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MAN nutzt Fernwärme zur CO₂-Reduktion

MAN Truck & Bus treibt die Dekarbonisierung seiner Produktionsstandorte konsequent voran. In Nürnberg wurde gemeinsam mit dem Energieversorger N-Ergie die Wärmeversorgung des Werks auf Fernwärme umgestellt – ein wichtiger Schritt in Richtung Klimaneutralität. Um die komplexen technischen Anforderungen zu erfüllen, kamen kompakte Regelventile zum Einsatz.

von | 13.03.26

Segmentplattenventile zur Saugdruckhaltung
Bild: MAN Truck & Bus SE / Schubert & Salzer Control Systems GmbH

„MAN an unser Fernwärmenetz anzuschließen war damals ein heikles und heiß diskutiertes Thema, weil das Vorhaben nicht mit den Technischen Anschlussbedingungen, kurz TAB, vereinbar war“, erinnert sich Andreas Wunram, Assetmanager Netzentwicklung Rohre bei der N-Ergie Netz GmbH. Dennoch habe man das Projekt realisieren wollen: „Das Potenzial für Klimaschutz und Stadtentwicklung ist groß. Was es dafür brauchte, war eine Tailor Made Solution, welche die Interessen und Bedürfnisse von Versorger und Abnehmer gleichermaßen berücksichtigte.“

Die Anlage, geplant von der GEF Ingenieur AG und gebaut von Bilfinger Life Science GmbH, liefert eine Leistung von 15 MW mit Option auf 30 MW. Schwankende Druckverhältnisse und hohe Rücklauftemperaturen erforderten präzise und flexible Regeltechnik. Wunram vertraute dabei auf Gleitschieberventile von Schubert & Salzer.

Gleitschieberventil im Primärvorlauf. Bild: MAN Truck & Bus SE / Schubert & Salzer Control Systems GmbH

Sechs kompakte Gleitschieberventile regeln im Vorlauf den Volumenstrom der Wärmeübertrager-Skids, während drei Segmentplattenventile im Rückspeisewerk für die Druckhaltung verantwortlich sind. Durch geringe Stellkräfte, kurze Ventilwege und die Zwischenflanschbauweise sollen sich die Armaturen durch hohe Regelgüte, geringe Geräuschentwicklung und einfache Wartung auszeichnen.

Mit dem Fernwärmeanschluss möchte MAN jährlich rund 20.000 Tonnen CO₂ einsparen. Damit rückt für das Unternehmen das gesetzte Ziel, bis 2030 die Emissionen an allen Produktionsstandorten um 70 % gegenüber 2019 zu senken, in greifbare Nähe. Auch eine zukünftige Einspeisung von Abwärme ins Fernwärmenetz ist vorgesehen.

„In der heutigen Zeit geht es darum, alle Energiepotenziale zu heben“, betont Wunram. „Für uns handelt es sich deshalb auch um ein Pilotprojekt, mit dem wir die Machbarkeit und das Potenzial solcher Tailor Made Solutions zeigen konnten.“

(Quelle: MAN Truck & Bus)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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