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20. PRAXISTAG KORROSIONSSCHUTZ

17. Symposium Pipelinetechnik in Bochum

Das Symposium Pipelinetechnik von 3R und TÜV Rheinland steht seit Jahren für fachlichen Tiefgang, Erfahrungsaustausch und erstklassige Branchennetzwerke. Auch in diesem Jahr überzeugt die Veranstaltung mit einem aktuellen Programm für Fachkräfte aus der Pipelinetechnik, der Öl- und Gasversorgung sowie dem Anlagenbau. Wer technische Entwicklungen, regulatorische Trends, praxisnahe Lösungsansätze und juristische Einordnung aus erster Hand kennenlernen möchte, findet hier die passende Plattform.

PROGRAMM

Donnerstag, 18. Juni 2026 (Beginn 9:00 Uhr - Ende 16:00 Uhr)

Vortragsblock 1

Leckortung mittels vollautomatischer Drohne unter Einhaltung der EU-Methanverordnung

Dr. Jakob Stumme, EMPIT GmbH, Hamburg

Die EU-Methanrichtlinie fordert von Pipeline-Betreibern die intervallhafte Prüfung aller Gasinfrastruktur auf Methanemissionen. EMPITs METHASCAN ermöglicht eine effiziente Durchführung der Methanemissionsmessung und Leckageortung luftgestützt mittels SAIL-III zertifizierter Drohne. Die Drohne operiert BVLOS mit einer Reichweite von 150 km pro Akkuladung, wobei die Zertifizierung auch die Inspektion in besiedelten Gebieten zulässt. Dies bietet eine kostengünstigere Alternative zu Helikopterübefliegungen und ermöglicht den Zugang zu Gebieten, die für fahrzeuggeführte oder personengetragene Messverfahren unzugänglich sind.

Digitalisierung der Instandhaltung bei einem Betreiber kritischer Infrastruktur: Implementierung eines LDAR-Managementsystems zur Erfüllung der EU-Methanverordnung

Barbara Lutz, GEOMAGIC GmbH, Leipzig

Die EU-Methanverordnung stellt Netzbetreiber vor neue Herausforderungen in der Überwachung, Dokumentation und Reparatur von Leckagen (Leak Detection and Repair – LDAR). Um diesen gesetzlichen Anforderungen proaktiv zu begegnen und gleichzeitig die Effizienz der Instandhaltungsprozesse zu steigern, hat ein großer Fernleitungsnetzbetreiber ein strategisches Digitalisierungsprojekt initiiert. Dieser Vortrag präsentiert die Konzeption und die ersten Phasen der Einführung einer zentralen Softwarelösung für Instandhaltungsaufgaben. Im Fokus steht die erste fachliche Implementierung: ein digitales LDAR-Programm. Es werden die Kernanforderungen an das System erläutert, insbesondere die lückenlose Dokumentation von Messergebnissen und die Steuerung der nachgelagerten Aufgabenprozesse. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Strategie zur Datenintegration, die eine Anbindung an bestehende Systeme vorsieht, um eine konsistente Datenbasis zu schaffen und Redundanzen zu vermeiden.

Prüfung von Berichten gemäß Methan-Emissionsverordnung

Norbert Heidelmann, TÜV Rheinland Energy and Environment GmbH, Köln
Vortragsblock 2

Neubau eines Elektrolyseurs und einer Wasserstoffpipeline in Österreich

Dr. Gundula Stadie, OMV AG, Wien (A)

Zur Decarbonisierung der eigenen Wasserstoffproduktion der OMV wurde im Mai 2025 die finale Investment-Entscheidung zum Bau eines 140 MW-Elektrolyseurs getroffen. Dieser soll in Bruck an der Leitha gebaut werden und mit einer Pipeline mit der Raffinerie verbunden werden. Diese Wasserstoff-Pipeline wird die erste sein, die gemäß der ÖVGW Richtlinie HE 200 gebaut wird. Als Route konnte auf die bestehende Planung einer Rohöl-Leitung von Bratislava nach Wien zurückgegriffen werden. Es werden in diesem Vortrag die Herausforderungen in Bezug auf die Nutzung der bestehenden Trasse, Planung etc. vorgestellt.

Projekte im Pipelinebetrieb resultierend aus Infrastrukturmaßnahmen Dritter und Starkregenereignissen

Kathrin Kortenbach und Markus Niewerde, SYNEQT GmbH, Marl

Neben dem Pipeline Tagesgeschäft gibt es immer wieder Vorhaben und Ereignisse, die nicht ganz alltägliche Projekte mit sich bringen. Dazu gehören beispielsweise der Neubau einer Rohrbrücke im Ruhrgebiet resultierend aus dem 6-streifigen Ausbau einer Autobahn, aber auch eine Hangsicherung zum Schutz der dort verlaufenden Rohrfernleitungen in Baden-Württemberg verursacht durch Starkregenregenereignisse im Juni 2024.

