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Neue Prüfmethode für Wasserleitungen

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Autor: Kathrin Mundt

Neue Prüfmethode für Wasserleitungen
Neue Prüfmethode: Damit die Druckprüfung bei neuen Wasserleitungen einwandfrei gelingt, hat Esders ein neues System zur Überwachung bereits in der Frühphase entwickelt

Frühzeitig Informationen über einen möglichen Luftanteil in neuen Wasserleitungen erhalten? Mit einer bedarfsgerechten Prüfmethode ermöglicht die Esders GmbH optimale Prozesse im Rahmen der vorgeschriebenen Druckprüfung vor der Inbetriebnahme. Passend zur Verschärfung der Prüfbestimmungen des frisch aufgelegten DVGW-Arbeitsblatts W 400-2 (08/2022) hat der Hersteller den Druckprüfkoffer smart memo und die Motorprüfpumpe MPP 30-30 passgenau kombiniert.

„Mit unserer neuen Prüfmethode schaffen wir optimale Bedingungen für die obligatorische Druckprüfung und erleichtern damit die Inbetriebnahme neuer Wasserleitungen immens – und das bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt einer Druckprüfung“, sagt Martin Esders, Geschäftsführung der Esders GmbH.

Die neue Messmethode basiert auf einer Kombination der etablierten Esders-Gerätetechnik. Zum Einsatz kommen der Druckprüfkoffer smart memo und die Motorprüfpumpe MPP 30-30. Während das smart memo mit intelligenten Sensoren optimierte Druckprüfungen analog der Vorgaben der DVGW W 400-2 mit deutlicher Zeitersparnis ermöglicht, sorgt die intelligente Esders-Pumpe z. B. für einen angepassten Druckaufbau und eine stoßfreie Druckhaltung. Das Optionspaket DVGW W 400-2 hält alle aktuellen Druckprüfungsverfahren gemäß W 400-2 inklusive umfangreicher Dokumentationsmöglichkeiten und digitaler Messdatenverwaltung über Esders Connect bereit.

In Echtzeit: Schon beim Druckaufbau überwacht das Esders-System relevante Parameter und liefert auf Basis physikalischer Gleichungen zuverlässige Ergebnisse zu einem möglichen Luftanteil. So können Anwender deutlich Zeit sparen. Quelle: Esders GmbH

Luftanteilanalyse in Echtzeit

Bereits in der Druckaufbauphase nehmen die Systemkomponenten in Echtzeit Daten auf und analysieren sie automatisiert im Hintergrund. Im Fokus stehen dabei vor allem der Druck und das Wasservolumen. Auf Basis physikalischer Gleichungen ermittelt das System ein Ergebnis für den Luftanteil. „Diese Methode liefert zuverlässig und mit hoher Genauigkeit relevante Informationen“, sagt Martin Esders.
Weitere Vorteile: Im Vergleich zur eigentlichen Druckabfallprüfung treten deutlich weniger Fehler auf und potenzielle Manipulationen werden minimiert. Außerdem erzielen Anwender eine deutliche Zeitersparnis. Denn üblicherweise sind in den vorgeschriebenen Druckprüfverfahren bis zur Druckabfallprüfung bereits einige Stunden Arbeitszeit verstrichen.

Prüfvorgaben verschärft – Konsequenzen für Prüfungen

Die neue Esders-Methode kommt gerade zur rechten Zeit. Denn im Rahmen der Neuauflage des DVGW-Arbeitsblattes W 400-2 (08/2022) verändern sich aktuell die Anforderungen an die Durchführung von Druckprüfungen. „Dabei handelt es sich um eine eindeutige Verschärfung der Regeln in Bezug auf das Erzielen ausreichender Luftfreiheit“, bewertet Martin Esders die neuen Vorgaben. Vor allem im Fokus: der zusätzliche Grenzwert im Kontraktionsverfahren von 10 % Mindestdruckabfall in der Ruhephase sowie der Einsatz digitaler Wasserzähler in der Druckabfallprüfung.
Direkte Konsequenz seien neue Herausforderungen für die abschließenden Druckprüfungen. „Selbst erfahrene Anwender werden zukünftig erneut entlüften müssen, weil die Druckabfallprüfung nicht erfolgreich war“, so Martin Esders. Die Folge: Bei speziellen Leitungsverläufen und unter ungünstigen Umständen führe ein einfaches Spülen der Leitung nicht zum gewünschten Erfolg. Eine aufwändige Molchung sei dadurch unumgänglich.

Undichtigkeiten ausschließen

Die neue Esders-Methode kommt diesem zusätzlichen Aufwand dagegen zuvor und gibt schon frühzeitig Aufschluss über die Dichtigkeit neuer Wasserleitungen. „Selbst die Gefahr, dass der Druck durch eine mögliche Restluft in der Leitung den Druckabfall in der Prüfung überdeckt, können wir dadurch ausschließen“, sagt Esders. Nach der Neuentwicklung setzt sich das Unternehmen nun dafür ein, die neue Methode als Alternative zur bisherigen Bestimmung der Luftfreiheit in den Prüfverfahren nach W 400-2 anerkennen zu lassen.

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