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Presssystem aus Kunststoff für erdverlegte Rohrleitungen

Mit den von Viega entwickelten Verbindern aus Rotguss lassen sich PE-Rohre in wenigen Sekunden verpressen. Das neue Geopress K-System kombiniert jetzt die Vorteile dieser wirtschaftlichen Technik mit der Sicherheit hochfester Kunststoffverbinder. Die neuen „Geopress K“-Verbinder haben keine Dichtelemente. Sie sind so konstruiert, dass sie innen abdichten. Dadurch kann die Presstechnik auch bei PE-Rohren mit beschädigter Oberfläche eingesetzt werden. Das zeitaufwändige Vorbehandeln entfällt.

von | 18.10.16

Vor über zehn Jahren hat Viega die Pressverbindungstechnik auch für den Rohrgraben entwickelt: Statt PE-Rohrverbindungen von Hausanschlussleitungen zeitaufwändig zu verschweißen, können sie mit „Geopress“ witterungsunabhängig verpresst werden – ohne Rücksicht auf Kälte, Nässe oder Abkühlzeiten. „Geopress K“ ist die konsequente Weiterentwicklung dieses bewährten Programms. Viega hat das bekannte System aus Rotguss um neue Pressverbinder aus einem hochfesten Kunststoff ergänzt.
Innenabdichtende Verbinder
Neben den bekannten Systemvorteilen wie witterungsunabhängiger Verarbeitung, direkter Belastbarkeit nach dem Verpressen und SC-Contur für Zwangsundichtheit im unverpressten Zustand zeichnen sich die neuen Verbinder vor allem durch die Innenabdichtung aus. Damit lassen sich auch Rohre mit beschädigter Oberfläche ohne Vorbereitung verarbeiten. Bisher mussten die Riefen solcher Rohre sorgfältig entfernt werden, um eine zuverlässig dichte Verbindung sicherzustellen. Dank der innenliegenden Dichtfläche lassen sich jetzt Rohre mit Beschädigungen bis zu 10 % der Rohrwandstärke verpressen.
Das neue Viega-System spart aber nicht nur Zeit, sondern ist auch sicherer: Während bei anderen Systemen vor der Verarbeitung auf den einwandfreien Sitz und Zustand des Dichtelements geachtet werden muss, können bei „Geopress K“ Rohr und Verbinder nach dem Ablängen direkt ineinander gesteckt und verpresst werden. Ein Klemmring im Verbinder sorgt nach der Verpressung für einen so längskraftschlüssigen Sitz, dass die Rohrverbindung selbst massive Zugbelastungen unbeschadet übersteht.
Sicherheit durch Sichtfenster
Voraussetzung für eine fachgerechte Rohrverbindung mit dem System „Geopress K“ ist, wie bei allen Verbindungen, die korrekte Einstecktiefe des Rohres.
Um das auf einen Blick kontrollieren zu können, haben die Viega-Verbinder entsprechende Sichtfenster: Stimmt die Einstecktiefe, ist das Rohrende deutlich zu sehen – es kann direkt verpresst werden. Genauso praxisgerecht ist die Prüfung der ordnungsgemäßen Verpressung: Die „Geopress K“-Verbinder verfügen über einen signal-grünen Klemmring, der nach Verpressung sichtbar wird und die erfolgte Verpressung deutlich und dauerhaft anzeigt. Wurde versehentlich eine Verbindung nicht verpresst, tritt über die Viega-typische SC-Contur an dem Verbinder schon bei der Dichtheitsprüfung der Leitung deutlich sichtbar Wasser aus. Bei Gas macht sich die Undichtheit durch einen spürbaren Druckabfall bemerkbar. Die Verbindung kann also noch früh genug fachgerecht verpresst werden, so dass es nicht zu Schäden nach der Inbetriebnahme kommt.
Einfache Verpressung
Verpresst werden die Kunststoff-Verbinder mit den üblichen Viega-Presswerkzeugen, beispielsweise der „Viega Pressgun 5“. Mit nur 3,2 kg Gewicht ist dieses Presswerkzeug im Akku-Betrieb besonders handlich, so dass im Rohrgraben selbst Arbeiten unter beengten Platzverhältnissen mühelos möglich sind. Zur einfachen Installation tragen außerdem die abgestimmten Pressringe für die „Geopress K“-Verbinder bei: Mit einem Handgriff werden sie um die Verbinder gelegt und die Gelenkzugbacke des Presswerkzeugs angesetzt. Die Verpressung kann dann in fast jedem Winkel 360° axial um das Rohr erfolgen.
Vielseitig einsetzbar
„Geopress K“ steht den Verarbeitern als DVGW-zertifiziertes Komplettsystem für Gas- und Wasseranwendungen in Dimensionen bis d 63 zur Verfügung. Neben Kupplungen und Bögen gehören dazu beispielsweise T-Stücke, Reparatur- und Reduzierkupplungen, Anschlussbögen sowie Übergangsbögen und Übergangsstücke mit Gewinde. Ganz bewusst sind auch bei den Kunststoff-Verbindern die Gewinde und Übergangsstücke weiterhin aus Metall. Das gewährleistet bei robuster Handhabung die notwendige Festigkeit der Schraubverbindung. Sowohl die metallenen Werkstoffe als auch die Kunststoffe entsprechen den Anforderungen des Umweltbundesamtes und sind somit hygienisch einwandfrei.
Für Gas und Wasser
Die Verbinder können in Kombination mit PE-80-, PE-100-, PE-RC- und PE-X-Rohren – alle mit der SDR-Klasse 11 – für Trinkwasser- und Gasanwendungen eingesetzt werden. Für Gas-Installationen stehen dabei auch abgestimmte Gasströmungswächter zur Verfügung. Geprüft ist das System gemäß der Technischen Prüfgrundlage DVGW-GW 335-B3 und der Vorläufigen Technischen Prüfgrundlage DVGW-G 5600-2. Für mehr Sicherheit sorgt bei den „Geopress K“-Verbindern der serienmäßig aufgebrachte Traceability-Code nach ISO 12176-4. Hinter diesem Barcode verbergen sich Informationen u. a. zum Hersteller, zur Nennweite, zum Werkstoff und zur Charge. Per Handscanner können also alle wesentlichen Informationen direkt in die Planungsprogramme eingelesen werden. So ist jederzeit die Rückverfolgung der Bauteile möglich.
Anbohrarmaturen passen
Zur schnellen und sicheren Anbindung von „Geopress K“-Hausanschlüssen an die Hauptleitungen hat Viega ein passendes Anschlussstück für die Anbohrarmaturen des Herstellers entwickelt. Es wird mit einem Griff in die Armatur eingesetzt und gewindelos sicher befestigt. Der Verbinder ist aus Kunststoff, der Übergang aus Metall.

Kontakt:
Viega GmbH & Co. KG, Attendorn, Tel. +49 2722 61-0,
info@viega.de, www.viega.de gat/wat 2016: Halle 3, Stand B 2.5

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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