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17. SYMPOSIUM PIPELINETECHNIK
20. Praxistag Korrosionsschutz in Bochum

Der 20. Praxistag Korrosionsschutz am 17. Juni in Bochum ist das unverzichtbare Branchen‑Event für Fachkräfte aus dem Bereich des Korrosionsschutzes von Leitungssystemen und Anlagen der Gas- und Wasserversorgung. Fachexperten berichten in hochkarätigen Vorträgen über neueste Methoden zum Wirkungsnachweis des kathodischen Korrosionsschutzes, zeigen Praxislösungen rund um Planung, Auslegung und Betrieb von Korrosionsschutzanlagen und diskutieren über den aktuellen Stand der Technik. Mit seinen praxisnahen Vorträgen, der begleitenden Ausstellung und dem intensiven Erfahrungsaustausch bietet die traditionsreiche Veranstaltung wertvolle Impulse für Ihre tägliche Arbeit. Seien Sie beim 20. Jubiläum dabei – melden Sie sich jetzt an!

PROGRAMM

Mittwoch 17. Juni 2026 (Beginn 9:00 Uhr - Ende 17:00 Uhr)
Vortragsblock 1

Der Wirkungsnachweis des kathodischen Korrosionsschutzes: Neuste Erkenntnisse aus dem DVGW-Forschungsvorhaben

Dr. Markus Büchler, SGK Schweizerische Gesellschaft für Korrosionsschutz, Zürich (CH)

Im Rahmen des DVGW-Forschungsvorhabens NEMEK wurden neue Methoden für den Wirkungsnachweis des kathodischen Korrosionsschutzes sowohl unter definierten Randbedingungen an einer simulierten Rohrleitung als auch an Rohrleitungsanlagen der Projektpartner untersucht. Die Verfahren Intensiv-, Reduktions- und Korrelationsmessung sowie der Current Magnetometry Inspection konnten so hinsichtlich des Wirkungsnachweises miteinander verglichen werden. Die verschiedenen Verfahren werden dargelegt und die Schlussfolgerungen der umfangreichen Untersuchungen erläutert.

Planung, Auslegung, Genehmigung und Inbetriebnahme von Erderanlagen

Martin Möllmann, Open Grid Europe GmbH, Essen

Der Vortrag behandelt fachliche und organisatorische Aspekte des Erderbaus über alle Projektphasen hinweg. Bearbeitet werden die technischen Anforderungen an die Planung, Auslegung, Genehmigung und Inbetriebnahme von Erderanlagen. Im Fokus stehen die Anforderungen an standort- und bautechnische Kriterien, Messmethoden zur Bodenwiderstandsmessung und deren Zusammenhang zum erzielten Erdausbreitungswiederstand. Darüber hinaus werden wiederkehrende Herausforderungen im Genehmigungsprozess thematisiert. Die Inbetriebnahme wird abschließend als maßgeblicher Bewertungs- und Nachweisprozess zur Beurteilung der normkonformen Funktionstüchtigkeit der Erdungsanlage eingeordnet.

IMPULSVORTRAG: Praktische Frequenzanalyse ohne großen Aufwand. Die stärksten AC-Anteile in MiniLog2 Aufzeichnungen (1 ms) schnell erkennen

Thorsten Weilekes, Weilekes Elektronik GmbH, Gelsenkirchen

Im Impulsvortrag wird anhand echter 1 bis 30 Minuten langer Aufzeichnungen (jeweils mit 1 ms Abtastrate) aufgezeigt, wie man nicht nur die Potentiale (Ein/Aus) und die Wechselspannung dokumentiert, sondern dabei auch gleich jede einzelne Frequenz in der Wechselspannung nach Größe und Anteil herausfindet. Statt „wir haben 12 Volt AC“, sieht man sofort die einzelnen „Übeltäter“ wie beispielsweise 16,6 Hz-Bahnbeeinflussung, 50 Hz-Hochspannungsbeeinflussung und 100 Hz-Brückengleichrichter-Einspeisung. Einfach in der Praxis umsetzbar, ohne komplizierte Theorie.
Vortragsblock 2

