Generic filters
FS Logoi

VDI: Unterstützung für Städte bei der Klimaanpassung

Als Folge der globalen Wirkung des Klimawandels verändert sich auch das Stadtklima. Projekte der Stadtentwicklung müssen dies laut Baugesetzbuch berücksichtigen. Die Stadtplanung benötigt dazu konkrete und quantifizierte Ergebnisse aus Klima- und Lufthygieneuntersuchungen, die in den politischen Entscheidungsprozess einfließen. Mit der Richtlinie VDI 3787 Blatt 8 unterstützt der VDI Städte und Kommunen bei der Klimaanpassung.

von | 16.10.20

Die immer größer werdenden deutschen Städte sind ein Schlüssel zur erfolgreichen Energiewende.

Ziel der Richtlinie ist es, die zum Teil komplexen Zusammenhänge aufzuzeigen sowie Planungshinweise für eine klimagerechte Stadtplanung zu geben, die ein „Funktionieren“ unserer Städte als attraktive Wohn- und Arbeitsstätte unter Berücksichtigung des Klimawandels sicherstellen. Der Schwerpunkt der VDI 3787 Blatt 8 liegt dabei auf der Anpassung urbaner Strukturen und deren Auswirkungen auf das sich verändernde Stadtklima und die lufthygienischen Verhältnisse. Sie beschreibt die Wirkung der Maßnahmen und beschäftigt sich mit Regional-, Flächennutzungs- und Bauleitplänen.

Leitfaden in klimatischen Belangen

Die Richtlinie bietet Politikern, Planern und Sachverständigen die notwendigen Hintergrundinformationen und empfiehlt Maßnahmen für ihre Entscheidungs- und Gestaltungsspielräume. Sie gibt eine Anleitung und Fachbewertung zur Unterstützung klimatischer Belange in der Stadtentwicklung unterschiedlicher Planungsebenen und kann somit in die vorgegebene Gesetzgebung eingebunden werden.

Eckdaten zur Publikation

Herausgeber der Richtlinie VDI 3787 Blatt 8 „Umweltmeteorologie – Stadtentwicklung im Klimawandel“ ist die VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss. Die Richtlinie ist im September 2020 als Weißdruck erschienen und ersetzt den Entwurf von Februar 2019. Sie kann zum Preis ab EUR 166,92 beim Beuth Verlag (Tel.: +49 30 2601-2260) bestellt werden. VDI-Mitglieder erhalten 10 Prozent Preisvorteil auf alle VDI-Richtlinien. Onlinebestellungen sind unter www.beuth.de oder www.vdi.de/3787 möglich. VDI-Richtlinien können in vielen öffentlichen Auslegestellen kostenfrei eingesehen werden.

Ansprechpartnerin im VDI

Dipl.-Geogr. Catharina Fröhling
VDI/DIN-Kommission Reinhaltung der Luft (KRdL) – Normenausschuss
Telefon: +49 211 6214- 134
E-Mail: froehling@vdi.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser

Die Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH hat ein korrosionsgeschütztes Kanalrohr mit integriertem Wärmetauscher auf den Markt gebracht. Das Rohr gewinnt Wärme direkt aus dem durchfließenden Abwasser, ohne den Kanalbetrieb einzuschränken. Städte und Gemeinden erhalten damit eine zusätzliche Option für die kommunale Wärmeplanung.

mehr lesen
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

mehr lesen
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten

Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 Kilometer langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden.

mehr lesen
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher

Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) hat am 7. Juli ihr aktuelles Juli-Update der Gas-Szenarien veröffentlicht. Die Modellanalysen zeigen: Technisch ist eine Befüllung der deutschen Gasspeicher bis zum 1. November 2026 auf den gebuchten Stand* von 76 % weiterhin möglich. Ob dieses Niveau tatsächlich erreicht wird, hängt jedoch entscheidend von den Marktbedingungen ab. Die derzeitigen Preisentwicklungen setzen kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas und gefährden damit die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter.

mehr lesen
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten
OOWV: Rekordinvestitionen stärken Infrastruktur im Nordwesten

Erneut kräftig investiert hat der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband im vergangenen Jahr in seine Infrastruktur: 107 Mio. Euro für die Wasserversorgung und 58 Mio. Euro im Bereich der Abwasserbeseitigung. Die Zahlen gehen aus dem Jahresabschluss hervor, den die Verbandsversammlung am 30. Juni beschlossen hat. Gegenüber 2024 entspricht dies nochmals einer leichten Steigerung.

mehr lesen

Publikationen zum Thema