Begleitet werden die breitgefächerten Programme der beiden Veranstaltungen traditionell von Fachausstellungen. Ebenfalls wieder fester Bestandteil des zweitägigen Kongresses sind die Außenvorführungen, die auch im vergangenen Jahr zu den Publikumsrennern gehörten.
In der Zusammenführung der beiden Veranstaltungen sehen die Veranstalter eine Reihe von Vorteilen. Diese sind nicht nur organisatorischer Natur, da es durchaus Schnittmengen zwischen den Themen von Schlauchliner- und Reparaturtag gibt.
Standardlösung gibt es nicht
Die nachhaltige Planung und Ausführung von Sanierungsmaßnahmen bei Abwasserentsorgungssystemen erfordert komplexes Fachwissen. Um sicherzustellen, dass sich mit der Umsetzung einer bestimmten Maßnahme auch tatsächlich die vorgesehenen Nutzungsdauern erreichen lassen, gilt es wasserwirtschaftliche Gesichtspunkte ebenso zu berücksichtigen wie material- und bautechnische Aspekte. Das entsprechende Qualitätsbewusstsein ist daher ein vom jeweils gewählten Verfahren unabhängiger Erfolgsfaktor. Insbesondere Planer und Auftraggeber sind hier in der Verantwortung, aber auch an die ausführenden Unternehmen stellt der Umgang mit der Kanalinfrastruktur hohe Ansprüche. Was vielen Beteiligten nach wie vor nicht ausreichend bewusst ist: Schon Planung und Ausschreibung tragen entscheidend zum Erfolg einer Sanierungsmaßnahme bei.
Aber was ist bei Planung und Ausschreibung zu beachten, welches Verfahren sollte überhaupt gewählt werden – und wie geht man mit dem notwendigen Fachwissen ausgestattet richtig an die Durchführung eines Projektes heran? Rechnet sich eine Neuverlegung oder sollte stattdessen in Sanierung investiert werden – das ist eine der ganz grundsätzlichen Fragen, die es zunächst zu klären gilt. Die Spannbreite erprobter und bewährter Verfahren ist groß; die Standardlösung für jeden Fall, die man bei Bedarf einfach aus der Schublade ziehen kann, gibt es allerdings nicht. Genaues Hinsehen ist gefragt – in der Regel ist das gewünschte Sanierungsergebnis das Resultat vorausschauender Planung. Bei den gängigen Sanierungs- und Reparaturverfahren handelt es sich um etablierte Verfahren mit ausgereiften Produkten, das Schlauchlining hat ebenso längst seinen Platz gefunden wie manche Reparaturtechniken. Sanierung oder Reparatur? „Letztlich lassen sich beide Optionen nicht getrennt voneinander betrachten“, meint Dr. Borovsky. „Wer sich mit dem Thema Kanalinfrastruktur beschäftigt, muss sich mit der gesamten Bandbreite der möglichen Optionen beschäftigen und über dementsprechende Fachkenntnisse verfügen. Allein schon aus diesem Grund dürfte sich der Besuch der kombinierten Veranstaltung lohnen.“
INES empfiehlt Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve
Niedrige Speicherfüllstände zu Winterbeginn und neue geopolitische Risiken haben die Verwundbarkeit des deutschen Gassystems offengelegt. Die Initiative Energien Speichern e.V. (INES) spricht sich daher bei der Einrichtung einer strategischen Resilienzreserve für ein Volumen von 78 TWh aus. Ein solches Reservevolumen würde die Versorgungssicherheit nachhaltig stärken, ohne die Marktmechanismen außer Kraft zu setzen.









