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Wasserstoffproduktion aus kommunalem Abwasser

Das Forschungsprojekt reSYNERGY stärkt die Resilienz von Wasser- und Energiesystemen durch die Nutzung von Abwasser für die grüne Wasserstoffproduktion. Geleitet wird das Projekt vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE).

von | 13.07.26

Kommunale Kläranlage
Bild: pixabay/jarmoluk

Wie kann grüner Wasserstoff produziert werden, ohne Wasserressourcen zusätzlich zu belasten? Dieser Frage geht das Forschungsprojekt reSYNERGY nach, das vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) geleitet wird. Gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Praxis aus den Sektoren Wasser und Energie entwickelt das Projekt ein übertragbares Demonstrationsmodell für eine resiliente und nachhaltige Wasser- und Energieversorgung.

Wasser- und Energiesysteme gemeinsam denken

Die wachsende Wasserstoffwirtschaft erhöht den Bedarf an hochreinem Wasser für die Elektrolyse, während zugleich Wasserressourcen durch Dürreperioden und konkurrierende Nutzungen zunehmend unter Druck geraten. reSYNERGY untersucht daher, wie aufbereitetes kommunales Abwasser als alternative Wasserressource für die Wasserstoffproduktion genutzt werden kann. Ziel ist es, bestehende Wasser- und Energieinfrastrukturen intelligenter miteinander zu koppeln und so die Versorgungssicherheit bis 2035 zu stärken.

Demonstrationsanlage für resiliente Infrastruktur

Im Mittelpunkt des Projekts steht eine Demonstrationsanlage, in der kommunales Abwasser zu Reinstwasser aufbereitet und für die Wasserstoffproduktion nutzbar gemacht wird. Untersucht werden technische Machbarkeit, Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit des Ansatzes. Ergänzend analysiert das Projekt die Resilienz großskaliger Infrastrukturen gegenüber Extremwetterereignissen und Systemstörungen. Simulationen sollen zeigen, wie Wasser- und Energiesysteme künftig robuster und effizienter gestaltet werden können.

Governance und gesellschaftliche Einbettung

Neben technischen Fragen untersucht reSYNERGY auch die institutionellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft. Das Projekt entwickelt Governance-Modelle für die sektorübergreifende Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaft, Energiewirtschaft, Industrie und Kommunen. Partizipative Prozesse mit relevanten Akteuren sollen Akzeptanz, Umsetzbarkeit und langfristige Transformationsperspektiven stärken.

ISOE leitet den Forschungsverbund

Das ISOE leitet den Forschungsverbund und bringt seine Expertise in der sozial-ökologischen Wasserforschung sowie in der Analyse gekoppelter Infrastrukturen ein. Gemeinsam mit den Projektpartnern entwickelt das Institut Zukunftsszenarien für eine nachhaltige Wasser- und Wasserstoffwirtschaft und leitet daraus politische sowie planerische Handlungsempfehlungen ab.

Förderung

Das Projekt „Sektorübergreifende Nutzung von kommunalem Abwasser für die Produktion von grünem Wasserstoff zur Stärkung der Versorgungssicherheit 2035 (reSYNERGY)“ wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen der Fördermaßnahme „Forschung für die zivile Sicherheit“ gefördert. Die Laufzeit reicht von April 2026 bis März 2029.

 

(Quelle: ISOE)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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