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Kritische Infrastruktur: Elektronische Schließsysteme immer relevanter

Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz im Januar plant die Bundesregierung schärfere Vorgaben, um zentrale Versorgungsbereiche besser zu schützen. Damit rücken neben der IT-Sicherheit auch physische Sicherheitsmaßnahmen, Zutrittsorganisation und Gebäudesicherung stärker in den Fokus der Betreiber.

von | 19.02.26

Sensible Bereiche sollen mit einer flexiblen Vergabe der Zutrittsrechte geschützt werden
Foto: Winkhaus

Zur kritischen Infrastruktur zählen unter anderem Strom- und Wasserversorgung, Verkehrs- und Telekommunikationsnetze, Gesundheitseinrichtungen sowie bedeutende Industriebetriebe, wie die

Aug. Winkhaus SE , Hersteller von Systemlösungen für Fenster und Türen sowie intelligente Zutrittsorganisation, festhält. Während bisher häufig Cyber-Sicherheit im Mittelpunkt gestanden habe, rücke zunehmend die Gefahr unbefugten Zutritts in sensiblen Bereichen in den Vordergrund. In komplexen Strukturen mit wechselnden Dienstleistern, verschiedenen Nutzergruppen und hoher Personalfluktuation stießen klassische mechanische Schließsysteme bei Verwaltung, Aktualisierung und Kontrolle von Zutrittsrechten oft an ihre Grenzen.

Elektronische Zutrittsverwaltung gewinnt an Relevanz

Elektronisches Schließsystem blueEvo. Foto: Winkhaus

Elektronische Schließsysteme erlaubten eine zentrale, flexible Verwaltung von Zutrittsrechten und könnten diese zeitlich wie räumlich differenziert zuweisen, so Winkhaus weiter. Anpassungen bei Personalwechseln ließen sich kurzfristig umsetzen, verlorene Identmedien könnten gesperrt werden, ohne dass Schließzylinder oder Schlösser ausgetauscht werden müssten. Digitale Protokollfunktionen ermöglichten zudem eine lückenarme Nachverfolgung von Zutrittsereignissen, was die Transparenz in sicherheitskritischen Umgebungen erhöht.

„Mit blueEvo verfolgen wir einen ganzheitlichen Ansatz für Anwendungen in sicherheitskritischen Bereichen“, so Dr.-Ing. Volker Brink, Leiter Produktmanagement Zutrittsorganisation bei Winkhaus. „Neben technischen Schutzmaßnahmen war es uns wichtig, eine Lösung zu entwickeln, die Betreiber bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen unterstützt. Gleichzeitig war unser Ziel, die Systeme möglichst automatisiert und einfach bedienbar zu gestalten.“

Mit der europäischen NIS-2-Richtlinie stiegen die regulatorischen Anforderungen an Betreiber kritischer Infrastrukturen weiter, wie Winkhaus festhält. Sie müssten nachweisen, dass geeignete Maßnahmen zum Schutz vor physischen und digitalen Angriffen getroffen wurden. Elektronische Zutrittsorganisationen könnten dabei helfen, diese Vorgaben systematisch umzusetzen, indem sie technische Sicherheitsfunktionen mit einer strukturierten, revisionsfähigen Verwaltung von Zugangsberechtigungen miteinander verknüpften.

Betriebssicherheit auch bei Störungen

Ein weiterer Aspekt betreffe die Funktionsfähigkeit im Störungsfall. Moderne elektronische Schließsysteme könnten Zutrittsberechtigungen lokal in Steuerzentralen oder Zutrittslesern speichern, sodass der Zugang auch bei vorübergehenden Netzwerkausfällen für einen definierten Zeitraum aufrechterhalten bleibe. Ergänzende Sicherheitsarchitekturen dienten dem Schutz sensibler Daten und sollen unberechtigte Zugriffe sowie Manipulationsversuche erschweren.

Elektronische Zutrittslösungen kämen bereits heute in Versorgungsunternehmen, kommunalen Einrichtungen und der Logistik zum Einsatz, so der Sicherheitsexperte. Die intensivierte Diskussion um den Schutz kritischer Infrastrukturen und neue gesetzliche Vorgaben deuteten darauf hin, dass digitale Schließ- und Zutrittssysteme künftig eine noch wichtigere Rolle in integrierten Sicherheitskonzepten spielen werden. Für Betreiber entwickelten sie sich damit zu einem zentralen Baustein, um physische Sicherheit, organisatorische Anforderungen und regulatorische Vorgaben in Einklang zu bringen.

(Quelle: Aug. Winkhaus SE)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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