Der maritime Dauerbetrieb der Aquakulturanlagen stellt bedingt durch Salzwasser, UV-Strahlung, Temperaturwechsel und mechanische Belastungen hohe Anforderungen an die eingesetzten Materialien. Eingesetzt wird PE 100-RC, das eine hohe Beständigkeit gegenüber langsamem Risswachstum und Kerbbeanspruchung bietet und damit zusätzliche Sicherheit für großvolumige Anlagen schafft. Polyethylen ist korrosionsbeständig, sodass zusätzliche Schutzmaßnahmen entfallen.
Die Behälter bestehen aus einer doppelwandigen, verschweißten Sandwich-Konstruktion aus großformatigen PE-Platten. Diese werden vor Ort gebogen und mittels Heizelement-Stumpf- sowie Extrusionsschweißung verbunden. Großformate reduzieren die Schweißnahtlänge und sichern eine hohe Verbindungsqualität im Offshore-Einsatz. AGRU lieferte rund 600 Tonnen PE-100-RC-Platten sowie Druckrohre DN 1200.
Das System technisch und biologisch geschlossen. Seewasser wird aus Tiefen von 45 bis 50 m entnommen und gefiltert, wodurch Parasitenbelastung reduziert und stabile Temperaturbedingungen genutzt werden. Feststoffe werden gezielt abgeführt, während glatte PE-Oberflächen Reinigung und Hygiene erleichtern. Ein integrierter Strömungskanal sorgt für gleichmäßige Strömungsverhältnisse.
Projekt und Umsetzung
Das „Closed-Containment-Konzept“ stammt von FishGlobe, die Umsetzung erfolgte durch Bluegreen. Ende September 2025 wurden die Anlagen im norwegischen Frier Vest zu Wasser gelassen und anschließend an ihrem Bestimmungsort in Saudi-Arabien überführt.
Die Agru Kunststofftechnik begleitete das Projekt als Werkstoff- und Systempartner von der Planung bis zur Umsetzung. Parallel entsteht mit der FishGlobe 30K die bislang größte Anlage mit 30.000 m³.
„Die enge Zusammenarbeit und das tiefe Verständnis von Agru für die Herausforderungen von Kunststoffprodukten in maritimen Umgebungen haben maßgeblich zur erfolgreichen Umsetzung beigetragen“, sagt Albert Lueghamer, Head of Technical Department bei Agru.
(Quelle: Agru)






