Durch die im Baubereich vorliegende Bodenklasse 2 sei es „während der Arbeiten sehr matschig“ gewesen, so Erich Rankl vom Sachgebiet Tiefbau der Stadt Regen, die die Maßnahme beauftragte. Dies habe Einfluss auf die Baggerarbeiten gehabt.
„Dort, wo die Überdeckung nicht so groß war, haben wir gerne auf die 5 m langen Rohre zurückgegriffen“, so Bauleiter Andreas Flock. „So konnten wir auch ordentlich Meter machen.“ Die Baugrube erreichte laut Flock meist Sohltiefen zwischen 1,70 und 1,80 m, in einzelnen Bereichen bis zu 5 m. „Hier haben wir vorwiegend 3,0 m lange Rohre verwendet, da das besser mit dem Baugrubenverbau hinkam. Bei geringeren Tiefen reichte aufgrund der Bodenbeschaffenheit meist eine Böschung der Baugrube aus“, so der Bauleiter weiter.
Rohre mit besonderen Eigenschaften gefragt

HS®-Rohr auf der Bettungsschicht. Foto: Funke Kunststoffe GmbH
Aufgrund der schwierigen Zugänglichkeit und der wasserhaltigen Böden kam Beton als Rohrwerkstoff nicht in Frage. Stattdessen entschied sich die Stadt Regen für PVC-U-Rohre mit hoher Ringsteifigkeit.
„Wegen der stellenweise hohen Überdeckung“ sei die Wahl auf die HS®-Rohre mit 12 kN/m²“ gefallen, wie Erich Rank (Stadt Regen) erläutert. Die Rohre sind laut Funke-Fachberater Martin Moosbauer „mit der Ringsteifigkeit von SN 12 besonders widerstandsfähig und „können bei einer Erdüberdeckung zwischen 0,5 m und 6,0 m sogar unter SLW 60 eingesetzt werden.“
Die Stabilität und auch die dichte Verbindung und Wurzelfestigkeit des Rohrsystems waren aufgrund der Waldrandlage aus Sicht der Projektbeteiligten ein zusätzlicher Vorteil. Zum Ausgleich des Höhenunterschieds am Anschlusspunkt zur Kläranlage kam zudem ein Funke-ILA-Bauteil mit innenliegendem Absturz zum Einsatz.
Für Bauleiter Flock war es das erste Projekt mit dem HS®-Kanalrohrsystem. Alles sei gut verlaufen. Die im März 2025 begonnenen Arbeiten konnten im Oktober desselben Jahres planmäßig abgeschlossen werden.
(Quelle: Funke Kunststoffe)






