Das Arbeitsblatt W 339 “Fachkraft für mechanische Verbindungstechniken metallischer Rohrsysteme – Lehr- und Prüfplan” wurde vom DIN/DVGW-Gemeinschaftsausschuss NA 119-07-17 AA „Rohre und Rohrverbindungen aus Metall für Rohrleitungssysteme außerhalb von Gebäuden“ erarbeitet. Es dient als Grundlage für die Schulung und Prüfung von Fachkräften für nicht geschweißte Verbindungen metallener Rohrleitungssysteme.
Fachgerechter Einbau ist die Voraussetzung für die Zuverlässigkeit und lange Lebensdauer von Rohrleitungen. Zunehmend sind spezielle Kenntnisse für die Anwendung längskraftschlüssiger Muffenverbindungen bei den geschlossenen Einbau- und Auswechselungsverfahren erforderlich. Die vom Bauherren beauftragten Rohrleitungsbauunternehmen müssen für die Bauausführung die erforderliche Befähigung besitzen. Diese Befähigung gilt als nachgewiesen, wenn das Bauunternehmen über eine DVGW-Bescheinigung der entsprechenden Gruppe gemäß DVGW GW 301 (A) mit der Werkstoffgruppe “ge” verfügt.
Ausgebildete Spezialtiefbaufacharbeiter „Rohrleitungsbauer“ sind im Rahmen der Stufenausbildung der Deutschen Bauwirtschaft mit der Anwendung von Steckmuffenverbindungen vertraut. Daher ist für nicht einschlägig ausgebildetes Personal eine fachliche Einweisung sinnvoll. Ziel des Arbeitsblattes ist, Seiteneinsteigern die Befähigung zur Herstellung mechanischer Verbindungen metallischer Rohrsysteme zu vermitteln sowie die Konkretisierung der Lerninhalte höherwertiger bereits bestehender Ausbildungen.
Durch gezielte Schulung dieser Fachkräfte soll die Qualitätsverbesserung im Bereich des Rohrleitungsbaus erreicht werden. Die Anwendung dieses Arbeitsblattes stellt sicher, dass Ausbildung und Prüfung nach einheitlichen Verfahren durchgeführt werden und der Rohrleger nach bestandener Prüfung das erforderliche Mindestmaß an Fertigkeiten und Kenntnissen nachgewiesen hat.
Dieses DVGW-Arbeitsblatt wurde ausgearbeitet, um dem Personal für Einbau und Montage von mechanischen Verbindungen metallischer Rohrsysteme einen Nachweis seiner Qualifizierung, wie er in einschlägigen technischen Regeln gefordert wird, zu ermöglichen. Die Schulung richtet sich an Tiefbaupersonal zwecks fachgerechter Einweisung in die Techniken und Regelwerke der mechanischen Verbindungen von Gusseisen- und Stahlleitungsrohren.
Entwurf 10/20
Horizontalspülbohrung schließt Lücke in Wasserstoff-Pipeline unter dem Dortmund-Ems-Kanal
Thyssengas stellt für eine Wasserstoff-Pipeline im Münsterland eine 2009 unterbrochene Kanalquerung wieder her. Das neue Stück der Coesfeld-Rinkerode Leitung entsteht im Horizontalspülbohrverfahren unter dem Dortmund-Ems-Kanal. Bei einer Baustellenbesichtigung haben sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft am 16. Juli über den Fortschritt der Arbeiten informiert. Insgesamt rüstet der Netzbetreiber eine 45 Kilometer lange ehemalige Mineralölleitung auf den Transport von Wasserstoff um.