Oberflächenzerstörungsfreie Leitungs- und Wurzeldetektion mittels Georadar

Michael Honds, ArborPlan GmbH & Co. KG, Mönchengladbach

Bei dem Georadar-Verfahren handelt es sich um ein etabliertes Messverfahren, bei dem mittels hochfrequenter magnetischer Wellen Leitungen und Starkwurzelverläufe im Boden sichtbar gemacht werden können. Das Verfahren erfolgt oberflächenzerstörungsfrei, zeitoptimiert und mit interpretierbaren Ergebnissen bis hin zu 3D-Modellen der detektierten Bodenschichten. Dieses Verfahren ermöglicht zudem eine Überprüfung der aus der Anwendung des DVGW GW 125-B1 resultierenden kritischen Baum-Leitungs-Situationen ohne ressourcenbindenden und kostenintensiven Leitungstiefbau.
Vortragsblock 3

Vom Regelwerk zum Wissenswerkzeug – wie KI technisches Wissen zugänglich macht

Robin Pötter, Westnetz GmbH, Dortmund

Die Planung, Errichtung und der Betrieb von Gasleitungen erfordern die Beachtung zahlreicher technischer Regelwerke, Normen, Leitlinien und Richtlinien. Diese Dokumente sind umfangreich und werden fortlaufend aktualisiert. Zu einzelnen Fragestellungen existieren häufig mehrere Interpretationsmöglichkeiten, die nicht selten zu unterschiedlichen Auslegungen führen. Die Arbeit mit diesen Dokumenten ist zeitintensiv und erfordert neben Fachwissen auch Erfahrung im Umgang mit Normen und deren Anwendung. Westnetz hat daher ein Konzept entwickelt, das die technische Dokumentation digital aufbereitet und den Zugriff auf die Inhalte durch einen KI-gestützten Agenten unterstützt. Dieser Agent ist in der Lage, Fragen in Alltagssprache zu verstehen und auf Basis der Regelwerke fundierte, quellenbasierte Antworten zu generieren.

Normative Anforderungen an den Nachweis der Leitungssicherheit

Stanislav Daschevski, Dr.-Ing. Veenker Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover

Das deutsche Regelwerk ist aus ingenieurtechnischer Sicht sehr gehaltvoll, aber auch diversifiziert, was sowohl mit der gesetzlichen Struktur als auch mit den jeweiligen regelgebenden Körperschaften, Vereinen und Vereinigungen zusammenhängt. Die Frage, was die allgemein anerkannten Regeln der Technik für eine Hochdruckleitung sind, beantworten sowohl Juristen als auch Techniker heute gleichlautend, nämlich „es kommt drauf an“.
Der Rechtsrahmen verlangt im Wesentlichen, dass die Sicherheit vom Schutzgut „Mensch“ trotz Nutzung von Hochdruckleitungen gewährleistet wird, lässt jedoch zunächst offen, was unter Sicherheit zu verstehen ist. Diese augenscheinliche Lücke wird ingenieurtechnisch durch entsprechende Normen geschlossen und in den wesentlichen Urteilen bestätigt. Nun – was bedeutet das konkret? Konkret bedeutet es, dass die Frage nach Sicherheit nicht alleinig durch eine deterministische Auslegung einer Leitung sichergestellt ist. Vielmehr ist die Frage nach Sicherheit ergänzend zu beantworten, und zwar überall dort, wo das Schutzgut „Mensch, Umwelt usw.“ vorrangig wird und die bloße technische Sicherheit der Leitung nicht mehr das alleinige Kriterium darstellt. Dazu können probabilistische Ansätze helfen das zumutbare bzw. akzeptable Risiko zu definieren. Nach der Darstellung des rechtlichen Rahmens und der Begriffsbestimmung zur Sicherheit und dem akzeptablen Risiko einer Gashochdruckleitung drängen sich die nächsten Fragen nach einer konkreten Einordnung der Risikoabwägung in der technischen Auslegung auf. Einige der Folgefragen lauten: Wieviel „quasi-Probabilistik“ ist bereits in den deterministisch geprägten technischen Regeln des allgemeinen Standes der Technik enthalten? Sollte das technische Regelwerk als ein wesentliches Element des gesetzlichen Rahmens und der täglichen Arbeit zahlreicher Hochdruckleitungsbetreiber durch den Ausweis und eine Bewertung des akzeptablen Risikos ergänzt werden? Der Vortrag gibt einen Überblick über den dezeitigen Stand.

CO2 und Einfluss auf den Rohrwerkstoff

Dr. Georg Golisch, TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, Köln

Die Speicherung und Wiederverwendung von CO2 (CCS/CCU) ist für eine erfolgreiche Decarbonisierungsstrategie unerlässlich. Für den Transport großer Mengen bieten sich Pipelines an. Bei Neubau oder Umstellung einer Rohrleitung auf CO2 sind zusätzliche Aspekte hinsichtlich der Rohrintegrität zu berücksichtigen. Welche Anforderungen insbesondere an den Werkstoff gestellt werden müssen, ist in nationalen und internationalen Normen (wie ISO27913, DVGW C463, DNV RP F104) angeführt. Dieser Vortrag soll einen detaillierten Überblick dieser Anforderungen geben.

