Generic filters
FS Logoi

forum kks 2021: Passivierung und Deckschichtbildung bei Metallen – Mechanismen, Modelle, Mythen, Realitäten

Am Donnerstag, den 14. und Freitag, den 15. Januar 2021, lädt der fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. zu seiner Jahrestagung ein. Aufgrund der aktuellen Entwicklung durch die COVID19-Pandemie findet die Veranstaltung virtuell statt.

von | 12.11.20

Nicht im Neckar Forum, sondern in der virtuellen Welt findet die diesjährige fkks-Jahrestagung statt. (Quelle: Esslingen live)

Am Donnerstag, den 14. und Freitag, den 15. Januar 2021, lädt der fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. zu seiner Jahrestagung ein. Aufgrund der aktuellen Entwicklung durch die COVID19-Pandemie findet die Veranstaltung virtuell statt.

Die Veranstaltung steht nach Registrierung allen Interessierten offen. Weitere Informationen, Programmflyer mit Anmeldeformular erhalten Sie unter www.fkks.de.
Das forum kks ist die deutschsprachige Fachtagung des fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. Es beinhaltet u.a. den fkks infotag, in diesem Jahr zum Thema “Passivierung und Deckschichtbildung bei Metallen – Mechanismen, Modelle, Mythen, Realitäten” sowie die Mitgliederversammlung des Fachverbandes und die Sitzungen der Arbeitsgruppen.
Das forum kks findet jährlich im Januar statt. In diesem Jahr werden die Vorträge, Präsentationen und Diskussionen aus aktuellem Anlass virtuell stattfinden.

10. Jubiläum

Bereits zum zehnten Mal bietet der fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. ein ausgewogenes Programm aus Grundlagen, Praxis, Technik und Zukunftstrends für den kathodischen Korrosionsschutz. Kein Wunder, dass die Tagung für viele Fach- und Führungskräfte die erste Adresse ist, um sich beruflich auf dem neuesten Stand zu halten. Inzwischen hat sich ihre inhaltliche Qualität und thematische Bandbreite auch außerhalb Deutschlands herumgesprochen. Das forum kks zieht seit Jahren Gäste aus der ganzen Welt an. Dies äußerte sich nicht zuletzt darin, dass die Obleute der für den kathodischen Korrosionsschutz relevanten nationalen und internationalen Normungsgremien teilnehmen.

Der fkks infotag wird inhaltlich von einem ehrenamtlichen Beirat des fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. gestaltet, der einen Call for Papers veröffentlicht und die Referenten der Tagung auswählt. Durchgeführt wird die Tagung durch den fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V.

fkks infotag 2021 zum Thema “Passivierung und Deckschichtbildung bei Metallen – Mechanismen, Modelle, Mythen, Realitäten”

Metalle und Legierungen entwickeln bei der Korrosion Reaktionsschichten, die die Korrosionsgeschwindigkeit verringern. Nach DIN EN ISO 8044 wird dieser Prozess Passivierung genannt. In Ergänzung wird dann der Zustand der Passivität eines Metalls als Folge von Passivierung durch Bildung einer Passivschicht definiert, die als dünne, festhaftende Schutzschicht, die sich auf der Metalloberfläche durch Reaktion zwischen dem Metall und der Umgebung gebildet hat, definiert.

Passivität ist damit eindeutig keine dem Werkstoff immanente Eigenschaft, sondern ein Zustand des Werkstoffs, der sich unter bestimmten Umgebungsbedingungen im Korrosionssystem einstellen kann. Die Norm enthält keine Differenzierungen bezüglich der Ausprägung und Eigenschaften dieser Schutzschichten, insbesondere trifft sie auch keine Unterscheidungen zwischen Passiv- und Deckschichten.
Die durch Passivierung gebildeten Schutzschichten besitzen in Abhängigkeit von der Werkstoff/Medium-Kombination unterschiedliche Eigenschaften im Hinblick auf Dicke, elektrische Eigenschaften und Fehlstellendichte. So kann sich die geometrische Ausdehnung je nach Werkstoff im Bereich zwischen wenigen Nanometern und Mikrometern einstellen und auch die resultierende abgeminderte Korrosionsgeschwindigkeit ist durchaus unterschiedlich in Abhängigkeit vom Korrosionssystem. Für alle Schutzschichten gilt, dass ihre langfristige Beständigkeit an bestimmte Randbedingungen gebunden ist und insbesondere eine Sensibilität gegen örtliche Korrosionserscheinungen (Lochkorrosion) zu beachten ist.
Das Programm der Veranstaltung trägt diesen Umständen Rechnung. Neben allgemeinen Betrachtungen zur Passivität werden die wesentlichen technischen Werkstoffe im Hinblick auf Deckschichtbildung und langfristige Korrosionsbeständigkeit vorgestellt. Da alle diese Werkstoffe auch entsprechend den geltenden technischen Regeln kathodisch geschützt werden können, wird auch die kathodische Polarisation und ihr Einfluss auf die Deckschichtbildung betrachtet.

