Generic filters
FS Logoi

Hausanschlusssanierung: Q-Logger überzeugt im Baustellenalltag

Bei der effizienten Kanalsanierung und nachhaltigen Instandhaltung von Abwassersystemen sind Lösungen gefragt, die durch einfaches Handling und konstant gute Resultate überzeugen.

von | 05.03.18

Vom Imprägniervorgang über die Aushärtung bis hin zur Dichtheitsprüfung erfasst der Q-Logger alle Ergebnisse der Inliner-Sanierung. Foto: Sanierungstechnik Dommel

Sie müssen nicht nur bis ins Detail durchdacht sein, sondern vor allem auch die Arbeiten vor Ort erleichtern und verbessern. Eine solche Entwicklung ist der Q-Logger: Vom Imprägniervorgang, über die Aushärtung bis hin zur Dichtheitsprüfung erfasst das neue Gerät alle wichtigen Zwischenschritte und Ergebnisse der Schlauchliner-Sanierung von Hausanschlüssen und überführt diese in übersichtliche, einheitliche Protokolle. Es ermöglicht so eine umfassende, digitale Dokumentation bei der Instandsetzung. In der Praxis vertrauen u. a. die Unternehmen PKT-Rohr Frei und Sanierungstechnik Dommel auf die Technik des Q-Loggers.
Neue Produkte und Systeme sind meist dann besonders erfolgreich, wenn bei ihrer Entwicklung großer Wert auf die spätere Praxistauglichkeit gelegt wird. Dazu ist es wichtig, dass Experten ihr Knowhow einfließen lassen. Denn sie wissen es am besten: Was erwarten Auftraggeber von modernen Dienstleistungen und welche Lösungen machen die Arbeit auf der Baustelle effizienter? Vor diesem Hintergrund und mit dem Ziel, die Qualitätskontrolle bei der Sanierung von Hausanschlussleitungen zu vereinfachen und zu automatisieren, hat die solutit GmbH vor zwei Jahren in Kooperation mit PKT aus Paderborn das intelligente Dokumentationsgerät Q-Logger konzipiert und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.
Digitale Dokumentation
Im Fokus steht die Dokumentation der Sanierung von Hausanschlussleitungen und ihren einzelnen Schritten. Hierzu kann bereits vorab die Temperatur im Altrohr vom Gerät aufgezeichnet werden, um so Aussagen zur Dauer der Aushärtung treffen zu können. Bei der Produktion des Schlauchliners im Fahrzeug lässt sich dann beispielsweise das Rührwerk – egal, ob es sich um ein elektrisches oder Druckluft-Rührwerk handelt – an den Q-Logger anschließen. Harz und Härter werden im vorgeschriebenen Verhältnis vermengt, Teilabwägungen von festen Gebinden über eine digitale Waage vom System erfasst und die Zeit des Mischvorgangs sowie die Harztemperatur unmittelbar vor dem Imprägnieren des Trägermaterials gemessen. Dies ist wichtig, da die Temperatur ein wichtiger Indikator für die Viskosität und somit vollständige Tränkung bzw. Sättigung des Trägermaterials ist. Hier werden dieselben Parameter wie bei Sanierungsfahrzeugen mit Harzmischanlage geliefert. Eine genaue Dokumentation des Imprägniervorgangs erfolgt über Sensoren an der Walzstraße. Hier werden das Spaltmaß und die Durchläufe des Schlauchliners durch die Anpresswalzen der Imprägnieranlage erfasst. Die angeschlossene Vakuumpumpe wird ebenfalls vom Q-Logger digital dokumentiert. Qualitätsgesichert sind auch die anschließende Inversion und der Aushärtevorgang: Der Temperaturverlauf wird an mehreren Stellen des Sanierungsabschnittes gemessen und so ein gleichmäßiges Aushärten nachgewiesen. Die abschließende Dichtheitsprüfung komplettiert das Ergebnisprotokoll. Alle Daten fließen, inklusive TV-Befahrungen der einzelnen Arbeitsschritte, in eine Datenbank ein. Das System ist zudem für unterschiedliche Kanalsoftware einsetzbar und unterstützt beispielsweise den Datenaustausch im XML-Standard nach DWA-M 150 Typ A oder ISY-BAU.
