Generic filters
FS Logoi

Stadt Regen: Anspruchsvolle Kanalverlegung gemeistert

In der Stadt Regen (Bayern) wurde im Jahr 2025 unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen ein rund 2,5 km langer Schmutzwasserkanal verlegt. Schwierige Bodenverhältnisse, stellenweise hohe Überdeckungen und die abgelegene Lage im Wald stellten das ausführende Bauunternehmen Mader Bau GmbH vor besondere Anforderungen. Zum Einsatz kamen dabei Kanalrohre von Funke Kunststoffe.

von | 14.04.26

Verlegung eines Schmutzwasserkanals: schwierige Bodenverhältnisse am Rand des Nationalparks Bayerischer Wald
Bild: Funke Kunststoffe GmbH

Durch die im Baubereich vorliegende Bodenklasse 2 sei es „während der Arbeiten sehr matschig“ gewesen, so Erich Rankl vom Sachgebiet Tiefbau der Stadt Regen, die die Maßnahme beauftragte. Dies habe Einfluss auf die Baggerarbeiten gehabt.

„Dort, wo die Überdeckung nicht so groß war, haben wir gerne auf die 5 m langen Rohre zurückgegriffen“, so Bauleiter Andreas Flock. „So konnten wir auch ordentlich Meter machen.“ Die Baugrube erreichte laut Flock meist Sohltiefen zwischen 1,70 und 1,80 m, in einzelnen Bereichen bis zu 5 m. „Hier haben wir vorwiegend 3,0 m lange Rohre verwendet, da das besser mit dem Baugrubenverbau hinkam. Bei geringeren Tiefen reichte aufgrund der Bodenbeschaffenheit meist eine Böschung der Baugrube aus“, so der Bauleiter weiter.

Rohre mit besonderen Eigenschaften gefragt

HS®-Rohr auf der Bettungsschicht. Foto: Funke Kunststoffe GmbH

Aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit und der wasserhaltigen Böden kam Beton als Rohrwerkstoff nicht in Frage. Stattdessen entschied sich die Stadt Regen für PVC-U-Rohre mit hoher Ringsteifigkeit.

„Wegen der stellenweise hohen Überdeckung“ sei die Wahl auf die HS®-Rohre mit 12 kN/m²“ gefallen, wie Erich Rank (Stadt Regen) erläutert. Die Rohre sind laut Funke-Fachberater Martin Moosbauer „mit der Ringsteifigkeit von SN 12 besonders widerstandsfähig und „können bei einer Erdüberdeckung zwischen 0,5 m und 6,0 m sogar unter SLW 60 eingesetzt werden.“

Die Stabilität und auch die dichte Verbindung und Wurzelfestigkeit des Rohrsystems waren aufgrund der Waldrandlage aus Sicht der Projektbeteiligten ein zusätzlicher Vorteil. Zum Ausgleich des Höhenunterschieds am Anschlusspunkt zur Kläranlage kam zudem ein Funke-ILA-Bauteil mit innenliegendem Absturz zum Einsatz.

Für Bauleiter Flock war es das erste Projekt mit dem HS®-Kanalrohrsystem. Alles sei gut verlaufen. Die im März 2025 begonnenen Arbeiten konnten im Oktober desselben Jahres planmäßig abgeschlossen werden.

(Quelle: Funke Kunststoffe)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

EWE vergibt Großauftrag für H2-Erzeugungsanlage an Bilfinger
EWE vergibt Großauftrag für H2-Erzeugungsanlage an Bilfinger

Das Energieunternehmen EWE hat für die 320-MW-Wasserstoff-Erzeugungsanlage in Emden den Industriedienstleister Bilfinger mit Stahlbau, Rohrleitungs- sowie Komponentenmontage beauftragt. Der Auftrag zählt laut EWE zu den größten im Gesamtprojekt „Clean Hydrogen Coastline“ und ist nach der Beauftragung für Elektrolyse, Verdichter und Bauleistungen das letzte wesentliche Vergabepaket.

mehr lesen
Brancheninitiative: Neuer Weiterbildungsansatz für die Wasserinfrastruktur
Brancheninitiative: Neuer Weiterbildungsansatz für die Wasserinfrastruktur

Erstmals bündeln Unternehmen aus Planung und Bau der Wasserinfrastruktur ihr Wissen – darunter Hersteller, Bauunternehmen und Ingenieurdienstleister, um einen gemeinsamen, praxisorientierten Weiterbildungsansatz zu entwickeln. Ziel ist es, dem wachsenden Fachkräftemangel und dem Verlust von Erfahrungswissen in der Branche zu begegnen.

mehr lesen
Gas-Szenarien-Update: Speicherstände unter Druck
Gas-Szenarien-Update: Speicherstände unter Druck

Laut Initiative Energien Speichern e.V. (INES) war der deutsche Gasmarkt im Zeitraum von Mai 2025 bis April 2026 von einem spürbaren Verbrauchsanstieg, intensiver Speichernutzung im Winter und schwierigen Rahmenbedingungen für die Wiederbefüllung geprägt. Hohe Gaspreise und veränderte Marktbedingungen sorgten derzeit für große Unsicherheit im Hinblick auf den kommenden Winter.

mehr lesen
Rückblick auf die 21. Pipeline Technology Conference
Rückblick auf die 21. Pipeline Technology Conference

Die 21. Pipeline Technology Conference (ptc) ist vergangene Woche in Berlin zu Ende gegangen. Mit 1.132 Teilnehmenden aus 61 Ländern sowie Delegationen von rund 100 Pipeline-Betreibergesellschaften war die ptc 2026 laut Veranstalter die größte und internationalste Ausgabe in der 21-jährigen Geschichte der Veranstaltung.

mehr lesen

Publikationen zum Thema