Generic filters
FS Logoi

Trinkwasserversorger investieren 2,65 Milliarden Euro

Zwei Dritteln der Gesamtsumme wird in die Rohrnetze investiert - eine hohe Qualität der Wasserversorgung erfordert nachhaltige Investitionen.

von | 15.03.17

Foto: Gelsenwasser

Die deutschen Trinkwasserversorger haben im Jahr 2016 rund 2,65 Milliarden Euro in die kontinuierliche Instandhaltung ihrer Anlagen und in den Ausbau und die Erneuerung ihrer Infrastruktur investiert. Dies zeigen erste Prognosen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).
Im Vergleich zu 2015 sind die Investitionen der Trinkwasserversorger um 6% angestiegen (2015: 2,5 Milliarden Euro). Einen überdurchschnittlich großen Anteil ihres Umsatzes (62%) investieren die Versorgungsunternehmen der Wasserwirtschaft in Anlagen und Rohrnetze.
Circa 22% der Investitionssumme werden für die Wassergewinnung, – aufbereitung und -speicherung aufgebracht. Die restlichen 16% verteilen sich auf Zähler, Messgeräte, IT und sonstige Investitionen.
"Die hohen Investitionen machen sich bezahlt: Deutschland hat mit knapp 7% die geringsten Wasserverluste in Europa", sagte Martin Weyand, BDEW-Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser am 2. März in Berlin. Im Unterschied dazu lägen sie beispielsweise in England und Frankreich bei über 20%. "Hinzu kommt, dass die Wasserwirtschaft ein bedeutender beschäftigungs- und umweltpolitischer Motor des Mittelstands ist.
Der Investitionsanteil der Wasserversorgung macht zurzeit rund 22% des Gesamtumsatzes der Branche aus. Damit liegt diese Investitionsquote weit über dem Durchschnitt anderer Wirtschaftsbereiche, wie z.B. des Verarbeitenden Gewerbes mit 3,2%", so Weyand.
Um die hohe Qualität der Wasserversorgung auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können, sind weiterhin nachhaltige Investitionen erforderlich. So haben beispielsweise im Bereich Zähler und Messwesen die Investitionen in den vergangenen Jahren zugenommen.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel
Stadtentwässerungen rüsten sich gegen Trockenheit und Fachkräftemangel

Trockene Sommer und ein wachsender Fachkräftemangel setzen kommunale Abwasserbetriebe unter Druck. Das Institut für Unterirdische Infrastruktur (IKT) hat mit 2 Initiativen im Rahmen des KomNetABWASSER reagiert: einem Strategiedialog zu Trockenheit und Hitze sowie einer neuen berufsbegleitenden Studienreihe für Fachkräfte in der Stadtentwässerung. Beide Angebote richten sich an kommunale Betriebe, die sich auf veränderte Bedingungen einstellen müssen.

mehr lesen
Krankenhaus schließt an neues Fernwärmenetz an
Krankenhaus schließt an neues Fernwärmenetz an

Das Klinikum Bremen-Nord hat seine Wärmeversorgung von Erdgas auf Fernwärme umgestellt. Das hat Enercity Contracting am 2. September mitgeteilt. Seit dem 22. Juni hat das Krankenhaus Wärme aus dem Ersatzbrennstoff-Heizkraftwerk im Wollkämmerei-Quartier über das neue Netz bezogen. Die Umstellung hat jährlich 7,7 Millionen Kilowattstunden Erdgas und rund 1.500 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Der Anschluss markiert zugleich den Abschluss des ersten Bauabschnitts des Wärmenetzes in Bremen-Nord.

mehr lesen
Wie lässt sich die Regenwasserbewirtschaftung digital planen?
Wie lässt sich die Regenwasserbewirtschaftung digital planen?

Der AquaFlowManager von Funke Kunststoffe unterstützt die digitale Planung und Dimensionierung von Anlagen zur Regenwasserbewirtschaftung. Das webbasierte Tool führt Planer, Kommunen und ausführende Unternehmen von der Berechnung über Produktauswahl und Kostenabschätzung bis zur Dokumentation.

mehr lesen
Neues Vortriebsverfahren für HGÜ-Leitungen überzeugt
Neues Vortriebsverfahren für HGÜ-Leitungen überzeugt

Bei einer zweiwöchigen Vorführkampagne am Standort Suhl/Thüringen präsentierte die allunderground GmbH im Juli 2026 erstmals einem breiten Fachpublikum ihr einstufiges, grabenloses Bohrverfahren im Live-Betrieb: Das Kabelschutzrohr dient dabei zugleich als Vortriebsrohr. Rund 15 Unternehmen und Organisationen verfolgten eine 70-m-Bohrung im Buntsandstein, darunter drei der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, die DB InfraGO sowie führende Leitungsbauunternehmen. Der Beitrag von Christian Pietrulla beschreibt Verfahren, Maschinentechnik und die Resonanz der Fachbesucher.

mehr lesen

Publikationen zum Thema