Kontinuierliche Messung des spezifischen Bodenwiderstands

Nils Plonka, Thyssengas GmbH, Duisburg

Einsatz intelligenter Robotikhunde im KKS

Mark Glinka, Empit GmbH, Berlin

Feldpersonal für KKS-Messungen wird knapp, und der Nachweis nach DIN EN ISO 15589-1 muss trotzdem erbracht werden. Ein autonomer Inspektionsroboter übernimmt diese Aufgabe: Er bewegt sich eigenständig über die Trasse, erfasst durch direkten Erdkontakt Potentialgradienten und berechnet das IR-freie Potential. Der normative Wirksamkeitsnachweis gelingt so auch dort, wo qualifiziertes Personal fehlt oder ein sicherer Einsatz nicht möglich ist. Die Basis: Current Magnetometry Inspection (CMI), entwickelt in Deutschland, bewährt auf über 10.000 km Pipeline.
Vortragsblock 3

Effiziente Koordination von Kapazitätserhöhungen mit der Spannfeldanalyse

Tom William Köster, BIL eG, Bonn

Um den Strombedarf im Süden mit dem Überschuss im Norden zu decken, haben Übertragungsnetzbetreiber Strom (ÜNB) die Möglichkeit, eine Kapazitätserhöhung ihrer Netze vorzunehmen. Gemäß § 49a EnWG sind sie verpflichtet, umliegende Betreiber zu identifizieren und darüber zu informieren. Die Spannfeldanalyse® im BIL-System ist derzeit das einzige in Deutschland anerkannte unterstützende Tool, das Infrastrukturbetreiber im relevanten Umfeld schnell ermittelt und eine strukturierte Benachrichtigung ermöglicht.

Beispiele zur Bewertung von Hochspannungsbeeinflussungssituationen anhand von Messungen

Dr.-Ing. Sebastian Lange, Amprion GmbH, Dortmund

Dieser Vortrag befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen messbaren AC-Potentialen an erdverlegten Rohrleitungen und der Energieübertragung auf Freileitungen. Dabei werden einzelne Beeinflussungssituationen exemplarisch ausgewertet. Die Untersuchungen sollen einen Einblick geben, welche Möglichkeiten mittels Korrelationsanalyse sowie Regression und Interpolation bestehen und wie diese zur allgemeinen Expertise beitragen können. Der Vortrag dient auch dazu, Messungen als schnelle und einfache Bewertungsmethode hervorzuheben.

Was ist das vertretbare Restrisiko hinsichtlich der Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag bei Hochspannungsbeeinflussung?

Ulrich Bette, IfB Wuppertal, Wuppertal

Grund für bestehende Normen und VDE-Bestimmungen zum Schutz von Menschen gegen elektrischen Schlag waren Unfälle, die mit der Einführung der elektrischen Energie vermehrt auftraten und oft tötlich endeten. Umfangreiche Untersuchungen, deren Ergebnis die Festlegung von zulässigen abgreifbaren Spannungen waren, führten letztlich zu den uns bekannten Normen. In dem vorliegenden Vortrag wird auf den Prozess der Grenzwertfestlegung näher eingegangen. Dieser Prozess und der Vergleich von berechneten mit tatsächlich auftretenden Spannungen führt zu der im Titel gestellten Frage.
Vortragsblock 4

Information zu Regelwerksänderung bei Hochspannungsbeeinflussung von Rohrleitungen

