Generic filters
FS Logoi

Aus Biogas wird Wasserstoff: Webkonferenz überzeugt 200 Teilnehmer

Am 29. und 30. April fand die erste Webkonferenz „Aus Biogas wird Wasserstoff“ statt. Mit über 200 Teilnehmern aus Wirtschaft, Forschung und Energiebranche war sie ein voller Erfolg. Anknüpfend an die Webkonferenz ist eine Praxistagung am 1. und 2. Oktober im Ruhrgebiet geplant.

von | 12.05.20

“Aus Biogas wird Wasserstoff: Von der Biogasanlage zur Wasserstofftankstelle”. Ende April veranstaltete der Vulkan-Verlag mit seinen Partnern eine kostenlose Online-Konferenz mit anschließender Paneldiskussion zu dem hochaktuellen und top-relevanten Thema. Rund 200 Teilnehmer nahmen die Gelegenheit wahr, die Herausforderungen zu diskutieren und sich mit den hochkarätigen Referenten auszutauschen.

Top-Thema Grüner Wasserstoff

Grüner Wasserstoff kann über die Dampfreformierung aus Biogas produziert werden. Damit stellt dies einen zweiten Weg neben der Wasserelektrolyse dar, um grünen Wasserstoff herzustellen. „Der derzeit wirtschaftlichste Weg zum grünen Wasserstoff ist die Dampfreformierung von Biogas“, erklärt Joachim G. Wünning, WS Wärmeprozesstechnik GmbH, Initiator der Veranstaltung. Neben Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen standen technische Aspekte sowie Vermarktung und Projektierung von Wasserstofftankstellen im Mittelpunkt der virtuellen Veranstaltung.
Am ersten Tag der Webkonferenz gaben die Referenten Einblicke in verschiedene Themenbereiche rund um die Umwandlung von Biogas in Wasserstoff. Nach einer Einführung von Dr. Joachim G. Wünning, vermittelten Jürgen Tenbrink, CTO EnviTech Biogas AG, Hendrik Becker, Vizepräsident Fachverband Biogas e.V. und Uwe Bauer, E.ON Bioerdgas GmbH, den Stand und Potenzial von Biogas bzw. Biomethan in Deutschland. Wie die Dampfreformierung zur Wasserstoffherstellung genutzt werden kann, erläuterten die beiden Referenten Nicole Schweizer, WS Reformer GmbH, und Dr. Jörg Nitzsche, DBI Freiberg. Über die Wasserstoffnutzung im Mobilitätsbereich berichteten Carsten Krause, HyCologne e.V., und Sebastian Niehoff, Ben-Tec GmbH. Zudem präsentierte Maximilian Schleupen, IOB RWTH Aachen, eine aktuell durchgeführte Studie, die sich mit den Potenzialen im Mobilitätssektor befasst. Er schlussfolgert: „In jedem Bundesland ist bereits heute das Potenzial vorhanden, mehr Wasserstoff zu produzieren als für den kompletten Öffentlichen Nahverkehr benötigt würde.“
An Tag zwei fand die Paneldiskussion statt, die mir rund 100 Teilnehmer ebenfalls sehr gut besucht war. Auf einzelne Aspekte des Vortages sowie auf Teilnehmerfragen wurde näher eingegangen. So ging es beispielsweise um Kostenfaktoren einer Wasserstofftankstelle und wo eine Wasserstofftankstelle liegen sollte, um etwaige hohe Transportkosten des Wasserstoffs zu vermeiden.

Praxistagung “Aus Biogas wird Wasserstoff”

Das Feedback der Teilnehmer ist durchweg positiv. Neben der Kürze der Vorträge, wurde auch die Qualität gelobt. Vermisst wurde die Möglichkeit des Networkings, wie es bei Veranstaltungen des Vulkan Verlags in den Kaffeepausen und während des Rahmenprogramms üblich ist. Diese Möglichkeit wird sich am 1. und 2. Oktober 2020 ergeben, wenn die Praxistagung “Aus Biogas wird Wasserstoff” als Präsenzveranstaltung im Ruhrgebiet stattfindet.
Dort werden die Themen, die aufgrund der Kürze der Webkonferenz, nicht in aller Tiefe besprochen werden konnten, näher ausgeführt. Organisatoren der Webkonferenz und der Praxistagung sind die beiden Fachmedien PROZESSWÄRME und gwf Gas+Energie des Vulkan Verlags.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.BiogasH2.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Gasaufbereitung sichert Wasserstoffqualität für den Leitungstransport
Gasaufbereitung sichert Wasserstoffqualität für den Leitungstransport

Die Gasaufbereitungsanlage im Energiepark Bad Lauchstädt hat die H₂-Dichtheitsprüfung des TÜV Thüringen bestanden und ist damit bereit für den stufenweisen Hochlauf. Die Anlage bringt Wasserstoff aus einem 30-MW-Elektrolyseur auf einen Reinheitsgrad von 99,97 Prozent, bevor das Gas über eine rund 25 Kilometer lange Leitung zur TotalEnergies-Raffinerie in Leuna transportiert wird.

mehr lesen
Wasserstoffproduktion aus kommunalem Abwasser
Wasserstoffproduktion aus kommunalem Abwasser

Das Forschungsprojekt reSYNERGY stärkt die Resilienz von Wasser- und Energiesystemen durch die Nutzung von Abwasser für die grüne Wasserstoffproduktion. Geleitet wird das Projekt vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE).

mehr lesen
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser

Die Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH hat ein korrosionsgeschütztes Kanalrohr mit integriertem Wärmetauscher auf den Markt gebracht. Das Rohr gewinnt Wärme direkt aus dem durchfließenden Abwasser, ohne den Kanalbetrieb einzuschränken. Städte und Gemeinden erhalten damit eine zusätzliche Option für die kommunale Wärmeplanung.

mehr lesen
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

mehr lesen
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten

Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 km langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden.

mehr lesen

Publikationen zum Thema