Detektion von Kleinstleckagen und Produktdiebstahl an Rohrleitungen

Rene Landstorfer, Gottsberg Leak Detection GmbH & Co. KG, Oststeinbek

In Deutschland schreibt die TRFL (Technische Regel für Rohrfernleitungen) unter Punkt 11.4 verschiedene Technologien zur schnellen Detektion und Lokalisation von Leckagen in unterschiedlichen Betriebszuständen vor. Um dem gerecht zu werden hat die Firma GOTTSBERG Leak Detection ein Molchsystem entwickelt, das nicht nur kleinste Leckagen findet, die mit herkömmlichen Technologien nicht entdeckt werden können, sondern diese auch extrem genau lokalisieren kann. Dieses System wird nun auch noch durch die Entwicklung einer KI gestützten Datenauswertung ergänzt. Der Vortrag beschäftigt sich mit dieser Entwicklung, die es den Datenanalysten erleichtern soll, eine fundierte Auswertung der Molchdaten in kürzester Zeit und teilautomatisiert durchzuführen und damit eine entsprechend verkürzte Reaktionszeit auf etwaige Leckagen in der Leitung zu gewährleisten, um ein zusätzliches Maß an Sicherheit zu erreichen.

 

Rechtsprechung und Infrastrukturausbau/-betrieb - ein juristisches Update zu aktuellen Entwicklungen

Dr. Michael Neupert, Kümmerlein Rechtsanwälte & Notare, Essen

REFERENTEN

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Stanislav Daschevski

Dr.-Ing. Veenker Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover

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Norbert Heidelmann
TÜV Rheinland Energy and Environment GmbH, Köln
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Dr. Georg Golisch
TÜV Rheinland Industrie Service GmbH, Köln
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Michael Honds
ArborPlan GmbH & Co. KG, Mönchengladbach
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Kathrin Kortenbach
SYNEQT GmbH, Marl
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Rene Landstorfer

GOTTSBERG Leak Detection GmbH & Co. KG, Oststeinbek

AttilaBilgic
Barbara Lutz

GEOMAGIC GmbH, Leipzig

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Markus Niewerde
SYNEQT GmbH, Marl
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Dr. Michael Neupert
Kümmerlein, Simon & Partner Rechtsanwälte mbB, Essen
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Robin Pötter

Westnetz GmbH, Dortmund

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Dr. Gundula Stadie
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Dr. Jakob Stumme
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AUSSTELLER 2026

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KURZ INFORMIERT

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Teilnehmerpreise

Preise (zzgl. USt):

  • 615,- € (regulär)
  • 560,- € (Abonnenten der Zeitschrift 3R)
  • 390,- € (Behördenvertreter)
  • 520,- € (Online-Teilnehmer)
  • 1.030,- € (Kombi-Ticket inkl. 20. Praxistag Korrosionsschutz, regulär)
  • 980,- € (Kombi-Ticket inkl. 20. Praxistag Korrosionsschutz, reduziert)
  • 910,- € (Kombi-Ticket inkl. 20. Praxistag Korrosionsschutz, online)

 

Zur Anmeldung

Anreise

Ihr Weg zum 17. Symposium Pipelinetechnik

 

Anfahrt

Unterkunft

Für Ihre Übernachtung in der Nähe empfehlen wir Ihnen:

Best Western Hotel Bochum (ehemals H+ Hotel)
Stadionring 22
44791 Bochum

Website: www.bestwestern.de/hotels/Bochum/Best-Western-Hotel-Bochum/hotel
Mail: info@hotel-bochum.bestwestern.de

Telefon: +49 234 / 92 566-500

Das Abrufkontingent ist bis zum 1. Juni 2026 verfügbar.
Ihr Stichwort: 3R

 

 

Erfahrungsaustausch

Am Vorabend des Symposiums Pipelinetechnik (17. Juni 2026) findet der Erfahrungsaustausch im Restaurant Franz Ferdinand ab 18:30 Uhr statt. Die Anmeldung ist kostenpflichtig (80 €). Die Buchung erfolgt über das Anmeldeformular. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Am Vorabend des Praxistags Korrosionsschutz (16. Juni 2026) findet ein weiterer Erfahrungsaustausch in der Grillakademie Ruhr ab 18:00 Uhr statt. Mit Special Event: Kickerturnier powered by Steffel KKS GmbH. Die Anmeldung ist nur möglich bei Besuch beider Veranstaltungen und ist kostenpflichtig (90 €). Die Buchung erfolgt über das Anmeldeformular. Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

 

KONTAKT
Kongress-Redaktion
Nico Hülsdau
Chefredakteur 3R
+49 201 82002-33
n.huelsdau@vulkan-verlag.de
Aussteller

Daniela Brown
Media Sales Veranstaltungen
+49 201 82002-58
d.brown@vulkan-verlag.de

Anmeldung und Teilnehmerfragen

Annamaria Weinert
Veranstaltungsmanagement
+49 201 82002-63
a.weinert@vulkan-verlag.de

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