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Weltneuheit: Ein Fahrwagen zum Spachteln, Verpressen und Hutprofilsetzen

Der Hersteller von Kanalrobotern Pipetronics hat die eMULTI Anlage, die den elektrisch angetriebenen Fräsroboter eCUTTER mit dem bewährten PI.TRON Spachtel- und Verpress-System in einer Anlage kombiniert, um eine weitere Funktion erweitert.

von | 24.04.19

Pipetronics Kanalroboter SM300 mit dem neuen Hutzsetzgerät. Animation: Pipetronics

Die Domäne der Kanalroboter von Pipetronics ist neben Fräsarbeiten mit dem eCUTTER das PI.TRON-System, mit dem alle Spachtel- und Verpressarbeiten im Kanal ausgeführt werden können. Seit vielen Jahren bewährt, ermöglicht es ein hochpräzises und flexibles Arbeiten bei der partiellen Reparatur schadhafter Muffen und Risse sowie die Sanierung von Anschlussstutzen in Entwässerungsleitungen. Neben den Funktionen Spachteln und Verpressen kann die gleiche Antriebseinheit jetzt auch für das Setzen von Hutprofilen eingesetzt werden.
Die eMULTI Anlage vereint damit die wichtigsten Funktionen und Reparaturtechniken in einem System. Veranschaulicht werden die Komponenten des Systems nun auch im Markennamen: PI.TRON1 steht für das Hutprofil-Setzgerät, PI.TRON2 für das klassische Spachtel- und Verpress-System und PI.TRON3 für das Gesamtsystem zum Spachteln, Verpressen und Hutprofilsetzen. Die Hutprofiltechnik kommt vor allem zum Einsatz, wenn der Zulauf zum Kanal noch intakt ist und es darum geht, das Rohr – z. B. nach einer Schlauchlinersanierung – kraftschlüssig mit dem Seitenkanal zu verbinden. Dafür wird ein mit Harz getränktes und für den Zulauf konfektioniertes Trägermaterial aus Glas- oder Synthesefaser mit einem speziellen Kanalroboter an den Zulauf gebracht, dort positioniert und mit Wärme schnell ausgehärtet.
Operateur hat optimale Sicht auf den Seitenzulauf – Blase aus robustem gewebeverstärkten Gummimaterial
Für das neu entwickelte Hutsetzgerät hat Pipetronics die Setzbrücke des PI.TRON Schalungssystems modifiziert. Die Antriebe werden jetzt zum Ein-und Ausfahren eines mit Silikon beschichteten Metallschildes genutzt. Das Metallschild ist beheizbar, so kann die Aushärtung des Laminats mit Wärmezufuhr beschleunigt werden. Diese Konstruktion ermöglicht es, das mit dem Hutprofil bestückte Schild beim Einfahren in den Kanal sehr klein zu halten. Der Operateur hat eine optimale Sicht auf den Seiteneinlauf und kann den Roboter genau ausrichten. Für die Positionierung des Hutprofils im Seitenzulauf ist das neue Hutsetzgerät von Pipetronics mit einer länglichen aufblasbaren und ebenfalls beheizbaren Gummiblase ausgestattet. Beim Material dieser Blase hat man sich für ein sehr robustes gewebeverstärkte Gummimaterial entschieden, wie es auch für große Absperrblasen bei der Kanalsanierung verwendet wird. Diese besonders sichere Variante wurde gewählt, um das Risiko zu vermeiden, dass die Blase beim Aufstellen mit Druckluft an einem eventuellen scharfen Hindernis im Kanal beschädigt wird.
„Mit der eMULTI Anlage können Kanalsanierungsfirmen die am häufigsten eingesetzten Reparaturverfahren mit einer einzigen Anlage ausführen. Weltweit werden solche Systeme nachgefragt“ beschreibt Pipetronics Geschäftsführer Christian Noll die Vorteile der Anlage. Die Aufsetzmodule für Spachtelarbeiten, für das Schalungs- und Verpresssystem und das neue Hutsetzgerät nutzen alle den gleichen Fahrwagen. Sie werden einfach auf den Roboter-Fahrwagen aufgesteckt. Sanierungsunternehmen, die bisher mehrere unterschiedliche Systeme vorhalten mussten, können zwischen den Pi.TRON1 bis PI.TRON3 Systemen je nach Anforderungen wählen und damit effizient arbeiten. Die Anlagen können auch nach und nach mit den einzelnen Funktionen nachgerüstet werden. Vorteilhaft ist außerdem, so Noll, dass die Unternehmen ihr Personal nicht auf mehreren Systemen ausbilden müssen. Auch der Aufwand für Service und Wartung sei wesentlich geringer, wenn die Werkstatt nur Ersatzteile für ein System vorhalten muss. „Mit vier Service-Standorten in Deutschland und einem in der Schweiz bieten wir das dichteste Werkstatt-Netz der Branche, das verstehen wir ganz real unter Kundennähe“ so Noll.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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