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Sanierung schwimmender Schachtabdeckungen

In Burbach wurden in die Jahre gekommene schwimmende Schachtabdeckungen einer Hauptverkehrsader mit dem flexiblen Epoxidharz FlexyPox der resinnovation GmbH professionell wieder aufgebaut.

von | 22.04.15

Hier wird das Epoxidharz FlexyPox per Spritzbeutel auf den Asphalt aufgetragen

Schachtabdeckungen im Straßenbereich haben es schwer. Tagtäglich donnert tausendfach Personen- und Schwerlastverkehr über sie hinweg. Die Folge: höchste Belastungen für den Schachtrahmen. Eine Abhilfe bieten schwimmende Schachtabdeckungen, die diese Belastungen auf den Straßenoberbau übertragen. Wenn auch diese den Belastungen nachgeben, kann die Lösung blau sein: In Burbach setzt man seit vergangenem Oktober auf das flexible Epoxidharz FlexyPox der resinnovation GmbH.
8000 Fahrzeuge, davon 375 Lkw – das ist die Verkehrsbelastung, der die Carl-Benz-Straße in der Gemeinde Burbach, Kreis Siegen-Wittgenstein, eine Hauptzufahrt zum Gewerbegebiet, täglich ausgesetzt ist. Als die Fahrbahndecke vor zehn Jahren saniert wurde, entschieden die Gemeindewerke Burbach, statt der klassischen aufgemörtelten Schachtabdeckung schwimmende Schachtabdeckungen einzusetzen.
Dabei wird die Schachtabdeckung nicht mit Mörtel auf den Schachtkopf aufgesetzt, sondern ein breiter Rahmen in den Straßenoberbau – im vorliegenden Fall in die Trag-, Binde- und Deckschicht – eingewalzt. Dadurch wird die dynamische Verkehrsbelastung auf den Straßenoberbau übertragen, der Schachtkopf ist entlastet. Der starke Verkehr, der täglich über die Carl-Benz-Straße fließt, hat aber auch diesen schwimmenden Schachtabdeckungen einiges abverlangt. Aufgrund eines Einbaufehlers – schlechte Verdichtung im Einbaubereich durch mangelnde Erfahrung in der Einbauweise der neuartigen Schachtabdeckung – haben sich diese im Laufe der Jahre mit dem Asphalt abgesenkt. Mit doppelt negativen Auswirkungen: Durch die Fahrzeuge, die über die abgesenkten Schachtabdeckungen „holpern“ entstand eine erhebliche permanente Lärmbelästigung für die Anlieger. Zudem hatte sich durch die Absenkung der Kraftübertrag des Verkehrs auf die Abdeckungen noch verstärkt, die Radlasten „fielen“ regelrecht auf die Abdeckungen – die dynamische Belastung war dort punktuell besonders hoch.
Die Gemeindewerke Burbach sind ein zertifizierter Betrieb für die Anbindung von Schlauchlinern mit dem flexiblen Epoxidharz Harz8 der resinnovation GmbH. Meik Pistor, Sachbearbeiter Kanalbau und -betrieb von den Gemeindewerken Burbach, weiß um die Stärken des roten Epoxidharzes, deshalb entschied er sich für die Sanierung zweier besonders sanierungsbedürftiger Schachtabdeckungen für dessen blauen „Kollegen“ FlexyPox, der die gleichen Eigenschaften mitbringt und speziell für die Schachtrahmenregulierung entwickelt wurde. Pistors Mitarbeiter Dieter Pfeil und Thomas Sy waren als zertifizierte Harz8-Anwender auch beim Einsatz von FlexyPox hochmotiviert bei der Sache. Immer offen für etwas Neues brachten sie die Schachtabdeckungen mit Hilfe des flexiblen Epoxidharzes wieder in einen verkehrssicheren Zustand.
Schon die Anwendung brachte Vorteile mit sich. „Wir haben die Abdeckung ausgebaut und mit dem flexiblen FlexyPox als dynamischer Auflage auf die ursprüngliche Höhe gebracht“, fasst Pistor die Sanierung in einem Satz zusammen. Dann betont er, welche Schwierigkeiten sich sonst bei der Sanierung von schwimmenden Schachtabdeckungen ergäben. „Das Anheben von klassischen Schachtabdeckungen, um einen neue Mörtelauflage aufzubringen, ist ein Alltagsgeschäft. Aber eine schwimmende Abdeckung kann man nicht einfach mit einem Schachthebegerät anheben und mit einer neuen Mörtelfuge versehen. Bisher konnten wir den Asphalt in einem solchen Fall nur aufschneiden und anschließend erneuern. Das ist aber ein erheblicher Eingriff in eine intakte Straßendecke. Da wir diese Sanierung aber möglichst zerstörungsfrei erledigen wollten, haben wir die Schachtrahmenauflage im Asphalt mit FlexyPox aufgefüllt und damit erhöht, um die schwimmende Schachtabdeckung wieder auf das Niveau der Straßenoberfläche anzuheben.“
Der große Vorteil: kein Asphaltaufbruch der Straßendecke, keine Zerstörung der Homogenität, keine zusätzlichen Asphaltfugen. Durch diese Reparaturvariante können erstmals auch Abnahme- oder Gewährleistungsmängel zerstörungsfrei beseitigt werden.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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