Städte und Gemeinden setzen gegen Geruchsbelästigungen aus dem Abwassernetz zunehmend auf Kanalfilter. Die coalsi GmbH aus Großhelfendorf hat dafür ein System entwickelt, das zwei Funktionen kombiniert: die Neutralisation von Abwassergeruch und den Erhalt der natürlichen Belüftung im Kanalstrang. Der Hersteller sieht darin einen Beitrag zum langfristigen Schutz der Kanalinfrastruktur.
Gerüche an Schächten und Straßenabläufen treten vor allem bei warmer Witterung auf. Ursachen sind häufig die Stilllegung kleiner Kläranlagen oder die Umstellung auf längere Druckleitungen. In beiden Fällen fehlt dem Kanal der Luftaustausch.
Bleibt die Belüftung aus, entstehen korrosive Bedingungen durch Schwefelwasserstoff. Diese verkürzen die Lebensdauer von Schächten und Kanalbauwerken. Das System von coalsi soll genau das verhindern.
Kombination aus Filtermatte und Siphon verhindert Verstopfung
Herkömmliche Filtersysteme verschmutzen oder versotten im Laufe der Zeit. Dadurch sinkt der Luftaustausch stufenweise. Die PU-Schaummatte mit Aktivkohlebeaufschlagung des Herstellers bleibt dagegen formstabil und luftdurchlässig. Sie setzt sich nicht zu und bildet keinen Fremdkörper im Kanal.
Der Aufbau aus geschäumter Filtermatte und Siphon hält die Aktivkohlefilter trocken. Das verhindert die Verschmutzung, die bei anderen Systemen zu Funktionsverlusten führt. Die Filterleistung bleibt über die Einsatzdauer konstant.
Gerüche werden laut Hersteller unmittelbar nach dem Einbau neutralisiert. Ein Eingriff in die Kanalisation ist dafür nicht erforderlich.
Austausch der Filtermatte ohne Spezialwerkzeug möglich
Die Filtermatte lässt sich innerhalb weniger Sekunden austauschen. Spezialwerkzeug oder Arbeiten am Schacht sind dafür nicht notwendig. Das reduziert den Wartungsaufwand im laufenden Betrieb.
Die Aktivkohle ist fest in die Matte eingebunden und liegt nicht als loses Schüttgut vor. Gefertigt werden die Filtermatten in Deutschland. Der Hersteller setzt eine dotierte Aktivkohle sowie eine standardisierte Fertigung ein, um gleichbleibende Filterleistungen zu erzielen.
Nach dem Ende der Einsatzzeit können die Matten im Hausmüll entsorgt werden.
Kommunen sparen bauliche Eingriffe in das Kanalnetz
Für Kommunen ergibt sich daraus ein wirtschaftlicher Effekt. Statt Belüftungsanlagen zu errichten oder baulich in das Kanalnetz einzugreifen, lassen sich Geruchsprobleme gezielt an einzelnen Schächten oder Straßenzügen beheben. Die natürliche Belüftung des Kanals bleibt dabei erhalten.






