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Das flexible Rohr für Primus Line® Overland Piping wird motorgestützt von der Trommel abgerollt
Bild: Rädlinger Primusline

Doppelter Einsatz für Primus Line®

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Autor: Kathrin Mundt

In Südfrankreich nutzt Betreiber KEM ONE das System Primus Line® zur Sanierung einer Sole-Transportleitung und für eine Bypass-Lösung. Diese stellt die Versorgung der Produktionsstätte während der Sanierung sicher.

KEM ONE, einer der größten Vinylhersteller Europas, saniert einen 8 km langen Abschnitt seiner insgesamt 92 km langen Transportleitung für Sole zwischen Saline und Produktionswerk in Südfrankreich. Aus der Sole gewinnt KEM ONE Grundstoffe zur Produktherstellung. Um diese Versorgung und damit die Produktion aufrechtzuerhalten, wird die Transportleitung in acht Abschnitten von je 1 km saniert und jeder Sanierungsabschnitt mit einem Bypass überbrückt. Pro Abschnitt ist ein Realisierungszeitraum von einem Monat veranschlagt. Das gesamte Projekt erstreckt sich auf 18 Monate bis Anfang 2024.

Die Transportleitung DN 300 aus Stahl verläuft durch das Natura 2000-Schutzgebiet der Camargue: Sicherer Transport und Umweltschutz haben höchste Priorität. Die Entscheidung für Primus Line® basierte sowohl auf finanziellen als auch organisatorischen Aspekten: Die Kombination aus Sanierung mit einem grabenlosen System und Aufrechterhaltung des Betriebs per Bypass ist wesentlich kostengünstiger als die Neuverlegung der Transportleitung in konventioneller Bauweise. Die grabenlose Methode vereinfachte außerdem erheblich das Genehmigungsverfahren.

Die Idee, grabenlos und mit Bypässen zu arbeiten, entwickelte Primus Line-Installationspartner Altero Travaux Publics gemeinsam mit den Primus Line-Experten und einem lokalen Ingenieurbüro. Die regionale Direktion des Ministeriums für den ökologischen Übergang validierte das Konzept.

Der Primus Liner zur Sanierung der Sole-Transportleitung läuft von der Trommel in die entsprechende Baugrube. Links im Bild das Verbindungsstück für den Bypass

Zur Installationsvorbereitung wurden Ventile in entsprechenden Kammern eingebaut, um isolierte Abschnitte gleicher Länge zu erhalten. Der 1.000 m lange Bypass wird dorthin gebracht, ausgerollt, angeschlossen und in Betrieb genommen. Anschließend entfernt das Team die Muffen in den Ventilkammern und zieht den Primus Liner DN 300 PN 25 zur Sanierung in das Stahlrohr des entsprechenden Abschnitts ein. Nach Reinigung und Wiederaufrollen des temporären Bypasses ist er bereit für den nächsten Abschnitt. Als Bypass dient das Primus Line® Overland Piping System, in diesem Fall ein flexibles Rohr DN 300 mit einem projektierten Betriebsdruck bis zu 16 bar und den entsprechenden Verbindern. Jeder Bypass wird entlang der vorhandenen Pipeline und des Wirtschaftswegs verlegt.

Das Primus Line® Overland Piping System wurde speziell für den sicheren temporären oberirdischen Transport anspruchsvoller und potenziell gefährlicher Medien entwickelt. Das flexible Rohr wird auf einer Trommel zum Einsatzort geliefert, was in Kombination mit seinem geringen Eigengewicht Lager- und Transportkosten spart.

Zur Installation von Primus Line® Overland Piping ist nur wenig Ausrüstung erforderlich, was den CO2-Fußabdruck vor Ort beträchtlich verringert. Sensible und geschützte Gebiete werden durch die Verlegung nicht beeinträchtigt – eine umweltschonende Lösung.

„In Frankreich sind wir die ersten, die Primus Line® Overland Piping einsetzen und dann noch in Kombination mit einer Sanierung mit Primus Line®,“ resümiert Mathieu Bernardini, Pipelines Manager bei KEM ONE. „Die Sanierung einer 8 km langen Leitung ohne oder zumindest mit nur sehr wenigen Bauarbeiten ist tatsächlich etwas Neues. Historisch gesehen sind wir Rohrleitungsbauer eher dem Stahl zugetan. Aber wir dürfen uns den neuen Technologien nicht verschließen.“

 

Link zum Projekt-Video

(Quelle: Rädlinger Primusline)

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