Dirk Krümmel, STEFFEL KKS GmbH, Lachendorf

Mit Inkrafttreten des DVGW-Arbeitsblatts GW 22-1 im September 2025 wurde das technische Regelwerk für AC-Ableiteinheiten grundlegend überarbeitet. Ziel der Neuregelung ist die Erhöhung der Betriebssicherheit, die Vereinheitlichung sicherheitsrelevanter Anforderungen sowie die Schaffung einer Grundlage für eine zukünftige Zustandsüberwachung der Anlagen. Die aktuellen Neuerungen stellen erhöhte Anforderungen an den Betrieb und die Auslegung technischer Anlagen. Im Fokus stehen insbesondere erweiterte Sicherheitsmechanismen, die unkontrollierte Betriebszustände infolge von Überlastungen oder Bauteilausfällen verhindern sollen. Zudem werden klare Vorgaben zum Fail-Safe-Verhalten definiert, um sicherzustellen, dass Ableiteinheiten auch im Störungsfall vorhersehbar und sicher reagieren. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung für Ferninspektionen, wodurch Anlagenzustände künftig auch aus der Ferne erfasst und bewertet werden können. Diese Entwicklungen haben nicht nur Auswirkungen auf Neugeräte, sondern erfordern auch eine Überprüfung bestehender Anlagen. Sofern Bestandsanlagen die neuen sicherheitsrelevanten Anforderungen nicht erfüllen, entsteht ein Anpassungs- und Nachrüstungsbedarf. Insgesamt machen die Neuerungen eine systematische Bewertung bestehender und geplanter Anlagen notwendig, um einen normkonformen, sicheren und zukunftsfähigen Betrieb zu gewährleisten.

Fernüberwachung bei der OGE – Entwicklung eines umfangreichen IT-Tools

Dr. Carmen Acht, Open Grid Europe GmbH, Essen

Das DVGW-Regelwerk GW 10 bietet durch den Einsatz einer Fernüberwachung die Möglichkeit einer Reduzierung der Vor-Ort-Messungen zur Inspektion des KKS. OGE hat sich entschieden, eine eigene Zentraleinheit für die Ferninspektion mit umfangreichen Nutzungsmöglichkeiten im Hause zu entwickeln, die im Vortrag vorgestellt wird. Angefangen bei Lösungen für differenzierte Auswertungen der KKS-Fernüberwachung wurden über die letzten sechs Jahre ebenfalls Module für den lokalen Korrosionsschutz und für das Bewerten von Hochspannungsbeeinflussungen entwickelt. Die Digitalisierung bietet die Chance, die einlaufenden Daten effizient auszuwerten und Fehler oder Grenzüberschreitungen schneller zu erkennen.

Auslegung und technische Dokumentation von Isolierflanschverbindungen

Steffen Rathmann, ISOflanges GmbH, Winsen

Isolierflanschverbindungen sind sicherheitsrelevante Komponenten, deren Auswahl höchste Sorgfalt erfordert. Der Unterschied zwischen einem konformen und einem scheinbar konformen Produkt zeigt sich oft erst im Kleingedruckten des Zertifikats. Entscheidend ist die Übereinstimmung von Dokumentation, Geltungsbereich und technischer Auslegung, sowie die Qualität und Eignung der verwendeten Bauteile. Worauf bei der Auslegung und der Berechnung von Isolierflanschverbindungen zu achten ist und wie eine Dokumentation im Detail auszusehen hat, ist Inhalt des Vortrags.

REFERENTEN

Portrait Square 06
Dr. Carmen Acht
Open Grid Europe GmbH, Essen
RainerDrath
Ulrich Bette
IfB Wuppertal, Wuppertal
AndreasHarner
Dr. Markus Büchler
SGK Schweizerische Gesellschaft für Korrosionsschutz, Zürich
Portrait Square 06
Mark Glinka
EMPIT GmbH, Berlin
Stephan Gebhardt
Tom William Köster
BIL eG, Bonn
Stephan Gebhardt
Dirk Krümmel
STEFFEL KKS GmbH, Lachendorf
Stephan Gebhardt
Dr.-Ing. Sebastian Lange
Amprion GmbH, Dortmund
Stephan Gebhardt
Martin Möllmann
Open Grid Europe GmbH, Essen
Stephan Gebhardt
Nils Plonka
Thyssengas GmbH, Duisburg
Stephan Gebhardt
Steffen Rathmann
ISOflanges GmbH, Winsen
Stephan Gebhardt
Thorsten Weilekes
Weilekes Elektronik GmbH, Gelsenkirchen