Programm

  • 9:00 – 10:15 Uhr: Begrüßung der Teilnehmer und Einführung / Was bedeutet Passivität bei Metallen? – Definitionen, Merkmale, Historie (Bernd Isecke, fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V., Esslingen)
  • 10:20 – 11:15 Uhr: Kupfer und Zink – Abminderung der Korrosionsgeschwindigkeit durch Deckschichtbildung (Ralf Feser, Fachhochschule Südwestfalen, Iserlohn)
  • 11:15 – 11:30 Uhr: Pause
  • 11:30 – 12:15 Uhr: Aluminiumlegierungen – wie funktioniert die Passivierung (Dietrich Wieser, dw-aluminium-consulting, Bonn)
  • 12:15 – 13:15 Uhr: Mittagspause
  • 13:15 – 14:00 Uhr:  Nichtrostende Stähle – Passivität ist naturgemäß, aber unter welchen Bedingungen stabil? (Thoralf Müller, BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, Berlin)
  • 14:05 – 14:50 Uhr: Bewehrungsstahl – Alkalitätsreserve des Betons als Voraussetzung zur ausreichenden und dauerhaften Passivität (Thorsten Eichler, CORR-LESS GmbH & Co. KG, Teltow)
  • 14:50 – 15:10 Uhr: Pause
  • 15:10 – 16:00 Uhr: Der kathodische Schutz- Absenkung der Korrosionsgeschwindigkeit durch Wandalkalisierung oder Dauerpolaristion beim Schutzpotential? (Jürgen Barthel MAX STREICHER GmbH & Co., Delitzsch)

Änderungen vorbehalten.
Zwei Bereiche sind Thema des Branchenforums – am 14. Januar 2021 die Anwendung des kathodischen Korrosionsschutzes und am 15. Januar 2021 die Fort- und Weiterbildung der Fachleute. Das Ziel ist, Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen und wie Fachleute der einzelnen Gewerke des kathodischen Korrosionsschutzes voneinander profitieren können. Weiterhin ist die Vorstellung der überarbeiteten Normen und Technischer Regeln und ihre Auswirkungen auf die tägliche Arbeit wieder Schwerpunkt der Veranstaltung.
Die Teilnahme am forum kks ist für die Mitglieder des fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. nach vorheriger Anmeldung kostenlos.

Zielgruppen der Tagung

Die Veranstaltung steht allen Interessierten offen. Die Tagungsteilnehmer und Ausstellungsbesucher sind überwiegend Fach- und Führungskräfte des kathodischen Korrosionsschutzes. Sie arbeiten hauptsächlich in Dienstleistungsunternehmen aber auch Industrie- und Handwerksbetriebe. Aber auch benachbarte Bereiche entdecken die Jahrestagung, zum Beispiel Hersteller von Produkten und Marketingfirmen. Angesprochen waren neben den Fachkräften des kathodischen Korrosionsschutzes auch Mitarbeiter aus Serviceorganisationen und aus dem Lernbereich. Aktuelle Informationen zu beiden Tagungen sind im Internet abrufbar: http://www.fkks.de Über den fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. Der fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. ist der deutsche Fachverband für Korrosion und Korrosionsschutz. Als Interessensvertretung, der die technische Führerschaft inne hat, repräsentiert der fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V. im deutschsprachigen Raum die Mitglieder, die im kathodischen Korrosionsschutz oder in anderen Bereichen der Korrosionsschutzes tätig sind. Der Fachverband versteht sich als Plattform für den Informations- und Erfahrungsaustausch, fördert die Aus- und Weiterbildung sowie die Professionalisierung seiner Mitglieder. Die Verbandsarbeit wird von Ehrenamtlichen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle geleistet.
Anmeldung und Information: fkks Fachverband Kathodischer Korrosionsschutz e.V., Sitz Esslingen am Neckar, Tel. +49 711 919 927 20, geschaeftsstelle@fkks.de, www.fkks.de

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Wasserstoffproduktion aus kommunalem Abwasser
Wasserstoffproduktion aus kommunalem Abwasser

Das Forschungsprojekt reSYNERGY stärkt die Resilienz von Wasser- und Energiesystemen durch die Nutzung von Abwasser für die grüne Wasserstoffproduktion. Geleitet wird das Projekt vom Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE).

mehr lesen
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser
Korrosionsgeschütztes Kanalrohr gewinnt Wärme aus Abwasser

Die Bernhard Müller Betonsteinwerk GmbH hat ein korrosionsgeschütztes Kanalrohr mit integriertem Wärmetauscher auf den Markt gebracht. Das Rohr gewinnt Wärme direkt aus dem durchfließenden Abwasser, ohne den Kanalbetrieb einzuschränken. Städte und Gemeinden erhalten damit eine zusätzliche Option für die kommunale Wärmeplanung.

mehr lesen
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein
Rheinwassertransportleitung erhält Verteilbauwerk am Rhein

Die RWE Power AG hat am 6. Juli mit dem Bau eines Verteilbauwerk für eine Rheinwassertransportleitung in Grevenbroich-Allrath gestartet. Ab 2030 soll das Bauwerk eine Bündelungsleitung vom Rhein mit zwei Trassen zu den künftigen Tagebauseen Hambach und Garzweiler verbinden. So soll Rheinwasser in die beiden Tagebauseen geleitet werden und damit die geplante Flutung der Restlöcher ermöglichen.

mehr lesen
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten
Spatenstich für erste Wasserstoffpipeline im Nordwesten

Mit dem symbolischen Spatenstich für „H₂Coastlink 1“ startet EWE NETZ den Bau einer 24 km langen Wasserstoffleitung zwischen Emden und Leer. Sie verbindet künftig den Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz. An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden.

mehr lesen
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher
INES-Gas-Szenarien: Marktbedingungen gefährden Wiederbefüllung der Gasspeicher

Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) hat am 7. Juli ihr aktuelles Juli-Update der Gas-Szenarien veröffentlicht. Die Modellanalysen zeigen: Technisch ist eine Befüllung der deutschen Gasspeicher bis zum 1. November 2026 auf den gebuchten Stand* von 76 % weiterhin möglich. Ob dieses Niveau tatsächlich erreicht wird, hängt jedoch entscheidend von den Marktbedingungen ab. Die derzeitigen Preisentwicklungen setzen kaum Anreize zur Einspeicherung von Gas und gefährden damit die Versorgungssicherheit für den kommenden Winter.

mehr lesen

Publikationen zum Thema