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22. Rohrbau-Kongress: Leitungen sanieren

Wenn sich die Rohrleitungs- und Tiefbaubranche am 15. und 16. November 2017 zum 22. Rohrbaukongress in Weimar trifft, werden relevante und interessante neue Entwicklungen vorgestellt und diskutiert.

von | 11.09.17

Über 50 renommierte Referenten aus Industrie und Wissenschaft greifen im Rahmen der IAB-Wissenschaftstage aktuelle Branchenthemen auf und informieren über die neuesten Trends und Entwicklungen. Ein Schwerpunkt bildet im Rahmen des 22. Rohrbau-Kongresses die Vorstellung praxistauglicher Sanierungskonzepte der Ver- und Entsorgungsnetze. Wichtig ist dem Veranstalter dabei die engere Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Anwenderorientierte Lösungen zeigen, wie wirtschaftlicher Nutzen generiert werden kann.
Neben der Präsentation von Sanierungsverfahren werden am 15. November im Vortragsblock “Druckrohrleitungen” das induktive Schutzsystem Fluid-Liner, telemetrische Frühwarnsysteme für Verstopfung und Rohrbruch und der KKS-Liner vorgestellt.
Beim induktiven Schutzsystem Fluidliner handelt es sich um ein Behandlungsverfahren, bei dem die Neubildung von harten Inkrustationen in Rohrleitungen und Aggregaten (Pumpen, Wärmetauschern, Armaturen) erfolgreich und materialschonend vermindert bzw. vermieden wird. Das Prinzip beruht dabei auf der gepulsten Eintragung von Energie zur Änderung von physikalischen Eigenschaften von fließenden Medien und deren Inhaltsstoffen.
Die Leistungsfähigkeit moderner Telemetrie wird in einem Vortrag an zwei Beispielen verdeutlicht. Zum einen die Fernüberwachung eines Abwasserpumpwerkes mit Hilfe einer modernen Fernwirkanlage und zum anderen wird die Leckage-Überwachung von Trinkwassernetzen mittels eines autarken Prozesswächters vorgestellt.
Aktuelle Forschungsergebnisse des IAB werden mit dem Projekt „KKS-Liner“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, mit dessen Hilfe die durchgängige elektrische Leitfähigkeit bestehender Gussrohrleitungen hergestellt werden kann.
Am 16. November 2017 finden die Vortragsblöcke Freispiegelleitungen und Energie/Recht/Gutachten statt. Im Vortragsblock Freispiegelleitungen wird u. a. über die Wurzelfestigkeit von Steckmuffenverbindungen referiert. Mit Hilfe von Modellen, die im Rahmen bisheriger Forschungen entwickelt wurden und Messungen an Steckmuffen-Verbindungen System TYTON® mit maximalem Muffenspalt ist die Wurzelfestigkeit dieser Steckmuffen Verbindung einschätzbar. Die hydraulische Sanierung eines Überschwemmungsgebietes mit Hilfe einer Bypassrohrleitung wird Inhalt eines weiteren Vortrages sein.
Im Rahmen des Vortragsblockes “Energie/Recht/Gutachten” wird neben der Vorstellung von Energieeffizienzmaßnahmen für ein wärmeversorgtes Mischgebiet über das Baugrundrisiko, bzw. wer trägt das Baugrundrisiko und über die rechtlichen Gesichtspunkte zur Beseitigung von Überbauungen bei Versorgungssystemen referiert.
Zusätzlichen Praxis-Input und Raum für den gegenseitigen Gedankenaustausch bieten die tagungsbegleitende Fachausstellung und die Abendveranstaltung – eine ideale Möglichkeit, um sich mit Rohrherstellern, Netzbetreibern, Ingenieurbüros, Leitungsbauern und Vertretern der Verbände auszutauschen. Es geht darum, frühzeitig auf die Trends und ihre Herausforderungen zu reagieren, um in den kommenden Jahren erfolgreich zu sein. Größtes Kapital ist die Innovationskraft. In diesem Kontext hat sich der Rohrbau-Kongress als Wissensplattform etabliert, die Fachleuten aus der Tief- und Rohrleitungsbranche „Raum zum Dialog“ bietet und den interdisziplinären Erfahrungsaustausch fördert. Gemeinsam mit Branchenverbänden und den Medienpartnern 3R und bbr konzipiert und organisiert die IAB Weimar gGmbH diese impulsgebende Veranstaltung.
<link ” http://www.iab-weimar.de/images/docs/2017/WT2017_RB_P.pdf”>Zum Programm

Kontakt: IAB – Institut für Angewandte Bauforschung Weimar gGmbH, Weimar,
Tel. +49 3643 8684-0, kontakt@iab-weimar.de, www.iab-weimar.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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