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Mobile Löschwasser-Behandlungsanlage

Mit der mobilen Löschwasser-Behandlungsanlage hat die Essener Cornelsen Umwelttechnologie GmbH ein Verfahren entwickelt, mit dem PFC-verunreinigte Feuerlöschwasser gereinigt werden können – und zwar direkt am Ort des Brandgeschehens.

von | 26.07.19

Es sind gewöhnliche Übersee-Container, aber im Inneren steckt innovative Umwelttechnologie „made in Essen“: Die von Cornelsen entwickelte „Mobile Löschwasser-Behandlungsanlage“ (MLB) ist in der Lage, PFC-belastete Löschwässer mit Hilfe eines speziellen Verfahrens, der sogenannten PerfluorAd-Technologie, zu reinigen. Die Gefahr einer Verunreinigung der Umwelt durch per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) besteht insbesondere dort, wo Feuerlöschwässer zum Einsatz kommen. In diesem Fall wird die Löschwasser-Behandlungsanlage „mobilisiert“ und zum Brandgeschehen transportiert, damit das aufgefangene PFC-verunreinigte Feuerlöschwasser direkt vor Ort gereinigt werden kann.
Seit Frühjahr 2019 ist die vom Land Nordrhein-Westfalen geförderte Anlage einsatzbereit, seit dem 17. Juli 2019 nun auch offiziell. Vor rund 70 geladenen Gästen nahm Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, die Anlage am Unternehmenssitz von Cornelsen im Gewerbepark Graf Beust in Betrieb. „Ich freue mich, heute hier sein zu können, denn der Aufbau einer Mobilen Löschwasser-Behandlungsanlage ist ein weiteres gutes Beispiel für die Entwicklung neuer Umwelttechnologien und stärkt Nordrhein-Westfalen als Standort für moderne Umwelttechnik“, sagt Ministerin Heinen-Esser.
Jahrelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit
„In der Mobilen Löschwasser-Behandlungsanlage steckt jahrelange Forschungs- und Entwicklungsarbeit“, betont Martin Cornelsen, Geschäftsführender Gesellschafter der Cornelsen Umwelttechnologie GmbH. Seit 2006 entwickelte das mittelständische Unternehmen bekannte Verfahrensansätze weiter, forschte in Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut UMSICHT aus Oberhausen und führte Neuentwicklungen von Verfahren zur Reinigung von mit PFC belasteten Wässern durch. Aus der Forschungskooperation und der mehr als 12-jährigen intensiven Auseinandersetzung mit der Vermeidung und Entfernung von PFC aus der Umwelt sind zwei Verfahrensentwicklungen und mehrere Patente hervorgegangen – bis hin zur Förderung durch das Land Nordrhein-Westfalen. „Die Entwicklung der PerfluorAd-Technologie für die Reinigung von PFC-verunreinigten Wässern ist sowohl ein gutes Beispiel für eine zielführende Kooperation zwischen Forschungsinstituten und KMU’s aus der Metropole Ruhr als auch ein vorbildliches Beispiel für eine aktive Förderung der Umweltwirtschaft in NRW“, so Martin Cornelsen.
Thema „Löschwasser“ beim Praxistag Wasserversorgungsnetze
Dem Thema „Löschwasser“ widmet sich auch der diesjährige 9.Praxistag Wasserversorgungsnetze“ am 7. November 2019 in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen.
Im Themenblock „Netzoptimierung“ referieren Rechtsanwältin Beate Kramer und Dipl.-Ing. Frank Licht (Becker Büttner Held – Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater / Part GmbH, Berlin) über „Löschwasser – der Wasserversorger wird’s schon regeln?“.
Weitere Informationen zum 9. Praxistag Wasserversorgungsnetze sowie das vollständige Vortragsprogramm finden Sie hier. Anmelden können Sie sich hier

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