Das System ist für alle Schlauchliner-Systeme und Aushärtetechniken mit Warmwasser, Dampf und Licht einsetzbar. Die Einbauparameter werden transparent in der Protokollierung über Referenzlinien dargestellt. So hat der Betrachter unmittelbar die Möglichkeit zu prüfen, ob die vorgegebenen Angaben – wie Spaltmaß, Vakuum, Harztemperatur – eingehalten wurden. Dies nutzen viele ausschreibende Stellen, um mit den live erzeugten Daten den Nachweis einer ordnungsgemäßen Maßnahme mit hohem Qualitätsstandard zu bekommen.
Effizientes Arbeiten
Für ausführende Firmen stellt das automatische Erfassen aller relevanten Werte nicht nur eine Arbeitserleichterung dar. Denn auch Verarbeitungsfehler können schneller erkannt und rechtzeitig vermieden werden. „Der Q-Logger bedeutet für unsere tägliche Arbeit vor allem Zeit- und Kostenersparnis bei den Verarbeitungsprozessen sowie bei der oftmals lästigen Datenaufbereitung im Büro“, erklärt PKT-Geschäftsführer Gerhard Michel. Die Transparenz, die geschaffen wird, macht zudem die Fehleranalyse sehr simpel. Beschränkt auf die wichtigsten Parameter ist das Handling denkbar einfach: Die Angaben, die bislang handschriftlich auf Protokollen und Zetteln festgehalten wurden, werden nunmehr in Textfelder übertragen. Danach sind sie mit nur einem Knopfdruck an der gewünschten Stelle einer TV-Software abrufbar, mit der die Mitarbeiter schon seit Jahren vertraut sind. Der Q-Logger arbeitet komplett autark im Hintergrund und benötigt keine Menüführung. Eine weitere Besonderheit besteht darin, dass sich aus der Software des Geräts auch Materialverbrauchslisten automatisch generieren lassen. „Der Q-Logger erleichtert unsere Arbeit ganz entscheidend. Aktuell arbeiten wir damit in drei Fahrzeugen. Ein weiteres wird im Laufe des Jahres hinzukommen“, so Michel. Die kompakte Box, in der die Technik des Q-Loggers untergebracht ist, kann in jedes Sanierungsfahrzeug – unabhängig vom Aufbauhersteller – eingebaut und eingesetzt werden.
Transparente Ergebnisse
Für Auftraggeber bedeutet die umfangreiche Dokumentation einen transparenten Einblick und mehr Sicherheit. Denn nur ordnungsgemäß hergestellte und eingebaute Schlauchliner erreichen eine für Kanalnetzbetreiber technisch und wirtschaftlich akzeptable Lebensdauer. Vermehrt fordern Kommunen daher auch im Bereich der Hausanschlussleitungen eine lückenlose Dokumentation der Arbeitsvorgänge und -ergebnisse für die Schlauchliner-Sanierung. Letztere ist durch den Einsatz des Q-Loggers problemlos möglich. Der Auftraggeber kann leicht erkennen, ob die Einbau- und Herstellungsparameter gemäß Handbuch eingehalten wurden und so ein qualitativ bestmögliches Produkt auf der Baustelle hergestellt wurde. „Das Feedback unserer Kunden und Partner zeigt uns, dass auf Transparenz und technisch einwandfreies Arbeiten natürlich sehr großer Wert gelegt wird. Wir haben den Q-Logger aktuell auf einem Fahrzeug im Einsatz und sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden“, erklärt Benedikt Stentrup, Geschäftsführer der Sanierungstechnik Dommel GmbH.
Kontakt: Sanierungstechnik Dommel GmbH, Hamm, Benedikt Stentrup, Tel. +49 2381 98 764-0, kontakt@sanierungstechnik-dommel.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Premiere für Tag der Kommunen auf der E-world 2026
Premiere für Tag der Kommunen auf der E-world 2026