AUSSTELLER 2026

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WEITERE INFOS

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Teilnehmerpreise

Preise (zzgl. USt):

  • 615,- € (regulär)
  • 560,- € (3R-Abonnent oder fkks-Mitglied)
  • 520,- € (Online-Teilnehmer)
  • 1.030,- € (Kombi-Ticket inkl. 17. Symposium Pipelinetechnik, regulär)
  • 980,- € (Kombi-Ticket inkl. 17. Symposium Pipelinetechnik, reduziert)
  • 910,- € (Kombi-Ticket inkl. 17. Symposium Pipelinetechnik, online)

 

Zur Anmeldung

Anreise

Ihr Weg zum 20. Praxistag Korrosionschutz

 

Anfahrt

Unterkunft

Bei Buchung des Praxistags Korrosionsschutz empfehlen wir Ihnen zur Übernachtung:

Moxy Bochum
Stadionring 18
44791 Bochum

Website: www.moxyhotels.com
Mail: reservations.bochum@ashg.eu
Telefon: +49 234 / 6101-108

Unter diesem Reservierungslink können Sie direkt buchen: Buchen Sie Ihren Gruppentarif für ABK Vulkan Verlag

Das Abrufkontingent (für 16.-17. Juni 2026) ist nur bis zum 5. Mai 2026 verfügbar.
Ihr Stichwort: 3R

 

Bei Kombibuchung des Praxistags Korrosionsschutz und des Symposiums Pipelinetechnik empfehlen wir Ihnen zur Übernachtung:

Best Western Hotel Bochum (ehemals H+ Hotel)
Stadionring 22
44791 Bochum

Website: www.bestwestern.de/hotels/Bochum/Best-Western-Hotel-Bochum/hotel
Mail: info@hotel-bochum.bestwestern.de

Telefon: +49 234 / 92 566-500

Das Abrufkontingent (für 16.-18. Juni 2026) ist bis zum 1. Juni 2026 verfügbar.
Ihr Stichwort: 3R

Erfahrungsaustausch

Am Vorabend des Praxistags (16. Juni 2026) findet der Erfahrungsaustausch in der Grillakademie Ruhr ab 18:00 Uhr statt. Mit Special Event: Kickerturnier powered by Steffel KKS GmbH. Die Anmeldung ist kostenpflichtig (90 €). Die Buchung erfolgt über das Anmeldeformular. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Am Vorabend des Symposiums Pipelinetechnik (17. Juni 2026) findet ein weiterer Erfahrungsaustausch im Restaurant Franz Ferdinand ab 18:30 Uhr statt. Die Anmeldung ist nur möglich bei Besuch beider Veranstaltungen und ist kostenpflichtig (80 €). Die Buchung erfolgt über das Anmeldeformular. Bitte beachten Sie, dass  die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

KONTAKT
Kongress-Redaktion
Nico Hülsdau
Chefredakteur 3R
+49 201 82002-33
n.huelsdau@vulkan-verlag.de
Aussteller
Daniela Brown
Media Sales Veranstaltungen
+49 201 82002-58
d.brown@vulkan-verlag.de

 

Anmeldung und Teilnehmerfragen
Annamaria Weinert
Veranstaltungsmanagement
+49 201 82002-63
a.weinert@vulkan-verlag.de
Datenschutz
3r-rohre.de, Inhaber: Vulkan-Verlag GmbH (Firmensitz: Deutschland), würde gerne mit externen Diensten personenbezogene Daten verarbeiten. Dies ist für die Nutzung der Website nicht notwendig, ermöglicht aber eine noch engere Interaktion mit Ihnen. Falls gewünscht, treffen Sie bitte eine Auswahl:
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