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Kreislaufwirtschaft: Übergabe einer Multilagen-Extrusionsanlage an Uni Paderborn

An der Uni Paderborn haben Ende Mai Vertreter von GF Piping Systems und der Kunststofftechnik Paderborn (KTP) gemeinsam die Übergabe einer Multilagen-Extrusionsanlage sowie die damit verbundene Vertiefung der gemeinsamen Kooperation in den Gebieten Recycling und innovative Extrusionsverfahren bei Kunststoffen gefeiert.

von | 04.06.24

Die offizielle Übergabe der Extrusionsanlage. v.l.n.r: Dr.-Ing. Otto Skrabala (GF), Dr.-Ing. Florian Brüning (KTP), Prof. Dr.-Ing. Volker Schöppner (KTP), Uwe Grebe (GF), Timm Rempel (KTP)
Foto: GF Piping Systems

Die Extrusionsanlage ermöglicht die Verbindung unterschiedlicher Materialien zu 3- bis 4-lagigen Rohren die z. B. in der Innenschicht aus Rezyklat oder Mahlgut bestehen. Foto: GF Piping Systems

Die Anlage soll von den Projektpartnern gemeinsam betrieben werden und so die Grundlage für eine Optimierung von Prozessen und die Untersuchung möglichst schonender Produktion von Rohrleitungssystemen bilden. Das KTP als eines der renommiertesten Institute auf dem Gebiet der Extrusion in Deutschland wird sich hierbei auf den Bereich des mechanischen Recyclings fokussieren und die neue Maschine auch als Bestandteil des Lehrplans bei der modernen Ausbildung der Studierenden im Bereich Maschinenbau nutzen.

Uwe Grebe, Geschäftsführer der Extrusionsexperten von GF DEKA, konnte im Rahmen der Feierlichkeiten noch tiefergehend den Aufbau sowie die Nutzung des Extruders erklären und sich mit Oberingenieur Dr.-Ing. Florian Brüning vom KTP dazu austauschen.

„Bei der Anlage des Herstellers Collin handelt es sich um eine Technikums-Linie zur Herstellung von 3- oder 4-lagigen Rohren. Verschiedene Materialströme werden in einem Wendelverteiler zusammengelegt. Sie eignet sich damit besonders für die Erprobung neuer innovativer Werkstoffe und weiterentwickelter Extrusionsverfahren. Die Maschine ist so konzipiert, dass sie große Freiheiten bei der Kombination unterschiedlicher Materialien mit veränderlichen Schichtdicken ermöglicht.“

Durch die Wiederverwendung von Kunststoffen Mehrwerte schaffen

Das KTP wird als wichtiges Zukunftsfeld den Einsatz von Recyclingmaterial für die Kreislaufwirtschaft untersuchen. Foto: GF Piping Systems

Auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft seien moderne Technologien gefragt, die eine bessere Kontrolle und Steuerung bei der Produktion sowie der anschließenden effizienten Verwendung der Materialien ermöglichen. Das KTP plant deshalb, den Einsatz von Recyclingmaterial für die Kreislaufwirtschaft zu untersuchen, z. B. wie für eine möglichst hohe Wiederverwendungsquote die Technik sowie die Prozessregelungen auf die schwankenden Eigenschaften von bereits genutztem Material angepasst werden müssen.

Ressourcenschonung mit „ambitionierten Nachhaltigkeitszielen“ hat für GF Piping Systems eigenen Angaben zufolge ebenfalls einen hohen Stellenwert.

„Wir setzen auf Kunststoff als nachhaltiges und gleichzeitig hocheffizientes Material für unsere Durchflusslösungen. Wir wollen zeigen, wie moderne Materialien kombiniert mit innovativen Technologien im Sinne der Nachhaltigkeit Verbindungen fürs Leben schaffen. Bei diesem Unterfangen unterstützen wir natürlich auch gleichgesinnte, verlässliche Forschungspartner wie das KTP“, sagte Otto Skrabala, Head of Technology Center bei GF Piping Systems, bei der Übergabe der Anlage.

Spezialisierung von Nachwuchskräften fest im Blick

Die sich verändernden Anforderungen an die Ausbildung von Nachwuchskräften und Spezialisierungen habe man bei GF DEKA fest im Blick, ergänzt Uwe Grebe im Gespräch mit Prof. Dr. Schöppner. Eine fundierte Ausbildung könne dem Fachkräftemangel grundlegend entgegenwirken und sei ungemein wichtig für „qualitativ hochwertige Arbeit in Deutschland“, womit nun auch in Paderborn ein Beitrag geleistet werde.

(Quelle: GF Piping Systems)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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