Starkregen oder Überschwemmungen übersteigen schnell die Kapazität von Kanal und Kläranlage. Selbst Feuerwehreinsätze können den Fremdwassereintrag punktuell erheblich erhöhen. Die Mengen sind schnell erreicht: Starkniederschläge etwa sind mit 17,3 L pro Stunde und Quadratmeter definiert – das ist ein Trinkglas pro Minute.
Fritzmeier Umwelttechnik, ein Hersteller von Kanaleinsätzen und Filtersystemen, hat zum Schutz der Schmutzwasserkanäle einen Gullyeinsatz entwickelt: Coalsi Aquastop. Über seine gummierte Dichtlippe schließt er formschlüssig mit der Kanalwand ab. Laufen große Wassermengen zu, schließen diese den integrierten Siphon. Der Eintrag in den Kanal ist dann auf den Basisabfluss reduziert. Trocken öffnet sich der Siphon wieder, womit das Kanalnetz diffusionsoffen bleibt. Der nur 261 mm tiefe Einsatz aus schlagfestem Kunststoff besteht aus lediglich drei Teilen: Schmutzfang, Dichteinsatz und Schwimmer. Eine Variante ohne Belüftungsfunktion ist ebenfalls erhältlich. Das System ist wartungsfrei.
Mehr dazu unter www.coalsi.de
Prüfverfahren bewertet Zustand alternder Kunststoffrohre
Zahlreiche Kunststoffrohrleitungen aus den 1970er- und 1980er-Jahren haben ihre ursprünglich auf 50 Jahre veranschlagte Mindestlebensdauer erreicht. Netzbetreiber stehen deshalb vor der Entscheidung, ob sie ihre Rohrsysteme weiter nutzen oder sanieren. Um Betreiber bei der Frage zu unterstützen, hat das Kunststoff-Zentrum SKZ ein Prüf- und Analyseverfahren entwickelt. Mit diesem können Netzbetreiber den tatsächlichen Zustand der Rohrsysteme bewerten und Investitionen gezielter planen.






