Den Auftrag für die Sanierungsarbeiten erhielt die DIRINGER & SCHEIDEL Rohrsanierung GmbH & Co. KG. Unterstützt wurden die Experten durch das D&S-Kompetenzzentrum Berstlining in Dessau unter der Leitung von Erich Rothkopf. Mit der Ausführung der begleitenden Tiefbauarbeiten wurde die Mittelweser-Tiefbau GmbH & Co. KG betraut. Bei dem angewendeten statischen Berstlining wurde die alte Leitung zerstört und ins umliegende Erdreich verdrängt, während zeitgleich die neuen Rohre eingezogen wurden. All dies geschah in einem Arbeitsgang und noch dazu erschütterungsfrei. „Ein Umstand, der sich insbesondere bei Sanierungsarbeiten in dicht bebauten Gebieten positiv bemerkbar macht“, erklärt Tobias Osenberg, Bauleiter der D&S Rohrsanierung, NL Oldenburg. „Zu den weiteren Vorteilen zählt, dass die Sanierung ohne große Beeinträchtigung von Straßenverkehr und Umwelt erfolgt. Zudem werden die Gesamtkosten aufgrund des geringen Tiefbauaufwandes und der kurzen Bauzeit relativ gering gehalten.“
Kanalnetz wird sukzessive saniert
In den letzten Jahren wurde das vorhandene Kanalnetz der Einheitsgemeinde Beverstedt mit der Kamera befahren und ein Kanalkataster erarbeitet. Die hierin aufgeführten Schadensbilder wurden bewertet und sukzessive anhand einer Prioritätenliste abgearbeitet. Es sei denn, unvorhergesehene Ereignisse setzen den Zeitplan außer Kraft – so wie zum Jahreswechsel: „Aufgrund des Zusammenbruchs eines maroden und jahrzehntealten Kanalabschnittes in der Bahnhofstraße in Stubben wurden einige Haltungen bereits im Dezember 2017 durch Steinzeugrohre ersetzt, bevor die daran anschließenden Haltungen an der L 134 im Sommer 2018 planmäßig mittels Berstlining erneuert werden konnten“, erinnert sich Niemann.
Technisch und wirtschaftlich erste Wahl
Nach gründlicher Analyse der Rahmenbedingungen und der Kalkulation der Kosten hat sich die Gemeinde Beverstedt bei der Sanierung der drei rund 50 m langen Haltungen aus Betonrohren DN 200 für das grabenlose Berstlining entschieden. Hierbei wird im ersten Arbeitsschritt das Berstgestänge vom Startschacht bis zum Zielschacht durch die zu sanierende Leitung vorgeschoben. Im Zielschacht wird der Messerkopf und die Aufweithülse an das Berstgestänge montiert. Hinter der Aufweithülse werden die neuen Rohre – zum Einsatz kamen in Beverstedt Kurzrohre aus Polypropylen (PP) – zugkraftschlüssig verspannt. Diese Verspannung wird für den Einbau jedes neuen Kurzrohres gelöst und anschließend wieder angezogen.
Kommunen bekämpfen Wassermangel durch anhaltende Trockenheit mit fünf Maßnahmen
Sinkende Pegel an Rhein und Donau haben die Wasserversorgung deutscher Kommunen unter Druck gesetzt. Die Stadt Stuttgart hat deshalb seit Ende Juni die Wasserentnahme aus Flüssen und Seen eingeschränkt. Das Umweltministerium Baden-Württemberg hat prognostiziert, dass mehr als die Hälfte der Kommunen im Land den Trinkwasser-Spitzenbedarf bis 2050 unter heutigen Bedingungen nicht mehr decken kann. Deshalb hat Drees & Sommer Maßnahmen für Kommunen und Industrie zusammengestellt, mit denen sich Wasserverluste im Leitungsnetz senken und Ressourcen mehrfach nutzen lassen.






