Generic filters
FS Logoi

“DWA-Dialog Berlin” fand online statt

Rund 200 ihrer Mitglieder begrüßte die DWA am 28. September 2020 zu ihrem Jahrestreffen DWA-Dialog Berlin - mit einem Konferenzprogramm sowie der Mitgliederversammlung. Im Fokus standen besonders die künftige europäische Umwelt- und Wasserpolitik – Stichwort Green Deal – sowie die in den vergangenen Monaten in der Branche gewonnenen Erfahrungen bei der Bewältigung der Corona-Krise.

von | 13.10.20

Prof. Dr. Uli Paetzel online beim DWA-Dialog Berlin 2020

Europäische Wasserpolitik – Auswirkungen auf Deutschland

Im ersten von zwei Vortragsblöcken gab Veronica Manfredi, Director for Quality of Life in der Europäischen Kommission, einen Überblick über die Wasserpolitik in der neuen EU-Kommission und erläuterte, wie der Green Deal neue Wege schafft und weist. An alle, denen der Green Deal der EU zunächst als „weit weg“ erscheint, gab Veronica Manfredi einen Hinweis: „Der Green Deal ist die neue Nachhaltigkeitsstrategie der EU. Überall im Green Deal geht es auch um Wasser.“
Was der europäische Green Deal für Deutschland bedeutet, konkretisierte anschließend der Präsident des Umweltbundesamts, Prof. Dr. Dirk Messner. Messner sieht den Green Deal als Chance für neue Impulse im Wassersektor. Als eine Herausforderung betonte er die Belastung des Grundwassers mit Pflanzenschutzmitteln in Deutschland. In diesem Zusammenhang kritisierte er den Begriff der „nicht-relevanten Metabolite“ – diese sollten als „relevante Metabolite“ eingestuft werden. Als drängendstes Problem im Zusammenhang mit Pestiziden sieht Messner die Erhaltung der biologischen Vielfalt. Wichtig seien auch Humanarzneimittel: In der Umwelt könnten über 270 Wirkstoffe nachgewiesen werden.
Zum Abwassersektor schwebt Messner eine konkrete Vision vor: Die Abwasserentsorgungssysteme der Zukunft sollten aus der Perspektive des European Green Deal weiterentwickelt werden. Dabei solle eine „Null-Verschmutzungs-Ambition“ verfolgt werden. Und: Die Grundsätze und Regeln des ressourcenschonenden Bauens müssten auch auf die Abwassertechnik angewendet werden, dort gelten.

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Informier' dich doch!

Jetzt den monatlichen 3R-info-Newsletter abonnieren!

Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen
Talsperren bewahren die Ruhr vor dem Trockenfallen

Im Einzugsgebiet der Ruhr sind im Juli nur 22 Millimeter Niederschlag gefallen, 77 Prozent weniger als üblich, wie der Ruhrverband am 7. August mitgeteilt hat. Ohne den Ausgleich durch das Talsperrensystem wäre der Fluss am Pegel Villigst bei Schwerte an 18 von 31 Tagen streckenweise trockengefallen.

mehr lesen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen
Wärmewende: Studie bestätigt Rolle von Wärmepumpen und Wärmenetzen

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE und Öko-Institut haben die zweite Ausgabe ihrer Studie zur kommunalen Wärmeplanung vorgelegt. Darin haben sie die Ergebnisse aus rund 380 Wärmeplänen von etwa 940 Kommunen ausgewertet. Die Untersuchung bestätigt, dass Wärmepumpen und Wärmenetze die tragenden Säulen der künftigen Wärmeversorgung in Deutschland bilden, zeigt jedoch weiterhin Lücken bei den Annahmen zu Gebäudesanierung, Biomasseeinsatz und industrieller Prozesswärme.

mehr lesen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen
Behörde benennt Prüfstelle für Niederschlagswasser an Bahnanlagen

Das Eisenbahn-Bundesamt hat das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur als Prüfstelle für dezentrale Niederschlagswasserbehandlungsanlagen an Bahnanlagen benannt, wie das Institut am 5. August mitgeteilt hat. Hersteller können die Reinigungsleistung ihrer Systeme damit künftig für den Einsatz an Gleisanlagen nachweisen lassen, wo neben Schwermetallen auch Herbizide im Abfluss auftreten können.

mehr lesen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen
CO2-Bilanzierungsregeln bestimmen Wirtschaftlichkeit von Elektrolyseanlagen

Forschende der Universität Mannheim haben berechnet, wie sich CO₂-Bilanzierungsregeln auf die Wirtschaftlichkeit von Power-to-Gas-Anlagen auswirken. Die im Nature Communications veröffentlichte Studie nimmt dabei die Perspektive gewinnorientierter Unternehmen ein. Die Ergebnisse zeigen: Strenge Regeln bieten ausreichende Investitionsanreize bei Renditen von 8 bis 15 Prozent, garantieren aber keinen kohlenstoffarmen Wasserstoff. Weniger strenge Regeln erhöhen die Renditen auf bis zu 23 Prozent.

mehr lesen
WONKa: Bundesnetzagentur ordnet Wasserstoffnetzkosten und Kapitalverzinsung neu
WONKa: Bundesnetzagentur ordnet Wasserstoffnetzkosten und Kapitalverzinsung neu

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 29. Juli ein Verfahren zur Neuregelung der Netzkosten und der Kapitalverzinsung für Wasserstoffnetze eingeleitet. Die „Festlegung für einen Wasserstoff-Ordnungsrahmen zu den Netzkosten und Methoden der Kapitalverzinsung” (WONKa) löst die bisherige „Verordnung über die Kosten und Entgelte für den Zugang zu Wasserstoffnetzen“ (WasserstoffNEV) ab und soll eine Regelungslücke bei den Zinssätzen für die Kapitalverzinsung schließen. Sie soll für die Kostengenehmigungsverfahren ab dem Jahr 2028 in Kraft treten. Ein Konsultationsentwurf ist für Dezember angekündigt.

mehr lesen

Publikationen zum Thema