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Bad Oldesloe saniert drei marode Düker erfolgreich mit Schlauchlinern

Trotz widriger Rahmenbedingungen hat alles reibungslos geklappt: In Bad Oldesloe hat die DIRINGER&SCHEIDEL ROHRSANIERUNG GMBH & Co. KG, Niederlassung Oldenburg, zuletzt einen 25 m langen Düker saniert, der in rund 1,50 m Tiefe unter dem Fluss Beste hindurch von der Brunnen-Straße bis in die Bestor-Straße verläuft. Dabei sorgte insbesondere der Zustand der alten Stahlleitung DN 300 für Spannung auf der Baustelle.

von | 20.01.21

Zur Baustelleneinrichtung gehören neben der mobilen Tränke (l.) und einem Sprinter (r.) ein Materialwagen sowieeine Heizanlage zum Aufheizen und Umwälzen des Prozesswassers. Fotos: DIRINGER & SCHEIDEL ROHRSANIERUNG

„Den Sanierungsbedarf für das in den 1960er Jahren erstellte Bauwerk haben wir bereits vor zwei Jahren festgestellt“, erklärt Dipl.-Ing. Telse David, Sachbereich Kanalisation, Stadtwerke Bad Oldesloe. Sein baulicher Zustand ließ jedoch keine belastbaren Aussagen zum Umfang der Schäden zu. „Trotz dieses bautechnischen Hintergrunds haben wir uns für eine grabenlose Sanierung mit einem Schlauchliner entschieden. Ausschlaggebend waren wirtschaftliche Aspekte und die möglichst geringe Belästigung der Anwohner und Geschäfte in der angrenzenden Fußgängerzone“, so David weiter. Eine Entscheidung, die sich bezahlt gemacht hat: Geschützt durch einen gewebeverstärkten PVC-Preliner konnte der vorgesehene Nadelfilzschlauch ohne Probleme in nur 30 Minuten in die Haltung inversiert und danach ausgehärtet werden.
Gemäß den Bestimmungen der Selbstüberwachungsverordnung (SüVO) – sie legt den Mindestumfang der eigenverantwortlichen Überwachungsmaßnahmen für Abwasseranlagen fest – wurden bereits 2018 mehrere Düker im Innenstadtbereich von Bad Oldesloe kontrolliert. „Die Kamerabefahrungen gestalteten sich äußerst schwierig, so dass wir letztlich nicht den vollen Umfang der Schäden dokumentieren konnten. Auf jeden Fall war der Handlungsbedarf offensichtlich“, erinnert sich David. Insbesondere massive Korrosion und Lochfraß hatten den alten Stahlleitungen stark zugesetzt und sorgten u. a. für starken Wassereintritt. Dementsprechend wurden im Vorfeld verschiedene Alternativen geprüft, die von Neubau und Umleitung bis hin zur Sanierungslösung reichten. „Vor dem Hintergrund der schwierigen örtlichen Gegebenheiten und unter Aspekten von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit stellte eine grabenlose Sanierung die wirtschaftlichste Variante dar“, so David weiter.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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