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Größter Liner-Einzug in der Grazer Innenstadt

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Autor: Kathrin Mundt

Größter Liner-Einzug in der Grazer Innenstadt
Unter anderem wurde ein Eiprofil 1200/1800 mm mit Installationslängen bis zu 70 m mittels GFK-Liner renoviert. Das Materialgewicht betrug bis zu 10 t bei einem Umfang von 4,86 m und einer Wandstärke von 12 mm. Quelle: Rti

In den vergangenen Wochen war das Unternehmen RTi erfolgreich im Herzen der steirischen Landeshauptstadt Graz, Österreich, tätig und sanierte dort große, rund 100 Jahre alte Mischwasser-Kanäle. Im Zuge dieses Projekts wurde u.a. der größte Liner in der Firmengeschichte von RTi eingebaut.

Grabenlose Sanierung

Der 600 m lange Sanierungsabschnitt lag in der Elisabethstraße, einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße in der Grazer Innenstadt, zwischen dem Glacis und dem Leonhardgürtel. Nur der Einsatz von grabungsfreien Technologien ermöglichte die Umsetzung des Projekts ohne umfangreichere und langwierige Straßensperrungen. Um die Belastung von Anrainern und Verkehrsteilnehmern zusätzlich zu minimieren wurde ein beträchtlicher Teil der Arbeiten in den Nachtstunden durchgeführt.

Der 600 m lange Sanierungsabschnitt lag in der Elisabethstraße, einer stark befahrenen Hauptverkehrsstraße in der Grazer Innenstadt

Rekord in der Firmengeschichte von RTi

Die in 6 m Tiefe verlegten Mischwasserkanäle wurden von RTi teils mittels Schlauchlining-Technologie, teils mit manuellen Reparatur- und Beschichtungsverfahren saniert. Unter anderem wurde ein Eiprofil 1200/1800 mm mit Installationslängen bis zu 70 m mittels GFK-Liner renoviert. Zum Einsatz kam ein Saertex S+ Premium Liner mit einer Endwandstärke von 12 mm und einem Materialgewicht von etwa 10 t. Ein Rekord in der Firmengeschichte von RTi.
Andere Abschnitte des Mischwassersammlers wurden mittels manueller Reparaturverfahren instandgesetzt. Ziel war das kraftschlüssige Verpressen von Rissen, das Stoppen von Fremdwassereintritten, sowie die strukturelle Ertüchtigung der Bausubstanz mittels mineralischer Beschichtung. Die Bereiche, in denen eine großflächigere Schädigung des Bestands vorlag, wurden daher im Nassspritzverfahren mit KS1 der Firma Ergelit beschichtet.
Desweiteren kam in den Zulaufkanälen, bedingt durch schwierige Einbaubedingungen wie Bögen und Dimensionswechsel, auch ein Nadelfilzliner der Firma NordiTube zum Einsatz.

Bereiche, in denen eine großflächigere Schädigung des Bestands vorlag, wurden im Nassspritzverfahren mit KS1 der Firma Ergelit beschichtet

Schwierige Rahmenbedingungen

In der Vorbereitung der Sanierungsmaßnahmen waren die Techniker von RTi mit beträchtlichen Herausforderungen konfrontiert. Einerseits musste ein Trockenwetterabfluss von bis zu 200 l/s permanent umgepumpt werden. Dazu wurde die erforderliche Pumpentechnik installiert und eine PE-Druckrohrleitung hergestellt, die streckenweise über ein Baugerüst verlegt wurde und schließlich in einen oberhalb des Sanierungsbereichs liegenden Nebensammler ausmündete. Andererseits befand man sich teilweise im Nahbereich von alten Platanen, die von Kaiserin Elisabeth („Sissi“) im 18. Jahrhundert gepflanzt wurden (deshalb „Elisabethstraße“) und unter striktem Schutz stehen, was die Bauarbeiten zusätzlich erschwerte.

Einwandfreie Abwicklung

Fazit des Projektes: Eine derart komplexe Aufgabenstellung erfordert akribische Arbeitsvorbereitung und detaillierte Ausführungsplanung. Nur dann ist ein reibungsloser Bauablauf und die Einhaltung von eng angesetzten Ausführungsterminen zu gewährleisten. Als erfahrener Rohrsanierungsspezialist mit einem breiten Spektrum an technischen Möglichkeiten ist RTi der richtige Partner, um ein Projekt in dieser Größenordnung und mit solch hohen Herausforderung einwandfrei abzuwickeln. Entsprechend zufrieden ist sowohl der Auftraggeber, die Graz Holding, als auch das planende Ingenieurbüro Lugitsch.

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