Im DWA-Regelwerk ist das Merkblatt DWA-M 264 „Gasdurchflussmessungen auf Abwasserbehandlungsanlagen“ erschienen. Es fasst die bewährten Verfahren zur Messung von Gasen sowie wesentliche Messprinzipien und Anforderungen an den Einbauort der Messeinrichtungen zusammen. Im Weiteren wird auf betriebliche Aspekte – getrennt für die Medien Luft und Biogas – eingegangen. Anschließend werden mögliche Plausibilitätskontrollen sowie Prinzipien für eine messtechnische Überprüfung vorgestellt. Das Merkblatt schließt mit einer Bewertung der Messverfahren sowie den Wirtschaftlichkeitsaspekten. Zuverlässige Messeinrichtungen zur Bestimmung des momentanen Durchflusses sowie der Gesamtmenge von Gasen sind von entscheidender Bedeutung für einen stabilen und wirtschaftlichen Betrieb von Abwasserbehandlungsanlagen.
Die Anzahl der Messprinzipien und die Vielfalt der Messgeräte mit den zugehörigen Anwendungen haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Die sachgerechte Auslegung von Durchflussmesseinrichtungen für Gase ist in den einschlägigen Normen, Richtlinien und Empfehlungen umfassend beschrieben. Dennoch sind bei Messungen, vor allem im Biogasbereich, Abweichungen der gemessenen von den tatsächlichen Werten festzustellen. Beeinträchtigungen der Messgenauigkeit sind zumeist auf die Eigenschaften des Biogases zurückzuführen, das zunächst immer wasserdampfgesättigt ist und mit Feststoffen belastet sein kann. Darüber hinaus sind die Messgeräte für Biogas und Luft nicht immer sachgerecht installiert, das heißt, den verfahrens- und gerätespezifischen Einbaubedingungen wurde nicht ausreichend Rechnung getragen.
Das Merkblatt soll Planern und Betreibern von Abwasserbehandlungsanlagen eine Hilfe bei der Ermittlung der Randbedingungen und der richtigen Auswahl von Verfahren und Geräten sowie hinsichtlich des Einbaues, des Betriebs und der Überprüfung solcher Messeinrichtungen bieten. Berücksichtigt werden hierbei das Wirkdruckverfahren, das thermische und das auf dem Vortex-Prinzip basierende Verfahren sowie das Ultraschallverfahren.
Ausgabe: Mai 2015, Ladenpreis: 51 Euro, fördernde DWA-Mitglieder: 40,80 Euro
EWE vergibt Großauftrag für H2-Erzeugungsanlage an Bilfinger
Das Energieunternehmen EWE hat für die 320-MW-Wasserstoff-Erzeugungsanlage in Emden den Industriedienstleister Bilfinger mit Stahlbau, Rohrleitungs- sowie Komponentenmontage beauftragt. Der Auftrag zählt laut EWE zu den größten im Gesamtprojekt „Clean Hydrogen Coastline“ und ist nach der Beauftragung für Elektrolyse, Verdichter und Bauleistungen das letzte wesentliche Vergabepaket.





