Wirft man einen Blick unter die Oberfläche, so sieht man: Hier herrscht rege Aktivität: Per Druckluftpistole wird das stark schäumende Polyurethanharz resiFill in abzudichtende Stellen injiziert, um eindringendes Wasser zu stoppen. Aus einer Pastenmischanlage fließt ein pastöses blaues Harz, das dauerflexible Epoxidharz FlexyPox, mit dem die Mitarbeiter der NoDig Support GmbH Berlin/Extertal nach und nach die schier unzähligen Fugen des Mischwassersammlers abdichten. Rote Akzente an den Anschlüssen der Zuläufe verraten, dass hier Harz8 seine Aufgabe erfüllt.
Bereits seit Oktober 2018 läuft die Sanierungsmaßnahme, die im Auftrag der Straßen und Entwässerung Lemgo (SEL) vom Uwe Huber Planungsbüro für Kanaltechnik aus Horn-Bad Meinberg konzipiert wurde und betreut wird. In einem ersten Teilabschnitt durchziehen die mit FlexyPox abgedichteten Fugen den Sammler bereits wie blaue Adern. Hausanschlüsse wurden per Schlauchliner saniert, die Anbindungen mit dem ebenfalls dauerflexiblen Harz8 abgedichtet.
Zwei Schlauchlining-Verfahren sanieren Bremer Mischwasserkanal
Die Swietelsky-Faber GmbH hat in Bremen einen 620 Meter langen Mischwasserkanal saniert und dabei bewusst zwei unterschiedliche Schlauchlining-Verfahren kombiniert: UV-härtendes GFK-Lining und warmhärtendes Synthesefaserlining. Das Bauvorhaben zeigt beispielhaft, warum eine technologieoffene Verfahrensauswahl statt pauschalem Produktlobbyismus über Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit einer Kanalsanierung entscheidet.






