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Das Prinzip Schwammstadt für Straßenbäume: Regenwasser in nachhaltiger Nutzung

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Autor: Kathrin Mundt

Bäume machen Städte grün, spenden Schatten und sorgen für gute Luft. Angesichts von Versiegelung, Platzmangel, Verkehrsdichte und zunehmenden Dürrephasen ist es deshalb notwendig, sich um das Wohlergehen von Stadtbäumen zu kümmern. Einen Ansatz bietet das sogenannte Schwammstadt-Prinzip, bei dem Regenwasser lokal aufgenommen und gespeichert wird, anstatt es zu kanalisieren und abzuleiten.

In Deutschland wird es tendenziell immer wärmer. Der Anstieg der Jahrestemperatur geht einher mit immer länger andauernden Dürreperioden, in denen der Boden hart wird und verkrustet. Die Niederschläge, die im Sommer ohnehin häufig kurz und heftig sind und schnell verdunsten, fließen dann einfach an der Oberfläche ab, ohne in das Erdreich einzusickern. Die Folge: Bäume leiden zunehmend unter den Folgen des Wassermangels. Daher steht in vielen Städten der Wasserhaushalt der Bäume weit oben auf der Agenda. Sie spenden Schatten und kühlen durch Wasserverdunstung die Umgebungsluft. Das hierzu benötigte Wasser wird allerdings zunehmend knapper. Deshalb besteht Handlungsbedarf. Stadtplaner sind dabei, Lösungsansätze und zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln. Eines davon ist das sogenannte Schwammstadt-Prinzip. Dabei wird anfallendes Regenwasser in Stadtgebieten lokal aufgenommen und gespeichert, anstatt es zu kanalisieren und abzuleiten.

Das Schwammstadt-Prinzip

Quelle: Zukunftsinitiative Klima.Werk

Die Bewässerung von Baumstandorten lässt sich gerade im städtischen Bereich – etwa in der Nähe von Verkehrsflächen (z. B. Parkplätzen) – mit Funke-Produkten optimieren. Diese erfolgt beispielsweise über eine Funke Sedimentationsanlage mit nachgeschalteter KS­-Bluebox®. Das Niederschlagswasser gelangt über einen Straßenablauf in die Sedimentationsanlage, in der eine Vorreinigung und Rückhaltung von abfiltrierbaren Stoffen (AFS) nach DWA-A 102 erfolgt (Rückhalt AFS 72%, AFS63 55%). Das gereinigte Wasser wird in einer einlagig ausgelegten KS-Bluebox® mit DIBt-Zulassung gespeichert und über einen Drosselschacht DN 1000 in HS®-­Kanalrohren und HS®­-Vollsickerrohren zum Baumstandort geführt und dort versickert. Bei einer solchen flachen Anordnung kann auf Pumpen und die Zuführung von Fremdenergie verzichtet werden. Die Verwendung der KS-­Bluebox® erlaubt eine Wasserzugabe über den Inspektionsblock während Trockenperioden bzw. auch eine Wasserentnahme nach Regenereignissen. Alternativ sind unmittelbar am Baumstandort auch D-­Raintank 3000®­-Elemente statt der HS®­-Vollsickerrohre einsetzbar. Wenn höhere Behandlungsgrade gefordert werden, kann anstelle der Sedimentationsanlage auch die D-­Rainclean®-Sickermulde mit DIBt-Zulassung eingesetzt werden (Rückhalt AFS 99%, AFS63 > 80 %). Über einen Notüberlauf zwischen der Sedimentationsanlage und der KS-Bluebox® kann Niederschlagswasser in einen Vorfluter, in einen Regenwasserkanal oder in eine Versickerungsrigole abgeleitet werden, sofern die KS­-Bluebox® gefüllt ist und es trotzdem weiter regnet.

In Zukunft digital

Anstatt eines Drosselschachtes mit permanentem Drosselabfluss kann ein Steuerschacht eingebaut werden. Feuchtesensoren im Bereich der Baumscheiben geben Aufschluss über die Notwendigkeit zur Bewässerung. Weitere Datenquellen sind z. B. Niederschlagsdaten, Wettervorhersage, Baumdaten und Satellitendaten, die über ein cloudbasiertes System verarbeitet werden. Die Ventile im Steuerschacht werden dann bei Bedarf geöffnet und die Bäume unterirdisch mit Regenwasser versorgt. Die Funkübertragung kann über LoRaWAN oder NB-IoT erfolgen.

Weitere Informationen finden Sie hier

 

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