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Umfrage: Deutsche Wasserversorgung als nicht krisenfest bewertet

Eine repräsentative Umfrage des IFAT Circularity Monitors von YouGov im Vorfeld der Münchner Sicherheitskonferenz zeigt ein geringes Vertrauen der Bevölkerung in die Krisenresilienz der deutschen Wasserversorgung. Diese entwickele sich „zu einer zentralen Risiko- und Standortfrage für Deutschland.“

von | 10.02.26

Laut einer aktuellen IFAT-Umfrage entwickelt sich die Wasserversorgung aus Sicht der Befragten zum Risikofaktor für Deutschland
Quelle: Pixabay/InteriorLens

Laut der YouGov-Umfrage der IFAT Munich halten 63 % der Befragten Deutschland auf Krisen in der Wasserversorgung für eher schlecht oder gar nicht vorbereitet; nur 3 % bewerten den Zustand als sehr gut. Besonders groß ist die Sorge vor gezielten Angriffen auf die Wasserinfrastruktur: 67 % der Befragten befürchten physische Sabotage, 66 % Cyberangriffe.

„Das hohe Risikobewusstsein in der Bevölkerung zeigt, dass der Schutz der Wasserversorgung sicherheitspolitisch neu gedacht werden muss“, so Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchener Sicherheitskonferenz. „Gerade im Sinne einer ‚Green Defense‘ gehört die Resilienz kritischer, nachhaltiger Infrastrukturen – einschließlich ihres Schutzes vor Sabotage und Cyberangriffen – ins Zentrum der nationalen Sicherheitsstrategie.“

IFAT als Plattform für resiliente Infrastruktur

Die IFAT Munich, Weltleitmesse für Umwelttechnologien, die in diesem Jahr vom 4. bis 7. Mai stattfindet, versteht sich als Plattform, auf der sicherheitspolitische Fragestellungen in technische Lösungen übersetzt werden. In Bezug auf die sogenannte „Green Defense“, so Exhibition Director Philipp Eisenmann, präsentierten Aussteller auf der IFAT „Technologien, Konzepte und Best Practices“ für resilientere, sicherere und zukunftsfähigere Wasser- und Abwassersysteme. Auch Vertreter der Fachverbände betonen den sicherheitsrelevanten Charakter der Wasserinfrastruktur:

„Die Umfrage macht deutlich, dass Wasserinfrastruktur nicht mehr nur als technische Aufgabe verstanden wird, sondern als sicherheitsrelevanter Faktor“, sagte Wolf Merkel, Vorstand des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW). „Versorgungssicherheit lässt sich heute nicht isoliert denken. Sie erfordert integrierte Konzepte, die physischen Schutz, Cyberresilienz und Klimaanpassung zusammenführen.“

Abwasserentsorgung bereitet größte Sorge

Besonders hohes Problembewusstsein zeigt sich beim Thema Abwasser: 91 % der Befragten bewerten Störungen in der Abwasserentsorgung als ernsthafte Gefahr. Als größtes Risiko werden Extremwetterereignisse (63 %) genannt, gefolgt von physischer Sabotage und technischen Defekten (jeweils 62 %).

„Abwasseranlagen sind systemrelevant, auch wenn sie im öffentlichen Bewusstsein oft im Hintergrund stehen“, wie Lisa Irwin-Broß, Vorständin der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA), festhält. „Dass die Bevölkerung diese Zusammenhänge so klar erkennt, ist ein wichtiges Signal. Die Wasserwirtschaft setzt sich mit großem Engagement dafür ein, die Versorgungssicherheit auch zukünftig jederzeit zu gewährleisten (…)“

(Quelle und alle Grafiken: IFAT)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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