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11. Praxistag Wasserversorgungsnetze

23. März 2022 in Gelsenkirchen

Foto: DIRINGER & SCHEIDEL

Netzplanung

IH-Management bei Gelsenwasser

Dr. Stefan Sanft, Philipp Thomas, Gelsenwasser AG, Gelsenwasser

„Was will denn wieder das Asset Management?“, fragt der Betrieb. „Der Betrieb macht auch wieder sein eigenes Ding!“, nörgelt der Asset Manager. „Mal wieder keine klaren Anforderungen aus dem Fachbereich“, beschwert sich die IT. Sollten Sie diese völlig fiktiven Bemerkungen kennen, könnte der Vortrag für Sie vielleicht hilfreich sein. Er beschreibt einen Ansatz, der Betrieb und Instandhaltung, Asset Management und IT integriert, ganzheitlich und gemeinsam betrachtet.

Wasserversorgungssystem auf dem Prüfstand

Matthias Engelfried, RBS wave GmbH, Stuttgart

Die Wasserversorgungsinfrastruktur ist in der Regel über viele Jahre gewachsen. Entweder sind im Laufe der Zeit Stdt-/Ortsteile erschlossen oder kleinere Gebiete mit bereits bestehender Wasserversorgung eingemeindet worden. Deshalb ist es für Kommunen und Wasserversorgungsunternehmen wichtig, die oft sehr heterogene Wasserversorgungsstruktur zu analysieren und auf die aktuellen und zukünftigen Anforderungen unter Berücksichtigung des Klimawandels hin zu optimieren.

Wasserbedarfsprognosen über das DVGW-AB W 410 hinaus

Thomas Rücken, Rechenzentrum für Versorgungsnetze Wehr GmbH, Düsseldorf

Um eine möglichst genaue Wasserbedarfsprognose zu erstellen, müssen die wichtigsten Einflussfaktoren einfließen. Dazu gehören neben der Bevölkerungsentwicklung, das Verbrauchsverhalten, die Entwicklung der Trinkwasser-Netzabgabe, der Klimawandel, die Landwirtschaft und die Wasserverluste.
Nach Erläuterung der Grundlagen zur Erstellung einer Wasserbedarfsprognose wird auf die wichtigsten Einflussfaktoren eingegangen. Anschließend wird beschrieben, wie eine Gesamtprognose für Jahres- und Stundenspitzenbedarf erstellt werden kann und welche Auswirkungen die Bedarfsprognose auf die Verteilung und die Speicherung in der Praxis hat.

Instandhaltung

Asbestzementrohre ‑ besser als ihr Ruf?

Dr. Angelika Becker, IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr

Der Gesamtbestand an Trinkwasserleitungen aus Asbestzement (AZ) liegt in Deutschland bei nahezu 36.000 km, was einem Anteil von ca. 7 % des gesamten deutschen Trinkwassernetzes entspricht. Seit 1995 sind Herstellung, Vertrieb und Verbau von AZ-Leitungen verboten, der Weiterbetrieb ist erlaubt. Das geschätzte Durchschnittsalter der in Deutschland verlegten AZ-Rohre liegt bei 62,5 Jahren. Da im Allgemeinen davon ausgegangen wird, dass die Nutzungsdauer von AZ-Rohren bei ca. 70 bis 80 Jahren liegt, stellt sich die Frage nach Konzepten zur Erfassung und Bewertung des technischen Zustands von AZ-Rohren und der darauf aufbauenden Prognose der Restnutzungsdauer. Voraussetzung hierfür ist das Verständnis der relevanten Prozesse der Zustandsverschlechterung und der Bewertung der Versagenswahrscheinlichkeit. Da bisher derartige Konzepte nicht zur Verfügung standen, wird diese Wissenslücke durch ein aktuelles DVGW-Forschungsvorhaben geschlossen.

Renovierung von Trinkwasserleitungen mit Druckschlauchlinern

Dr. Susanne Leddig-Bahls, IQS Engineering AG, Rustow (Loitz)

Druckschlauchlining als eine Alternative zur Renovierung von Trinkwasserleitungen ist eine noch relativ junge Technologie. Zur Unterstützung und als Hilfestellung für Versorger und Ingenieurbüros bei der Planung, Ausschreibung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen hat der RSV Rohrleitungssanierungsverband im Juli 2021 das neue RSV-Merkblatt 1.3 herausgegeben. Die am Markt befindlichen Schlauchlining-Systeme und Materialien werden in einer Übersicht dargestellt, sortiert nach Linerklassifizierung, Härtung und Anwendungen. Anwender erhalten konkrete Empfehlungen für das jeweilige Einsatzgebiet. Ein wichtiger Aspekt wird ebenfalls behandelt: die Verbindung des Druckliners an das Trinkwassernetz sowie die Herstellung von Anschlüssen. Im Vortrag berichtet die Obfrau des RSV-Arbeitskreises, Frau Dr. Susanne Leddig-Bahls, über die Anwendungsmöglichkeiten, Vorteile und Grenzen des Druckschlauchlinings im Trinkwasserbereich.

Sanierung einer TW-Leitung (Projekt Schulzendorf DN 600)

Jens Wahr, Diringer & Scheidel Rohrsanierung, Gelsenkirchen

Im Rahmen der Instandhaltung seines Trinkwassernetzes hatte der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) eine in den Jahren 1930 bis 1941 aus gemufftem Stahlrohr gebaute Trinkwassertransportleitung DN 600 auf einer Länge von ca. 900 m dringend zu sanieren. Die Baumaßnahme fand mitten in einem Wohngebiet und teils innerhalb einer Trinkwassersschutzzone statt, zudem war der Baumbestand entlang der Straße streng geschützt. Weitere Herausforderungen betrafen die geforderte Zugänglichkeit von Bushaltestellen und einem Gesundheitszentrum sowie die Einhaltung des Grundgewässerschutzes und die Sanierung eines Hochdükers.
Nach der Entscheidung für eine grabenlose Sanierung beauftragte der Verband die Ingenieurgesellschaft für Rohrleitungssanierung mbH Sachsen (IRS) mit den weiteren Schritten. Den Zuschlag für die Ausführung der komplexen Sanierungsmaßnahme erhielt die DIRINGER & SCHEIDEL Rohrsanierung GmbH & Co. KG als Anwenderin des BlueLine-Rohrleitungssystems zur grabenlosen Sanierung von Druckrohr- und Trinkwasserleitungen.

Digitalisierung

Digitalisierung in der Wasserwirtschaft – Vorteile beim Netzbetrieb in Krisenzeiten

Gerald Landrock , Kamstrup A/S Deutschland, Mannheim

Der Weg zu ZEROWATERLOSS mit digitalen Informations- und
Überwachungssystemen

Manuel Görzel, vonRoll Hydro, Wetzlar

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