Am 12. Februar 2026 findet erstmals ein neues Format im Rahmen der E‑world energy & water statt: Mit dem „Tag der Kommunen“ schaffen die Veranstalter von Europas Leitmesse der Energiewirtschaft eine neue Plattform für Städte, Gemeinden und kommunale Unternehmen. Die Veranstaltung bietet kommunalen Akteurinnen und Akteuren wertvollen Input für ihre aktuellen Herausforderungen und Gelegenheit zum Austausch untereinander und mit der Energiebranche.

mehr lesen
38. Oldenburger Rohrleitungsforum: Fernwärme – Herausforderungen für Bestand und Netzausbau
38. Oldenburger Rohrleitungsforum: Fernwärme – Herausforderungen für Bestand und Netzausbau

Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung stellt hohe Anforderungen an die leitungsgebundene Infrastruktur. Fernwärmenetze gewinnen dabei neben dezentralen Lösungen zunehmend an Bedeutung. Zugleich steigt die technische Komplexität in Planung, Bau und Betrieb. Beim 38. Oldenburger Rohrleitungsforum am 5. und 6. Februar 2026 wird Fernwärme daher als eigener Themenbereich aufgegriffen. Im Mittelpunkt stehen Netzausbau und -erhalt, unterschiedliche Sanierungsansätze, die Auswahl geeigneter Materialien sowie der Einsatz digitaler Technologien.

mehr lesen
Digitale Zwillinge und mathematische Modelle für die Energiewende
Digitale Zwillinge und mathematische Modelle für die Energiewende

Die Energiewirtschaft steht vor großen Herausforderungen: Versorgungssicherheit, Klimaneutralität und Effizienz müssen gleichzeitig erreicht werden. Auf der E-world Energy and Water 2026 in Essen zeigt das Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM, wie digitale Technologien und mathematische Modelle diese Transformation beschleunigen. Mit Digitalen Zwillingen schaffen die Forschenden die Grundlage für präzise Analysen, zuverlässige Prognosen und intelligente Regelungen – und damit für eine flexible, nachhaltige und sichere Energieversorgung.

mehr lesen

Publikationen zum Thema

Die Unterschiede der GFK-Schlauchliner – vom Freispiegelkanal zur Trinkwasserleitung

Die Unterschiede der GFK-Schlauchliner – vom Freispiegelkanal zur Trinkwasserleitung

Autor: Von Dr. Nils Füchtjohann
Themenbereich: Rohrleitungstechnik

Bereits über Jahrzehnte sind GFK-Schlauchliner im Abwasserbereich etabliert. Seit wenigen Jahren halten sie auch zunehmend Einzug in den Trinkwasserbereich. Hygienisch, nachhaltig und projektsicher – für die grabenlose Sanierung von ...

Zum Produkt

Kanalquerschnitts- und Profilvermessung in der Praxis

Kanalquerschnitts- und Profilvermessung in der Praxis

Autor: Von Erik Büttner und Ulrich Jöckel
Themenbereich: Rohrleitungstechnik

Nachdem mit 3D-Kameraequipments auch Querschnitte von Abwasserleitungen vermessen werden sollen, wird sich dieser Fachbericht dem Thema widmen. Vielen sind diverse Fachberichte zu Laserscann, photographischen und manuellen Messmethoden bekannt. Ein ...

Zum Produkt

Rheda-Wiedenbrück: Havarie-Konzept für wichtige Abwasserdruckleitung – Anschlussteil selbst entwickelt

Rheda-Wiedenbrück: Havarie-Konzept für wichtige Abwasserdruckleitung – Anschlussteil selbst entwickelt

Autor: Von Henning Winter und Ludger Wördemann
Themenbereich: Rohrleitungstechnik

Fast jede Kommune hat sie: Abwasserdruckleitungen. Und fast jede Kommune hat sie in der Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelt. Doch so langsam kommen viele Druckleitungen in die Flegeljahre. Die KomNetABWASSER-Teilnehmerstadt ...

Zum Produkt