipeline.
Beispiele zur Bewertung von Hochspannungsbeeinflussungssituationen anhand von Messungen
Dieser Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen messbaren AC-Potentialen an erdverlegten Rohrleitungen und der Energieübertragung auf Freileitungen. Dabei werden einzelne Beeinflussungssituationen exemplarisch ausgewertet. Die Untersuchungen sollen einen Einblick geben, welche Möglichkeiten mittels Korrelationsanalyse sowie Regression und Interpolation bestehen und wie diese zur allgemeinen Expertise beitragen können. Der Vortrag dient auch dazu, Messungen als schnelle und einfache Bewertungsmethode hervorzuheben.
Was ist das vertretbare Restrisiko hinsichtlich der Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag bei Hochspannungsbeeinflussung?
Grund für bestehende Normen und VDE-Bestimmungen zum Schutz von Menschen gegen elektrischen Schlag waren Unfälle, die mit der Einführung der elektrischen Energie vermehrt auftraten und oft tötlich endeten. Umfangreiche Untersuchungen, deren Ergebnis die Festlegung von zulässigen abgreifbaren Spannungen waren, führten letztlich zu den uns bekannten Normen. In dem vorliegenden Vortrag wird auf den Prozess der Grenzwertfestlegung näher eingegangen. Dieser Prozess und der Vergleich von berechneten mit tatsächlich auftretenden Spannungen führt zu der im Titel gestellten Frage.
Effiziente Koordination von Kapazitätserhöhungen mit der Spannfeldanalyse
Um den Strombedarf im Süden mit dem Überschuss im Norden zu decken, haben Übertragungsnetzbetreiber Strom (ÜNB) die Möglichkeit, eine Kapazitätserhöhung ihrer Netze vorzunehmen. Gemäß § 49a EnWG sind sie verpflichtet, umliegende Betreiber zu identifizieren und darüber zu informieren. Die Spannfeldanalyse® im BIL-System ist derzeit das einzige in Deutschland anerkannte unterstützende Tool, das Infrastrukturbetreiber im relevanten Umfeld schnell ermittelt und eine strukturierte Benachrichtigung ermöglicht.
Fernüberwachung bei der OGE – Entwicklung eines umfangreichen IT-Tools
Dr. Carmen Acht, Open Grid Europe GmbH, Essen
Das DVGW-Regelwerk GW 10 bietet durch den Einsatz einer Fernüberwachung die Möglichkeit einer Reduzierung der Vor-Ort-Messungen zur Inspektion des KKS. OGE hat sich entschieden, eine eigene Zentraleinheit für die Ferninspektion mit umfangreichen Nutzungsmöglichkeiten im Hause zu entwickeln, die im Vortrag vorgestellt wird. Angefangen bei Lösungen für differenzierte Auswertungen der KKS-Fernüberwachung wurden über die letzten sechs Jahre ebenfalls Module für den lokalen Korrosionsschutz und für das Bewerten von Hochspannungsbeeinflussungen entwickelt. Die Digitalisierung bietet die Chance, die einlaufenden Daten effizient auszuwerten und Fehler oder Grenzüberschreitungen schneller zu erkennen.
Auslegung und technische Dokumentation von Isolierflanschverbindungen
Isolierflanschverbindungen sind sicherheitsrelevante Komponenten, deren Auswahl höchste Sorgfalt erfordert. Der Unterschied zwischen einem konformen und einem scheinbar konformen Produkt zeigt sich oft erst im Kleingedruckten des Zertifikats. Entscheidend ist die Übereinstimmung von Dokumentation, Geltungsbereich und technischer Auslegung, sowie die Qualität und Eignung der verwendeten Bauteile. Worauf bei der Auslegung und der Berechnung von Isolierflanschverbindungen zu achten ist und wie eine Dokumentation im Detail auszusehen hat, ist Inhalt des Vortrags.
REFERENTEN

Dr. Carmen Acht

Ulrich Bette

Dr. Markus Büchler

Mark Glinka

Tom William Köster

Dr.-Ing. Sebastian Lange

Martin Möllmann

Nils Plonka

Steffen Rathmann

Thorsten Weilekes
WEITERE INFOS
Teilnehmerpreise
- 615,- € (regulär)
- 560,- € (3R-Abonnent oder fkks-Mitglied)
- 520,- € (Online-Teilnehmer)
- 1.030,- € (Kombi-Ticket inkl. 17. Symposium Pipelinetechnik, regulär)
- 980,- € (Kombi-Ticket inkl. 17. Symposium Pipelinetechnik, reduziert)
- 910,- € (Kombi-Ticket inkl. 17. Symposium Pipelinetechnik, online)
Anreise
Unterkunft
Bei Buchung des Praxistags Korrosionsschutz empfehlen wir Ihnen zur Übernachtung:
Moxy Bochum
Stadionring 18
44791 Bochum
Website: www.moxyhotels.com
Mail: reservations.bochum@ashg.eu
Telefon: +49 234 / 6101-108
Unter diesem Reservierungslink können Sie direkt buchen: Buchen Sie Ihren Gruppentarif für ABK Vulkan Verlag
Das Abrufkontingent (für 16.-17. Juni 2026) ist nur bis zum 5. Mai 2026 verfügbar.
Ihr Stichwort: 3R
Bei Kombibuchung des Praxistags Korrosionsschutz und des Symposiums Pipelinetechnik empfehlen wir Ihnen zur Übernachtung:
H+ Hotel Bochum
Stadionring 22
44791 Bochum
Website: www.hplusbochum.de
Mail: reservierungBO@h-hotels.com
Telefon: +49 234 / 92 566-511
Das Abrufkontingent (für 16.-18. Juni 2026) ist bis zum 1. Juni 2026 verfügbar.
Ihr Stichwort: 3R
Erfahrungsaustausch
Am Vorabend des Praxistags (16. Juni 2026) findet der Erfahrungsaustausch in der Grillakademie Ruhr ab 18:00 Uhr statt. Mit Special Event: Kickerturnier powered by Steffel KKS GmbH. Die Anmeldung ist kostenpflichtig (90 €). Die Buchung erfolgt über das Anmeldeformular. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist.
Am Vorabend des Symposiums Pipelinetechnik (17. Juni 2026) findet ein weiterer Erfahrungsaustausch ab 18:30 Uhr statt. Die Anmeldung ist nur möglich bei Besuch beider Veranstaltungen und ist kostenpflichtig (80 €). Die Buchung erfolgt über das Anmeldeformular. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist.


















