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Gasspürgerät für die Rohrnetzüberprüfung erdverlegter Gasleitungen

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Autor: Kathrin Mundt

Gasspürgerät für die Rohrnetzüberprüfung erdverlegter Gasleitungen
Das neue hochsensible und hochselektive Laser HUNTER zur systematischen Überprüfung von Erdgasleitungen ist mit einer innovativen Lasertechnologie ausgestattet und bald in zwei Varianten erhältlich

Die Esders GmbH präsentiert auf der diesjährigen gat | wat eine Premium-Version ihres Gasspürgeräts HUNTER. Das neue hochsensible und hochselektive Laser HUNTER zur systematischen Überprüfung von Erdgasleitungen ist mit einer innovativen Lasertechnologie ausgestattet und in zwei Varianten erhältlich – als Single Laser und Dual Laser. In der Dual-Ausführung kann der Sensor mithilfe eines Ethan-Tests erkennen, ob es sich bei dem detektierten Gas um Erdgas oder Faulgas handelt. Ab 2022 kann das modular aufbaubare System mit zusätzlicher Sensorik ausgestattet werden, die weitere Anwendungsfälle ermöglicht. Neben der Überprüfung von erdverlegten Gasleitungen kann das Gerät dann auch zur Messung der Bodenluftkonzentration, Raumluftkonzentration und zur Leckstellenortung an freiverlegten Leitungen in Gebäuden sowie im Außenbereich verwendet werden.

Über die klassische Rohrnetzprüfung mit Teppichsonde ist es Monteuren möglich, nahezu überall und in jeder Ecke Gaskonzentrationen zu messen

Kleinste Gaskonzentrationen sicher messen

„Um schwerwiegende Folgen für die Vegetation, Landschaft und Natur oder im schlimmsten Fall Explosionen bei Bauarbeiten zu vermeiden, müssen Gasleitungen regelmäßig überprüft werden. Durch die neu verbaute Messtechnik mit Lasertechnologie und der Möglichkeit zur Gasanalyse ermöglichen wir Versogern, Stadtwerken und Netzbetreibern mit dem Laser HUNTER einen deutlich präziseren und flexibleren Einsatz“, erklärt Markus Seelmeyer, Produktmanager der Esders GmbH. Das Gasspürgerät arbeitet mithilfe einer innovativen Lasertechnologie zur sicheren Messung kleinster Gaskonzentrationen – und das ganz ohne Quereinflüsse durch beispielsweise Feuchtigkeit oder Abgase. In der Hauptanwendung (Überprüfung erdverlegter Gasleitungen bzw. Vorortung) wird mithilfe einer geeigneten Sonde (z.B. Teppichsonde) durch die im Gerät eingebaute Pumpe das Gas angesaugt, das an einer Oberfläche austritt. Dieses wird anschließend zum Messgerät geführt und automatisch ausgewertet, um Leckagen zu erkennen.

Als Single- oder Dual-Variante erhältlich

Das neue Gasspürgerät von Esders ist als Single (CH4) oder Dual Laser (CH4 & C2H6) erhältlich. Bei dem Dual Lasermodul reagiert das Laser HUNTER auch auf Ethan und ermöglicht eine direkte Anzeige beider Messwerte. Ethan ist typischerweise im Erdgas enthalten, jedoch nicht in Faulgasen: „Es ist wichtig, sicherzustellen, dass das, was detektiert wird, auch tatsächlich Erdgas ist. Damit vermeiden wir Fehlgrabungen zur vermeintlichen Beseitigung einer Leckstelle, die jedoch nicht existiert, da ein Faulgas gemessen wurde“, erklärt Seelmeyer. Durch die selektive Messung von Ethan und Methan kann das Messgerät in der Dual-Variante schnell zwischen Erdgas und Faulgas unterscheiden. „Häufig braucht es dafür zwei Geräte und wertvolle Zeit, doch mit dem Dual Lasermodul ist diese Funktion ganz einfach mit einem Kopfdruck anwendbar und damit komfortabel und zeitsparend.“

Im Bereich der Vorortung ist das Laser HUNTER als Herzstück eines modularen Systems einsetzbar. Alle Bilder: Esders GmbH

Im Bereich der Vorortung ist das Laser HUNTER als Herzstück eines modularen Systems einsetzbar. Dabei gibt es insgesamt vier verschiedene Möglichkeiten zur oberirdischen Überprüfung erdverlegter Gasleitungen. Über die klassische Rohrnetzprüfung mit Teppich- oder Glockensonde ist es Monteuren möglich, nahezu überall und in jeder Ecke Gaskonzentrationen zu messen. Per E-Scooter kann das Laser HUNTER etwas zügiger auch in kleinen engeren Straßen wendig eingesetzt werden. Während das Gerät bei der fahrzeuggestützten Prüfung mit dem Auto Gasleitungen auf großflächigen Straßen überprüft, kommt es mit einem Quad selbst im unwegsamen Gelände ohne feste Straßen zum Einsatz.

Individuelle Konfiguration weiterer Anwendungsfälle ab 2022

Nach der Messung kleinster Gaskonzentrationen an der Oberfläche (Vorortung) und dem Ethan-Test zur Unterscheidung zwischen Erdgas und Faulgas (Gasanalyse) entstehen bei der systematischen Rohrnetzprüfung weitere Prozessschritte: „Da das Gas nicht immer genau dort an die Oberfläche gelangt, wo sich das Leck in der Leitung befindet, bedarf es im zweiten Schritt einer genaueren Positionsbestimmung im Boden“, erläutert Seelmeyer. Für die Lokalisation der Leckstelle durch Messung der Gaskonzentration im Boden benötigen Anwender spezielle Sensoren wie etwa Infrarot- und elektrochemische Sensoren. Ein weiterer Anwendungsfall ist die Detektion kleinster Leckstellen an freiverlegten Leitungen in Gebäuden oder in Industrieanlagen.

Diese Funktionen befinden sich derzeit noch in der Entwicklung und sind für 2022 geplant. Das Laser HUNTER bietet dann die Möglichkeit, weitere Sensoren zu verbauen, die zur individuellen Konfiguration optional erhältlich sind. Bestehende Geräte können dazu nachgerüstet werden. Darüber hinaus werden in Kombination mit dem explosionsgeschützten Gaswarn- und Gasmessgerät OLLI sämtliche Einsatzfälle, inklusive das Betreten von Bauwerken bei einer AI-Leckstelle, abgedeckt.

Lückenlose Dokumentation möglich

Durch die einfache Anbindung an eine GIS-Software, wie die neue Esders Pi NOTE, erhalten Anwender zudem eine lückenlose Dokumentation und Übersicht ihrer Leistungsdaten. Die Bluetooth-Technologie zur einfachen und schnellen Datenübertragung ermöglicht es Monteuren, Messignale auf digitalen Endgeräten wie Notebooks einzusehen. Bei einer Betriebszeit von mindestens zehn Stunden arbeitet das Laser HUNTER dabei selbst an intensiven Arbeitstagen prozesssicher.

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