Generic filters
FS Logoi

Energielenker: Wärmewende auf Borkum eingeleitet

Der münsteraner Energiedienstleister Energielenker Gruppe leistet auf der Insel Borkum Unterstützung bei der Wärmewende: Laut Mitteilung von gestern, 17. März, ist der Startschuss für die Zusammenarbeit der Stadt Borkum und dem Nordseeheilbad Borkum mit Energielenker in der kommunalen Wärmeplanung gefallen. Die Kooperationspartner möchten in den kommenden Monaten die nachhaltige Wärmeversorgung gemeinsam planen und entwickeln. Das Projekt wird durch die NKI (Nationale Klimaschutzinitiative) gefördert und basiert auf der Beteiligung der Einwohner als wichtigem „Grundpfeiler“. Die Wärmeversorgung auf Borkum basiert derzeit überwiegend auf Erdgas.

von | 18.03.25

Gruppenfoto zum Auftakt (v. l.): Jonas Hundertmark, Olaf Behrendt, Sigrid Kopitz (alle Energielenker Gruppe), Jürgen Akkermann (Bürgermeister Borkum), Axel Held (Stadtwerkedirektor und Geschäftsführer Nordseeheilbad Borkum GmbH/NBG), Gerhard Begemann (Energetisches Sanierungsmanagement Nordseeheilbad Borkum GmbH/NBG), Olaf Look (Neue Technologien Stadtwerke Borkum) und Dennis Rusch (Bauabteilung Stadt Borkum)
Quelle: Energielenker

„Borkum geht mit gutem Beispiel voran“, sagt Olaf Behrendt, Key-Account-Manager der Energielenker Gruppe. „Obwohl die Insel nach dem niedersächsischen Klimaschutzgesetz bislang nicht zur Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung verpflichtet ist, formuliert man hier ambitionierte Klimaziele und setzt die nötigen Maßnahmen in die Tat um.“

Das interdisziplinäre Projekt soll laut Energielenker „auch bereits erarbeitete und teils schon umgesetzte Maßnahmen zur Wärmewende“ integrieren, „von denen bereits einige auf Borkum angestoßen wurden“. Ein „Wegweiser für die klimaneutrale Wärmeversorgung soll noch in diesem Jahr vorgestellt werden.

Auftakttermin: Bestandsanalyse und erste Ansätze

Beim Auftakttermin mit Ortsbegehung Anfang Februar fand eine Analyse und Begutachtung der strukturellen Gegebenheiten sowie „der bestehende Heizzentralen und bereits umgesetzten Modellprojekte wie ein Wärmetauscher im Borkumer Hafenbecken“ statt, aus der sich erste Erkenntnisse auch zum Wärmeprofil ergaben: So sei der Warmwasserbedarf durch den Tourismus im Sommer beispielsweise erhöht, wobei „die Nutzung der Wärme des Nordseewassers und die verstärkte Fokussierung auf Geothermie“ mögliche klimaneutrale Lösungsansätze seien, die durch Bohrungen untersucht werden sollen.

Enge Zusammenarbeit im Projektzeitraum

Im Rahmen der engen Zusammenarbeit aller Kooperationsparnter im Projektverlauf sind regelmäßige Termine geplant, die der Abstimmung sowie der Überwachung des Fortschritts dienen sollen. Workshops sowie Ortstermine „mit den Energielenker-Expert*innen sowie eine Bürgerveranstaltung“ und die Bildung eines „Lenkungkreises“ sollen diese ergänzen.

Der Tourismus als Einnahmequelle gilt „neben dem Willen zur Klimawende“ als wichtiger Impuls für das Engagement der Einwohner. Eine „klimaneutrale und langfristig kostengünstigere Wärmeversorgung“ soll „den Bäderbetrieb auf der Insel“ sichern und einen nachhaltigen Tourismus anschieben. Borkum verfolgt dabei das Ziel, „die Anliegen ‚klimaneutrale Insel‘ und ‚qualitative Tourismusentwicklung‘ gemeinsam mit allen Beteiligten umzusetzen.

(Quelle: Energielenker Gruppe)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Wirtschaftsfaktor Wasserstoff: Landkreis Emsland ist Vorreiter
Wirtschaftsfaktor Wasserstoff: Landkreis Emsland ist Vorreiter

Der Landkreis Emsland hat seine Zukunft fest im Blick: Gemeinsam mit dem Gasnetzbetreiber Open Grid Europe GmbH (OGE) plante und finalisierte der Landkreis Emsland die regionale Anbindung an die Wasserstofftransportleitung Nordsee-Ruhr-Link III von OGE. Er stellt somit die Anbindung der Region an die zukünftige bundesweite Wasserstofftransportinfrastruktur sicher.

mehr lesen
INES empfiehlt Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve
INES empfiehlt Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve

Niedrige Speicherfüllstände zu Winterbeginn und neue geopolitische Risiken haben die Verwundbarkeit des deutschen Gassystems offengelegt. Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) spricht sich daher bei der Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve für ein Volumen von 78 TWh aus. Ein solches Reservevolumen würde die Versorgungssicherheit nachhaltig stärken, ohne die Marktmechanismen außer Kraft zu setzen.

mehr lesen
Brugg Pipes liefert Spezialrohre für die Luft- und Raumfahrt
Brugg Pipes liefert Spezialrohre für die Luft- und Raumfahrt

Brugg Pipes hat für ein europäisches Luft- und Raumfahrtunternehmen zwei vakuumisolierte Kryo-Rohrleitungen für eine Testinfrastruktur neuartiger Antriebssysteme geliefert. Das Projekt unterstreicht die langjährige Kompetenz des Unternehmens in hochanspruchsvollen Industrie- und Kryoanwendungen.

mehr lesen
Erster Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025
Erster Entwurf des Netzentwicklungsplans Gas und Wasserstoff 2025

Die Koordinierungsstelle für die integrierte Netzentwicklungsplanung Gas und Wasserstoff (KO.NEP) legt heute den ersten Entwurf des Netzentwicklungsplans (NEP) Gas und Wasserstoff 2025 zur Konsultation vor. Die Planung der Methan- und Wasserstoffinfrastrukturen erfolgte in einem integrierten Prozess, wie ihn das novellierte Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) von 2024 vorsieht.

mehr lesen

Publikationen zum Thema