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DWA-Klimapreis 2025: Herten begeistert mit blau-grüner Stadtentwicklung

Eine beispielhafte Verbindung von Stadtgestaltung, Klimaanpassung und sozialem Mehrwert – mit ihrem Projekt "Der Park kommt in die Stadt" überzeugte die Stadt Herten die Jury der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) und ist Gewinnerin des DWA-Klimapreises 2025. Den zweiten Platz belegt die Stadt Göttingen mit einem praxisnahen Konzept zur privaten Starkregenvorsorge, gefolgt von der TU Darmstadt, die mit ihrer innovativen Regenwasserbewirtschaftungsanlage am Campus Lichtwiese punktete.

von | 22.09.25

Stadtbaurätin Janine Feldmann (5. v. l.) nahm den 1. Preis für die Stadt Herten entgegen.
Foto: Jan-Philipp Burmann / City-Press GmbH Bildagentur

Mit dem Klimapreis würdigt die DWA herausragende Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung. Schirmherr ist der bekannte Dipl.-Meteorologe und Klimaexperte Sven Plöger. Im Fokus des DWA-Klimapreises stehen Projekte, die zeigen, wie technische Innovation, Wirtschaftlichkeit und ökologische Verantwortung erfolgreich zusammenspielen können – und wie die Wasserwirtschaft aktiv zum Klimaschutz und zur Bewältigung des Klimawandels beiträgt. Die DWA zeichnet mit dem Klimapreis ausschließlich realisierte Maßnahmen mit Leuchtturmcharakter aus. Die mit den Projekten verbundenen Maßnahmen müssen innovativ und übertragbar sein, um auch in anderen Regionen oder Siedlungen realisiert zu werden. Leuchtturmprojekte stehen für die großartigen Möglichkeiten – Klimaschutz und Klimaanpassung müssen aber in die Fläche kommen.

„Das Projekt der Stadt Herten zeigt eindrucksvoll, wie eine wasserbewusste Stadtentwicklung zur Klimaanpassung beiträgt und das Leben der Menschen vor Ort spürbar verbessert. Die Kombination aus Entsiegelung, Begrünung und intelligenter Regenwassernutzung ist wegweisend für Kommunen in ganz Deutschland“, so Dr. Lisa Broß, Bundesgeschäftsführerin der DWA.

 

1. Platz: Stadt Herten – „Der Park kommt in die Stadt“

Die Stadt Herten überzeugte mit der klimaangepassten Umgestaltung der Ewaldstraße und des Place d’Arras. Eine vormals versiegelte Innenstadtfläche wurde in einen grünen, lebendigen Stadtraum verwandelt. Ein unterirdischer Speicher ermöglicht die nachhaltige Nutzung von Regenwasser zur Bewässerung, während Wasserspiele und Begrünung die Aufenthaltsqualität deutlich steigern. Die Maßnahme entlastet das Mischwasserkanalsystem bei Starkregenereignissen und ist ein herausragendes Beispiel für die wasserbewusste Stadtentwicklung. Das Projekt kombiniert auf herausragende Weise die notwendige Anpassung an den Klimawandel mit einer Verschönerung des Stadtbildes und der Steigerung der Lebensqualität.

2. Platz: Stadt Göttingen – „Starkregenvorsorge in Göttingen“

Die Stadt Göttingen erhält den zweiten Platz des DWA-Klimapreises für ihr umfassendes Konzept zur privaten Starkregenvorsorge. Mit einer webbasierten Gefahrenkarte, kostenloser Vor-Ort-Beratung und einem städtischen Klimafonds zeigt Göttingen, wie Bürgerinnen und Bürger aktiv in die Klimaanpassung eingebunden werden können. Über 600 Beratungen seit Projektstart belegen die hohe Akzeptanz des Projektes in der Stadt.

3. Platz: TU Darmstadt – „Regenwasserbewirtschaftungsanlage für die nachhaltige Wassernutzung“

Die Technische Universität Darmstadt belegt den dritten Platz mit ihrem innovativen Regenwassermanagement am Campus Lichtwiese. Die intelligente Kombination aus Versickerung, Brauchwassernutzung und Begrünung verbessert das Mikroklima, fördert die Grundwasserneubildung und schafft zugleich ein Naherholungsgebiet für Studierende und Anwohnende. Das Projekt ist Teil eines Forschungsansatzes zur künstlichen Grundwasserneubildung und wird vom Fachgebiet Hydrogeologie wissenschaftlich begleitet. Im „Living Lab“ werden kontinuierlich Daten zur Wasserqualität und zum Grundwasserspiegel gesammelt. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen der weltweiten Grundlagenforschung zur Trinkwasserbereitstellung.

(Quelle: DWA)

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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