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PE 100-RC Kunststoffrohre kühlen Wien

Die Wien Energie baut am Stubenring eine neue Fernkältezentrale. AGRULINE PE 100-RC-Leitungen transportieren Donauwasser in die neue Fernkältezentrale. Dort wird das Wasser mit Hilfe von Kältemaschinen gekühlt. Über ein eigenes Fernkältenetz gelangt es direkt zu den Abnehmern. In den Gebäuden sorgt ein hauseigenes Kühlsystem für die Verteilung. Anschließend wird das warme Wasser zurück in den […]

von | 07.07.21

Die Wien Energie baut am Stubenring eine neue Fernkältezentrale. AGRULINE PE 100-RC-Leitungen transportieren Donauwasser in die neue Fernkältezentrale. Dort wird das Wasser mit Hilfe von Kältemaschinen gekühlt. Über ein eigenes Fernkältenetz gelangt es direkt zu den Abnehmern. In den Gebäuden sorgt ein hauseigenes Kühlsystem für die Verteilung. Anschließend wird das warme Wasser zurück in den Donaukanal gepumpt.

Bei Fernkälte wird in eigenen Zentralen mit hocheffizienten Kältemaschinen Kälte in Form von kaltem Wasser erzeugt. Das Wasser wird auf 5 bis 6 °C herunter gekühlt und über ein hauseigenes Kühlsystem im Gebäude der Abnehmer verteilt. Dort nimmt es die Wärme aus dem Gebäude auf. Das erwärmte Wasser wird anschließend wieder mit dem Wasser des Donaukanals gekühlt. Diese Art der Gebäudekühlung spart bis zu 70 % Strom und 50 % CO2 im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen ein. Mit einer Leistung von 15 Megawatt wird die Fernkältezentrale Stubenring umgerechnet rund 6.000 herkömmliche Klimageräte ersetzen.

PE 100-RC-Rohre für die neue Fernkälteleitung

AGRU Kunststofftechnik lieferte mehrere hundert Meter PE 100-RC Rohre in Außendurchmessern zwischen da 560 mm und da 710 mm für die neue Fernkälteleitung. Zur Verbindung kamen segmentierte Bögen, T-Stücke, E-Muffen und weitere Formteile zum Einsatz. AGRU stellte außerdem E-Schweißgeräte, eine Runddrückvorrichtung und Schälkette zur Verfügung. Die Rohrleitung wird von der Fa. Kraft & Wärme Rohr und Anlagentechnik GmbH fachmännisch installiert. Damit das kühlende Wasser aus dem Donaukanal zu den Kältemaschinen fließen kann, wird ein Einlaufbecken auf dem Treppelweg neben der Schwedenbrücke errichtet. Verbunden werden das neue Becken für die Rückkühlung und die Fernkältezentrale bei der Alten Post durch das PE 100-RC-Leitungssystem.
Dabei müssen die AGRULINE-Rohre den Franz-Josefs-Kai und die Gleise der U4 queren. Dazu werden die Leitungen in Betonrippen über den Gleisen verlegt.

Gebaut wird nur an Werktagen in der Nacht, um den Betrieb der U-Bahn nicht zu stören. Mit Hilfe von Wasser aus dem Donaukanal soll die neue Fernkältezentrale Büros, Hotels, Geschäfte und Wohnungen mit einer Fläche von 300.000 m2 mit klimafreundlicher Kälte versorgen. Wien Energie setzt bereits seit 2007 auf Fernkälte. Aktuell sorgen 16 Fernkältezentralen dafür, dass es an Hitzetagen kühl bleibt. Über das mehr als 12 km lange Fernkältenetz mit einer Gesamtleistung von rund 130 Megawatt wird wienweit eine Fläche von über 2,5 Mio. m2 gekühlt.

 

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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