Generic filters
FS Logoi

Ruhrverband und AWWR stellen Ergebnisse des 51. Ruhrgüteberichts vor

Die Kläranlagen des Ruhrverbands erreichten 2023 erneut hervorragende Resultate. Zu diesem Ergebnis kommt der am 25. September von Ruhrverband und der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR) in Essen präsentierte 51. Ruhrgütebericht. Über 99 % der Bevölkerung im Ruhreinzugsgebiet sind angeschlossen, und 479 Mio. Kubikmeter Abwasser wurden gereinigt.

von | 30.09.24

Prof. Norbert Jardin (r.), Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, und Bernd Heinz, Vorsitzender der AWWR, stellten gemeinsam den Ruhrgütebericht für das Jahr 2023 der Öffentlichkeit vor
Foto: Ruhrverband

„Die hohe Leistungsfähigkeit der Ruhrverbands-Kläranlagen spiegelt sich in der ökologischen Gewässergüte der Ruhr und ihrer Nebengewässer wider. Im Betrachtungszeitraum 2018 bis 2023 konnte an 368 von 381 Untersuchungsstellen, also in 97 % aller betrachteten Gewässerabschnitte, ein guter oder sehr guter Zustand hinsichtlich der abbaubaren organischen Stoffe festgestellt werden“, betonten Prof. Norbert Jardin, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands, und Bernd Heinz, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr (AWWR).

Neue EU-Vorgaben, Energieneutralität und Verursacherprinzip

Der Green Deal verschärft die Anforderungen an die Abwasserreinigung, besonders bei der Nährstoffelimination, die die Kläranlagen des Ruhrverbands bereits erfüllen.

Bis 2045 sollen drei Kläranlagen mit einer vierten Reinigungsstufe für Spurenstoffe ausgestattet werden, während zehn weitere Anlagen nachgerüstet werden müssen. Das Verursacherprinzip fordert, dass Hersteller 80 % der Kosten für diese Maßnahmen tragen.

Gleichzeitig ist der Ruhrverband bereits energieneutral und erzeugt mehr Energie als verbraucht wird, mit dem Ziel, bis 2030 eine ausgeglichene Klimabilanz zu erreichen.

Klimawandel, Wassermanagement und erneuerbare Energien

Der Klimawandel bringt Herausforderungen für das Wassermanagement. 2023 war das nasseste Jahr seit 1927, und der Ruhrverband plant, den Mindestabfluss an bestimmten Pegeln zu senken, um Trockenperioden besser zu überstehen.

Die AWWR deckte 2023 einen großen Teil ihres Energiebedarfs aus Wasserkraft, was zur CO²-Reduktion beitrug. Zusätzlich investierten die AWWR-Mitglieder 263 Mio. Euro in die Wasseraufbereitung zur Sicherstellung der Trinkwasserqualität.

Hier können Sie den 51. Ruhrgütebericht abrufen.

(Quelle: AWWR)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

mehr lesen
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten

Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden.

mehr lesen
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher

Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) hat am 7. Juli ihr aktuelles Juli-Update der Gas-Szenarien veröffentlicht. Die Modellanalysen zeigen: Technisch ist eine Befüllung der deutschen Gasspeicher bis zum 1. November 2026 auf den gebuchten Stand* von 76 % weiterhin möglich. Ob dieses Niveau tatsächlich erreicht wird, hängt jedoch entscheidend von den Marktbedingungen ab. Die derzeitigen Preisentwicklungen setzen kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas und gefährden damit die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter.

mehr lesen
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten

Erneut kräftig investiert hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband im vergangenen Jahr in seine Infrastruktur: 107 Mio. Euro für die Wasserversorgung und 58 Mio. Euro im Bereich der Abwasserbeseitigung. Die Zahlen gehen aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am 30. Juni beschlossen hat. Gegenüber 2024 entspricht dies nochmals einer leichten Steigerung.

mehr lesen
Neue Doppelspitze ergänzt Management der ISOPLUS Group
Neue Doppelspitze ergänzt Management der ISOPLUS Group

Die ISOPLUS Group hat ihr Management-Team mit einem neuen Chief Financial Officer und einem Chief Operating Officer vervollständigt. Gemeinsam mit CEO Florian Roos und CSO Tobias Langer soll das Führungsteam die weitere Entwicklung und das Wachstum der Unternehmensgruppe vorantreiben.

mehr lesen

Publikationen zum Thema